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Damals in Döhren-Wülfel: Personalkarussell in der Bezirksrats-SPD

Bezirksbürgermeisterin Inge Mieer verpflichtet im März 1989 den neuen Bezirksratsherren Dieter Roloff.
Hannover: Freizeitheim Döhren | Im März des Jahres 1989 drehte sich das Personalkarussell in der SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel immer schneller. Zu Beginn der März-Sitzung hatte Bezirksbürgermeisterin Inge Meier gerade ein neues Mitglied für das Gremium verpflichtet. Dieter Roloff (Jahrgang 1935) rückte in die SPD-Fraktion anstelle von Adalbert Heckerodt nach. Heckerodt war zurückgetreten, um sich mehr um seine alten Eltern zu kümmern; bekannte dann aber doch bereits: „Ich habe schon jetzt Heimweh nach dem Bezirksrat.“

Der große Knall kam aber zuletzt. Am Ende der März-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel verkündete der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Borsum völlig überraschend, dass auch er sein Mandat niederlegt. „Es sind in erster Linie persönliche Gründe. Meine berufliche Belastung ist zu groß“, gab der Rechtsanwalt als Grund zu Protokoll. Zumindest im Lokalteil des Hannoverschen Wochenblattes wurde aber noch über andere Ursachen spekuliert. Denn danach räumte Borsum später ein, dass Auslöser für den Rücktritt auch ein Artikel in einem Stadtteil-Anzeigenblatt gewesen war, durch den er sich verleumdet fühlte. Der Bericht stand damals im Zusammenhang mit dem Interesse des Fraktionsvorsitzenden, für den Landtag zu kandidieren. Der bisherige Landtagsabgeordnete Wolfgang Jüttner wechselte in einem Wahlkreis nach Linden, ein Nachfolger für den Südosten musste her. Parteiintern machte dann aber die Lehrerin Heide Beußer-Böhme das Rennen als Kandidatin. Allerdings gelang es auch ihr damals nicht, in das Landesparlament einzuziehen.

Nachfolger von Wolfgang Borsum an der Spitze der SPD-Fraktion im Bezirksrat wurde jedenfalls die allseits bekannte Puppenmacherin Sunnhild Reinckens.

Seit weit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse.
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