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Für Misburg war Ernst-August ein guter König

Hannover: König Ernst-August | König Ernst-August hat für Hannover viel Gutes getan. Man muss sich fragen, warum wurde dann ein Denkmal vor dem von ihm gebauten Hauptbahnhof gestellt? Es geschah auf das Begehren der Bürger.

Nun hat die Stadt Hannover auf Initiative der Piratenpartei Hinweisschilder an den Straßenschildern vor dem Hauptbahnhof angebracht. Darauf ist zu lesen, dass König Ernst-August 1837 die Verfassung aufgehoben und dagegen protestierende Beamte entlassen hat.
Letztlich erwies sich dies als ein kluger Schachzug. 1948 hatte er dadurch die Möglichkeit zum Einsetzen einer neuen liberalen Verfassung. Dadurch überstand unser Land, wie kein anderes im Deutschen Reich, die Revolution von 1848.

Die Besonnenheit des regierenden Königs und das disziplinierte Verhalten der Bevölkerung waren einmalig und trugen wesentlich zum sozialen Frieden in unserem Gebiet bei.
Für Misburg war damals die Eisenbahn eine ganz lebenswichtige und moderne Infrastruktur, die König Ernst-August möglich machte. Durch die Einrichtung der Eisenbahn wurde der Boden für eine Niederlassung der Industrie in Misburg geschaffen. Der Beginn des Industrialisierungszeitalters in Misburg schaffte viele Arbeitsplätze und brachte Wohlstand. Dank dieser Infrastruktur des Königs Ernst-August wurde Misburg ein großer Industrieknotenpunkt in Deutschland und machte aus einem müden Dorf eine dynamische Stadt. Misburg ist dem König Ernst-August dafür ewig dankbar und das ist auch in der „Chronik Misburg, Ursprung bis Gegenwart“ von 2012 gut nachzulesen.

Warum oder weshalb manche heutige Politiker auf einmal die Schattenseiten des Königs suchen und anprangern, finde ich unmöglich und ist vielen ein Rätsel. Sie sollten sich mehr mit der Geschichte befassen, bevor sie solch ein Thema aufgreifen. Ich finde, es gibt in Hannover viel wichtigeres, was der Bürger benötigt. Die Lage, die vor fast 200 Jahren herrschte, ist in der heutigen Zeit nicht vergleichbar.

Ich möchte hier den Historiker Juan Carlos Blanco zitieren: „Wenn wir die dunklen Geschichten aller Denkmäler unter die Lupe nehmen, müssten viele weggeschafft werden. Es gibt zur Zeit viel Neid und neoprogressistische Kräfte, die ein neues System unserer Gesellschaft mit extremen Populismus erzwingen wollen.“
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 24.01.2020 | 19:10  
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