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Thailändisches "Kathinadana" Fest in Hannover

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Die große Bühne
Am 1. November wurde in Hannover das thailändische "Kathinadana"-Fest gefeiert. Veranstaltungsort war die IGS im Stadtteil Mühlenberg.

Hier einige Erläuterungen zum "Kathinfest", übernommen von der deutschen Wikipedia Seite:

Die Kathin-Zeremonie ist eine religiöse Zeremonie in Thailand, während der den buddhistischen Mönchen neue Roben übergeben werden.
Diese jährlich stattfindende Zeremonie erfolgt üblicherweise zum Ende der Regenzeit, also zwischen Mitte Oktober und November, und dient dem Erwerb von Verdienst (Tambun) sowie der Dankerweisung gegenüber den Mönchen.

Die Kathin-Zeremonie besteht aus einer farbenprächtigen Prozession, während der sich Tänzer und Tänzerinnen entlang der Straße zum Tempel begeben. Ihnen folgen diejenigen, die die Geschenke für die Mönche tragen.
Die Geschenke sind in metallenen Schüsseln untergebracht oder bestehen aus Geldscheinen, die flatternd an kleinen gold- und silberumwundenen Holzstämmen angebracht sind.

Die Übergabe der Geschenke geschieht schweigend, und die Versammelten knien vor den in einer Reihe sitzenden Mönchen. Für eine korrekt ablaufende Zeremonie müssen mindestens fünf Mönche innerhalb der Begrenzung des Klosters anwesend sein.
Der Spender hat zu erklären, dass er veritable Kathin-Roben übergibt. Der vorsitzende Mönch gibt dies anschließend der Versammlung bekannt und zitiert dann aus den Ordensregeln.
Die Versammlung beantwortet dies üblicherweise mit „sadhu“ (so sei es). Die Spender zeigen dann die Roben vor, wonach die Mönche ihre rituellen Texte beten. Nun übergeben der Spender und die anderen Versammelten die übrigen - für eine korrekte Bekleidung notwendigen - Gegenstände: die Lendentücher, die Schulterschals und die eigentlichen Roben.
Dazu kommen die Schale für die Almosen, ein Rasierblatt, eine Nähnadel, eine Schärpe und ein Sieb.
Nun können auch andere Geschenke gemacht werden, während die Mönche rituelle Texte zitieren und der Spender Wasser als Trankopfer aus einem Becher in einen anderen gießt (kruat nam). Dies beendet den religiösen Teil der Zeremonie.

Anschließend werden weitere Festivitäten veranstaltet, wie Spiele oder andere Formen von Unterhaltung, z.B. Bootsrennen.

In den alten Zeiten fertigten die Mönche ihre Roben selbst an, indem sie Stoffe aus dem Abfall nahmen, zusammennähten und färbten.
Erst in späterer Zeit wurden die Roben fertig hergestellt und verkauft, um dann den Mönchen übergeben zu werden.

In der Rattanakosin-Ära wurde die königliche Kathin-Zeremonie alljährlich zwischen der 6. und 9. Nacht des abnehmenden Mondes des 11. Monats abgehalten.
Dies ist auch die Zeit, wenn die königliche Barkenprozession in Thailand stattfindet. Heutzutage übernimmt die königliche Familie die Pflichten in 16 Tempeln, die unter besonderer Schirmherrschaft des Königshauses stehen und delegiert diese für die anderen Tempel im Lande an offizielle Stellen der Regierung und private Organisationen. Dies ist auch als Kathin Ratchathan bekannt.

Traditionell wird die Kathin-Zeremonie für einen Tempel nur einmal im Jahr durchgeführt. Nach dem Abschluss wird eine Fahne mit einem Krokodilsymbol vor dem Eingang des Tempels gehisst.
Dies erfolgt gemäß einer alten Sage, wonach ein Krokodil einst gute Verdienste erwerben wollte, indem es an der Kathin-Zeremonie teilnahm. Als es aber dem Boot auf dem Weg zum Tempel aus Ermüdung nicht mehr zu folgen vermochte, bat es den Spender darum, ihm eine Fahne aufzustellen, damit es wenigstens Verdienste erwerben könnte.

Das Ende dieser Feier habe ich nicht miterleben können da fast fünf Stunden Anwesenheit seit dem Vormittag doch sehr lang sein können ...

Trotzdem eine gelungene Veranstaltung (soweit ich sie in den 5 Std. erlebt habe).
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2 Kommentare
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Ralf Köhler aus Sehnde | 05.11.2008 | 22:05  
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Karsten Link aus Hannover-Mitte | 06.11.2008 | 16:57  
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