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Auflösung - Suchbilder aus Hannover (Teil 14)

Portal der Marktkirche Hannover (Foto: Katja Woidtke)
 
Haus Mohrmann (Foto: Katja Woidtke)
Hannover: Hannover Zentrum |

Hannover ist eine tolle Stadt, die viele schöne Ecken zu bieten hat. Die sind nicht unbedingt in einem Reiseführer zu finden, aber durchaus einen genaueren Blick wert. Im 14. Teil meiner Serie "Suchbilder aus Hannover" habe ich wieder mehr oder weniger knifflige Fotos für euch zusammengestellt. Hier kommen die Auflösungen zu den einzelnen Aufnahmen mit ein paar Hintergrundinformationen:

Bild 1 - Portal der Marktkirche Hannover:

Das Bronzeportal von Gerhard Marcks aus dem Jahre 1959 stellt die Vielfalt des Lebens dar und zeigt Eintracht auf der einen und Zwietracht auf der anderen Seite. Wer nach Hannover kommt und die Marktkirche im Herzen der Altstadt besichtigt, sollte sich Zeit nehmen und auch die bronzenen Türen näher betrachten.

Bild 2 - Haus Mohrmann:


In Hannovers Nordstadt ist im Landhausviertel das Haus Mohrmann zu finden. Karl Mohrmann erbaute Ende des 19. Jahrhunderts am Herrenhäuser Kirchweg sein privates Wohnhaus im neugotischen Stil. Der Architekt und Professor für Baukunst grüßt auch heute noch als Dreiviertel-Plastik vom Eckturm seines Hauses.

Bild 3 - Villa Stephanus:

Am Rande des Lindener Marktplatzes steht seit 1870 der gelbe Ziegelbau, der für den Ziegeleibesitzer Hermann Stephanus an der Davenstedter Straße erbaut worden war. Rechts neben dem zweigeschossigen Gebäude ist eine repräsentative Auffahrt angebaut. Die Villa, die sich heute fast ein wenig zwischen die Mietshäuser duckt, steht unter Denkmalschutz und kann sicher spannende Geschichten aus Linden-Mitte erzählen. Zur Zeit ihrer Erbauung gab es hier noch keinen Marktplatz und Linden war eigenständig - erst Dorf, ab 1885 Stadt. 1894 wurde dann der Marktplatz quasi zu Füßen der Villa Stephanus erbaut.

Bild 4 - Hase-Brunnen auf dem Marktplatz in Hannovers Altstadt:


Einen der schönsten Brunnen der Stadt findet ihr zwischen Altem Rathaus und Marktkirche. Zwei bronzene Schalen werden von zwei Marktfrauen gekrönt. Rücken an Rücken stehen hier eine Fischhändlerin und (wie auf dem Foto zu sehen) eine Blumenhändlerin. Drachenköpfe speien das Wasser in das obere Becken, acht Köpfe von Fabeltieren von dort in das untere Becken. Der Brunnen ist nach Conrad Wilhelm Hase benannt, der das Alte Rathaus restaurierte und um einen Flügel erweiterte, und wurde 1881 eingeweiht.

Bild 5 - Pathologisches Institut des Nordstadtkrankenhauses:


1891 wurde der Grundstein für das Nordstadtkrankenhaus zwischen der Haltenhoffstraße und An der Strangriede gelegt. Mehrere Pavillons entstanden hier für die Versorgung von Kranken im städtischen Krankenhaus. Zu den Bauten gehörte auch das Pathologische Institut, das auf dem Suchbild zu sehen ist.

Bild 6 - Ehemalige Landesfrauenklinik in der Nordstadt:


Im Gebäude aus dem Jahr 1903 sind im Laufe der Jahre etliche Hannoveraner geboren worden. 2015 wurde die Geburtshilfe geschlossen. Nun sollen in dem unter Denkmalschutz stehenden Komplex exclusive Wohnungen entstehen.

Bild 7 - Blaues Wunder am Pariser Platz in Linden:

Einmal im Jahr wird in Linden das "Blaue Wunder" gefeiert. Es erinnert an die blau blühenden Scilla, die in jedem Frühjahr unzählige Besucher auf den Bergfriedhof am Lindener Berg locken. Gefeiert wird rund um den Lindener Marktplatz und die angrenzenden Straßen. Das Stadtteilfest ist über die Grenzen Lindens hinaus bekannt und beliebt.

Bild 8 - Ritterburg des Bankiers Simon:

Am Randes des Georgengartens liegt an der Nienburger Straße das ehemalige Ausflugslokal "Parkhaus". Der Bankier Alexander Moritz Simon erwarb Ende des 19. Jahrhunderts das Lokal und ließ es Mitte der 1890er Jahre abreißen und neu errichten. Hinter dem Parkhaus hatte Simon einen Park mit einer Ritterburg anlegen lassen. Heute dient die Burg als Wohnhaus, in dem das historische Gebäude auf moderne Architektur trifft.

Bild 9 - Ida Arenhold am Friederikenstift:

Auf der Mauer des Friederikenstiftes an der Calenberger Straße ist das Portrait einer Frau zu finden. Zu sehen ist hier Ida Arenhold - durch ihre Initiative wurde 1840 der Frauenverein für Armen- und Krankenpflege gegründet. Zu den Aufgaben des Vereines gehörte neben der ambulanten Krankenpflege auch die Unterstützung bei Heimarbeit, um der Armut in vielen Bevölkerungsschichten entgegenzutreten.

Bild 10 - Ehemaliges Werk der Continental AG in Limmer

Zwischen dem Leineabstiegskanal und dem Stichkanal Hannover Linden befand sich bis 1999 das Werk der Continental AG Limmer. 100 Jahre wurden hier Reifen für die ganze Welt produziert. Heute zeugen nur noch wenige Reste von der Zeit des Industriestandortes. Unter Denkmalschutz steht der inzwischen sanierte Conti-Turm (hier noch vor der Sanierung: https://www.myheimat.de/hannover-ahlem/kultur/quer... ). Der Wasserbehälter soll zum Wahrzeichen der Wasserstadt werden, die hier auf dem ehemaligen Industriegelände entsteht und Wohnraum schaffen soll.


Eine Übersicht zu meinen Suchbildern aus Hannover findet ihr hier:
https://www.myheimat.de/themen/suchbilder-aus-hann...



Bei meinen nächsten Touren durch die Stadt werde ich wieder interessante Bilder für euch mitbringen. Vielen Dank, dass ihr auch in dieser Folge wieder fleißig mitgerätselt habt!
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3 Kommentare
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 15.04.2019 | 23:11  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 16.04.2019 | 09:34  
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Katja W. aus Langenhagen | 16.04.2019 | 11:59  
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