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DRK Hamburg Altona und Mitte: Von der Übung in den Einsatz

Kurze Reaktionszeiten nach der Alarmierung - Wolfgang Konrad (Foto: DRK Kreisverband Hamburg Altona und Mitte e.V.)

Kurzes Wochenende für die Drohnenstaffel

Da lohnte sich das Zusammenpacken der Gerätschaften kaum. Samstagmittag probten vier Leistungsabteilungen der Rettung in Hamburg den Ernstfall im koordinierten Schulterschluss. Übungsszenarien waren das Auffinden und Bergen vermisster Personen im Wasser, in einer verqualmten Umgebung, in einem zerstörten Gebäude und in unübersichtlichem Gelände.

Die Drohnenstaffeln von DRK, DLRG, BRH und Maltesern trafen sich bei regelrechtem Kaiserwetter auf dem Gelände der BRH Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg e.V. und forderten ihre Alarmbereitschaft und das Funktionieren ihrer Systeme heraus. Schwerpunkte bei den Drohnenstaffeln waren dabei die schnelle Aktivierung der Fluggeräte, die Generierung einer Lageübersicht und das Zuspielen der Bildauswertungen an die Einsatzleitungen am Boden.

Das Zusammenspiel dieser Einsatzkräfte ermöglicht eine erhebliche Verkürzung von Rettungseinsätzen in unübersichtlichen Situationen. Oft sind bei der Alarmierung von Rettungskräften die Ortsbeschreibungen ungenau und äußere Umstände erschweren die Lokalisierung betroffener Personen. Das präzise Zusammenspiel von Mensch, Tier und Technik rettet in diesen Fällen Leben.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war die Drohnenstaffel des DRK Kreisverbandes Hamburg Altona und Mitte dann gleich im Ernstfall gefordert. Kurz nach Mitternacht war das Team bis in die frühen Morgenstunden bei der Suche nach einer vermissten Person im Einsatz. Wolfgang Konrad, Leiter der Staffel, kann sich dabei auf die flexiblen Einsatzmöglichkeiten seiner Mannschaft verlassen: „In unserer Drohnenstaffel sind grundsätzlich alle Teilnehmenden als Drohnenpilot und Kameramann ausgebildet. Das ermöglicht uns kurze Reaktionszeiten nach der Alarmierung.“

Über ihre punktuellen Einsätze hinaus sind die Drohnenstaffeln Einheiten des vorbeugenden Katastrophenschutzes. Die Fluggeräte sind in der Lage, zügig ein Gesamtbild umfangreicher Schadenslagen zu liefern und dadurch erst eine verantwortungsvolle Steuerung von Rettungseinsätzen zu ermöglichen. Zielsetzung dabei ist immer, Rettungskräften und Betroffenen auch in Situationen höchster Gefährdung optimale Absicherung zu bieten. Zu diesem Zweck hält der DRK Kreisverband Hamburg Altona und Mitte drei Drohnen unterschiedlicher Größe mit speziell angepasster Sensorik - auch für Indoor-Einsätze - vor.

Der DRK Kreisverband Hamburg Altona und Mitte e.V. blickt auf eine über 150 Jahre lange Geschichte zurück und ist damit weltweit einer der ältesten Rotkreuzverbände. Rund 140 hauptamtliche Mitarbeiter und über 300 ehrenamtliche Helfer engagieren sich in den vielfältigen Einrichtungen und Gruppen. Zu den Angeboten des Kreisverbands gehören unter anderem die Erste-Hilfe-Ausbildung, der Seniorentreff „Haus Ottensen“ und das Zentrum Osdorfer Born – eine wichtige soziale Anlaufstelle im Stadtteil. Darüber hinaus betreibt der Verband über seine Tochtergesellschaft KISO gGmbH mehrere Kindertagesstätten. Der Kreisverband lebt vor allem durch das Engagement seiner freiwilligen Helfer, die unter anderem in der Bereitschaft, im Jugendrotkreuz, im Katastrophenschutz, in der Motorrad- und Rettungshundestaffel, im Rettungs- und Sanitätsdienst, in der Sozialarbeit sowie in der Wasserrettung aktiv sind.

www.drk-altona-mitte.de/start/ehrenamt/ehrenamtliche-dienste-1-1-1/drohnenstaffel.html
WortBild.Kaminski
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