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Neues aus der Berliner SM-Szene

Neues aus der Berliner SM-Szene

aus der Reihe

Neues aus Narrenberge

von

Margaretha Main

Tja, Leute, wie ihr seht, bin ich nicht unterzukriegen. Auch wenn noch so viel Dreck und Häme über mir ausgeschüttet werden, lasse ich mich nicht vom wahren Wege abbringen.
Auf Einladung meiner Freunde bin ich mal wieder gen Narrenberge gestartet, um euch die neusten Neuigkeiten berichten zu können. Diesmal bin ich per E-Bike angereist, das ich mir zuvor ordentlich habe tunen lassen. Im Notfall, also falls mir mal wieder Plutos Horden auf den Fersen seien sollten, kann ich im Schnellgang gute hundertsechzig km/h erreichen, was für ein E-Bike schon ganz schön schnell ist.
Kaum in Narrenberge angekommen, wurde ich auch schon von meinen lieben Freunden, die hier trotz aller Widernisse ausharren, schulterklopfend und fröhlich empfangen.
Zufällig war ein Besucher aus Berlin anwesend und noch zufälliger arbeitet er in einer sehr interessanten Telefonzentrale. Und am aller, aller zufälligsten konnte er ein noch interessanteres Gespräch mit anhören, das er sogleich zum Besten gab.

S Na, hat dir mein Plan gefallen?
M Mein lieber Lieber! Das hat ja vielleicht hingehauen. Das hätte ich nicht gedacht. Das ging ja wirklich leicht.
S Ja, ich bin einfach genial, nicht wahr?
M Kann ich nicht widersprechen. Wie hast du das gemacht?
S Ach, so schwer war das gar nicht. Der deutsche Michel ist einfach satt. Er will nicht mehr denken. Er will gedacht werden. Wie sagte mir weiland ein Ossi? Wir wollen eure Autos. Wir wollen reisen und eure D-Mark. Die Demokratie könnt ihr behalten. Die ist uns viel zu kompliziert.
M Das hat dir ein Ossi gesagt?
S Ja, und nicht nur einer.
M Und weiter.
S Obendrein habe ich mir angekuckt, wie Pluto und die Chinesen das machen. Hier eine kleine Fehlinformation und da eine winzige Lüge und schon funktioniert das. Aber die beste Idee von mir war die mit dem Virus.
Ärzte und Pharmaindustrie haben es ja geschafft, Kranksein attraktiv zu machen. Noch in den Sechzigern und Siebzigern waren die Menschen gern gesund. Das hat sich ja dem Himmel sei Dank im Laufe der Jahre grundsätzlich geändert. Dauerwerbesendungen im Fernsehen, wie z. B. die Schwarzwaldklinik haben dafür gesorgt, dass die Menschen gern krank sind, mit der Menge ihrer Medikamente und ihren OP-Narben angeben. Wer den goldenen Rollator schiebt, ist der King im Ring im Kurpark.
Und da dachte ich mir, gib dem Volke, was es sich wünscht. Gib ihm etwas, an dem es sich festhalten, sich aufrichten kann. Nach Absprache mit einem Virologen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Corona genau das richtige Virus ist, um mal richtig aufzuräumen. Und als Schmankerl gibt es die Maske dazu und schon sind alle glücklich und zufrieden.
Wie überall schwärzen sich die Leute gegenseitig an. Der Neid sorgt für ein gutes Gelingen meiner Kampgane.
M Aber das Virus ist doch schon lange bekannt und völlig harmlos.
S Ja, das weiß ich, aber wenn man es zum Killervirus erklärt und die Leute rund um die Uhr mit Panikmeldungen bombardiert, funktioniert das schon. Du siehst doch, wie gut es geklappt hat.
M Ja, ich staune immer wieder. Hätte ich nie gedacht, dass wir ein ganzes Volk innerhalb weniger Wochen dermaßen in Panik versetzen können.
S Jeder Widerstand wird im Keim erstickt. Alle Medien machen mit. Ich habe durch die Pharmatante erklären lassen, dass die Pharmaindustrie keine Werbung mehr schaltet, wenn die Medien nicht mitspielen. Kannst du dir vorstellen, was dann passiert? Jede dritte Werbung wird von der Pharmaindustrie bezahlt und welcher Zeitungsmacher will darauf schon verzichten?
M Und was haben wir davon?
S Na, kuck dir mal die Umfragewerte an. So viel Zuspruch hatten wir schon lange nicht mehr. Erst ziehen wir die Kandare an und dann lassen wir kurz locker, um kurz darauf wieder anzuziehen. Zuckerbrot und Peitsche und alle sind glücklich. Einige schreien sogar nach einer Ausgangssperre. Die glauben wirklich, dass das alles so richtig ist, was wir vorschreiben.
M Hauptsache das Volk wacht nicht eines Tages auf und der ganze Kram fliegt uns um die Ohren.
S Nein, so schnell geht das nicht. Große Teile der Bevölkerung sind inzwischen von er Giftigkeit des Virus überzeugt.
M Dabei gehen viele Kleinunternehmer den Bach runter und nur die Großen bleiben übrig und deren Verluste gleichen wir mit dem Rettungsschirm aus. Hast du neulich bei der Dampferfahrt auch so ´ne schöne goldene Uhr bekommen, wie ich?
S Ja, da hat sich die Pharmatante richtig was Schönes ausgedacht. Na ja, das spielen die mit den Impfstoffen in ein paar Tagen wir ein. Man muss eben nur die richtigen Freunde an den noch richtigeren Stellen haben.
M Ich denke, das mit dem Rettungsschirm geht klar. Ich habe in Brüssel ein schönes Sümmchen lockergemacht. Das geht dann so wie mit den Banken vor ein paar Jahren. Wir konnten alle Verluste ausgleichen. Die meisten Leute haben nicht kapiert, dass es ihre Steuergelder waren, mit denen wir die Löcher gestopft haben.
S Das stimmt. Wir sind einfach gut.
M Und mit den Schimpfwörtern, ganz ehrlich, das finde ich auch genial.
S Ja, Corona-Leugner, Impfgegner und Verschwörungstheoretiker sind schon wirklich gute Wörter. Kuck dir mal die Nachrichten an. Hunderte sind auf den Zug aufgesprungen und verteilen diese Schelte für uns. Wir müssen gar nicht mehr eingreifen.
M Und wie kommst du auf die immensen Todeszahlen?
S Ganz einfach. Ich zähle nur die Toten, die sowieso und immer gestorben sind. Früher sind die an Krebs oder Herzinfarkt krepiert, heute eben an Corona. Und du siehst, alle anderen Länder spielen mit. So einfach kann das Regieren sein. Man erfindet eine Pandemie. Die WHO spielt sowieso mit, weil die von der Pharmaindustrie gesponsort wird. Man versetzt die Leute in Angst und Schrecken und schon kann man die Notstandsgesetze aus dem Hut zaubern.
M Dann ist also am Corona-Virus noch keiner gestorben?
S Nein, nicht einer. Aber erzähl das nicht weiter.
M Nein, ich halte meine Klappe.
S Okay! Ich muss jetzt schlussmachen.
M Okay! Dann bis später und grüß mir deine Münchner Schickeria.
S Mach ich, danke.

Ich denke, ich muss diesem höchst interessanten Gespräch nichts hinzufügen. Jeder möge seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Viele Grüße sendet Euch
Margaretha Main

Buchtipp:
Margaretha Main
Die Angst geht um in Narrenberge

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