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Großes Budo-Event in der Germeringer Kirchenschule

Judowurf
 
Iaido, die Kunst, das Schwert zu ziehen
Etwa dreihundert Personen hatten sich am Samstag trotz schönen Wetters in der Mehrzweckhalle der Germeringer Kirchenschule eingefunden, um sich die Vorführungen der einzelnen SCUG-Budoabteilungen anzuschauen.
Gleich zu Beginn seiner Eröffnungsrede hatte Lutz Meier-Staude den langjährigen Präsidenten Hansjoachim Reder und dessen Vizepräsident Herbert Böck wegen der guten Zusammenarbeit im Namen der Budoabteilungen mit zwei riesigen Orchideen geehrt. Diese gute Zusammenarbeit, so der Sprecher, zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass die Mitgliederzahl des SCUG während der Dienstzeit dieser beiden Herren von ca 1100 auf ca 1700 Mitglieder gestiegen sei.
Dann ging es los, in der wunderschön, mit Tujen der Gärtnerei Dischinger geschmückten Halle. Es ging darum, der Öffentlichkeit das vielfältige Angebot der Budosportarten zu demonstrieren, die im SCUG heute angeboten werden; denn heute zählt der SCUG mit seinen ca 700 Budosportlern zu den größten Anbietern dieser Sportarten in Bayern.
Zunächst stand eine Iai-Do-Demonstration auf dem Plan. Iai-Do, die Kunst, wie der Samurai sein Schwert am wirkungsvollsten zieht, wurde in absoluter Stille von der Vortragenden mit fließenden Bewegungen eindrucksvoll vorgetragen.
Gefolgt wurde diese Darbietung von Demonstrationen der Karate-Abteilung von Karatekas in den verschiedenen Rangstufen, vom Schüler bis zum Meister. Besonders präzise und ausgefeilt waren dabei die Katas von Trainer Christian Kirsch und seinem Schüler Ludwig Esser
Nun kam Jo-Do an die Reihe, eine Kunstfertigkeit, die zeigt, wie man sich mit einem einfachen Stock gegen ein scharfes Samuraischwert wehren konnte, eine Kunst, die zu erlernen auch heute noch sehr viel Spaß und körperliche Fitness bringt.
Vor der Pause waren dann die Judokinder unter der Leitung von Mike Jäger in den verschiedenen Altersstufen dran. Zunächst die Vorschulkinder, die gerade spielerisch ihre ersten Wurftechniken lernen, bis hin zu den fortgeschrittenen Kyugraden, die besonders durch das Vortragen einer guten Fallschule auffielen.
Im Anschluß daran trugen Mike Jäger und Corinna Quaas Judowurftechniken und Kontertechniken in Zeitlupe und realer Bewegungsfolge vor. Dabei waren die Techniken in Zeitlupe besonders schwierig, weil hier nicht der Schwung der Wurftechnik genutzt werden konnte.
Danach folgte eine Judo Kata von Lutz Meier-Staude und Roland Hielscher, die in ihrer getragenen Vortragsweise, mit japanischer Musik untermalt, fast meditativ wirkte. Hier kam es nicht auf die Schnelligkeit der Ausführungen an, sondern auf Konzentration, Präzision und das schonende sanfte Abrollen nach der Technik.

Während der nun folgenden Pause konnten sich die Besucher an den Infoständen der Budoabteilungen informieren und beraten lassen. Außerdem gab es an einem Stand alte Samuraischwerter und Messer zu bewundern, von denen einige schon über 300 Jahre alt waren. Außerdem war ein Stand für bioenergetische Massage, die sich an die asiatische Medizin anlehnt, aufgebaut.

Nach der Pause kam Rolf Schmidt, Karatetrainer und Tae-Bo-Instructor mit seiner Tae-Bo-Gruppe auf die Matte, die zu fetziger Musik so rasante Budobewegungen zeigten, dass man schon beim zuschauen zu schwitzen anfing.

Durch das Programm der sich anschließenden Aikidovorführung führte Dr. Emmo v. Tresckow. Die zusätzlich in schwarze Hakamas gekleideten Aikidoka zeigten mit ihren feinabgestimmten runden Kreisbewegungen, durch die der Angreifer aus dem Gleichgewicht gebracht und zu Boden fällt, professionelles Aikido. Danach führten die modernen Schwertkämpfer mit routinierten Zweikampfszenen weiter durchs Programm.

Der letzte Punkt auf dem Programm war Ju-Jutsu. Dieter Mayer, der als Träger des 7.Dan der höchstrangige Danträger der Veranstaltung war, führte durchs Programm.
Zunächst zeigte Heinz Nitsche mit Kindern sehr interessante und einfallsreiche Ausschnitte aus einem Kindertraining für Anfänger. Danach zeigten JuJutsuka in den ansteigenden Rangstufen immer schwierigere Techniken.
Besondere Aufmerksamkeit zollte das Publikum den beiden Ju-Jutsu-Duo-Akteuren Andrea Meyer und Frank Spichalla., oder den sich zoffenden Zicken Kristina Kissel und Verena Streun, die ganz zivil gekleidet mit Ju-Jutsu-Techniken übereinander herfielen.

Der SCUG konnte mit dieser gelungenen Veranstaltung eindrucksvoll dem interessierten Publikum sein großes Angebot an Budosportarten präsentieren.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin germeringer | Erschienen am 17.05.2010
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