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Schwer erkämpfter 26:20 (13:12) Erfolg gegen den Aufsteiger aus Dansenberg

Trotz gegnerischer Bedrängnis kann sich Julian Prause am Kreis durchsetzen
 
Korbinian Lex, nicht nur Herr der Abwehr, sondern in dieser Szene auch der Lüfte
- TuS-Panther drehen das Spiel in den letzten zehn Minuten -

Die Wittelsbacher Halle hat in all ihren Jahren ganz sicher schon sehr viel mehr technisch versiertere Spiele gesehen, als das was beide Mannschaften am Samstag boten, die zwar technisch besser, aber wesentlich langweiliger waren. Außen den technischen Finessen hatte das Spiel alles zu bieten, was die Faszination Handball so ausmacht. Spannung, Emotionen und Stimmung über die gesamte Spielzeit. Gerade an der Stimmung in der Halle hatten die zahlreich angereisten Gäste aus der Pfalz ihren Anteil, da ihr Team bis zur 50.Minute an einer sehr großen Überraschung schnupperte und am Ende doch nur die lobenden Worte ihres Trainers für die kämpferische Einstellung und Leistung seines Teams übrigblieben.
Trainer Martin Wild stellte sein Team bestens auf die Gäste ein und bat um Geduld und Konzentration in der Abwehr, da er mit langen Angriffen der Gäste rechnete und wies auch darauf hin, dass sie im Hinspiel über den Kreis elf Gegentore hinnehmen mussten. Den Kreis hatten sie im Griff und auch an der Abwehr gab es eigentlich wenig auszusetzen, wenn man von den kleinen Unzulänglichkeiten absieht, dass abprallende Bälle doch wieder beim Gegner landeten und über die einlaufenden Außen doch das eine und andere Tor über den Kreis erzielt werden konnte.
Es lag ein wenig mehr am Angriff, in dem auf der rechten Seite verletzungsbedingt Alexander Leindl fehlte und mit drei Rechtshändern agiert werden musste. Dazu kam, dass die Abwehr der Gäste, die im Vorfeld als „Strafbankkönige“ der Liga beschrieben wurden, mit ihrer robusten Art, die in der ersten Halbzeit schon fünf Zeitstrafen nach sich zog, unserem Angriff etwas den Schneid abkaufte. Da die Überzahlsituationen nicht richtig genutzt werden konnten, verlief die erste Halbzeit mit wechselnden Führungen absolut ausgeglichen, so dass wir nur mit dem 13:12 in die Halbzeitpause gehen konnten.
Von Trainer Martin Wild wurde wie immer ruhig und sachlich angesprochen, was nach seiner Meinung nicht passte und was besser, vor allem konzentrierter, gemacht werden sollte. Seiner Abwehr stellte er die Aufgabe, in der zweiten Halbzeit weniger Gegentore zuzulassen. Das gelang mit acht Gegentoren überzeugend und trotzdem hatte man bis Mitte der zweiten Halbzeit manchmal so das Gefühl, das kann heute ein enttäuschender Abend werden. Nach dem Ausgleich der Gäste gelang Maximilian Lentner mit dem 14:13 nochmals die Führung, ehe die rund 600 TuS-Fans eine zehnminütige „Torpause“ zu verkraften hatten und mit anhören mussten, wie der 04er-Anhang die Tore seiner Mannschaft bejubelte. Maximilian war auch der Torschütze zum 15:17 in der 42. Minute, dem die Gäste das 15:18 folgen ließen. Zwei Tore in 15 Minuten deuteten wahrlich nicht darauf hin, dass uns in der restlichen Zeit noch elf Tore gelingen sollten. Die sehr gute Stimmung in der Halle steigerte sich, als auch noch die Schiedsrichter mit einigen nicht ganz nachvollziehbaren Entscheidungen ihren Teil dazu beitrugen. Davon ließ sich unser Team nicht anstecken, glaubte nach wie vor an ihre Chance und sog auch die Unterstützung der eigenen Fans auf. Die steigerte sich nochmals, als uns innerhalb von vier Minuten drei Tore zum 19:19 Ausgleich gelangen. Vorangegangen waren zwei überragende Paraden von Michael Luderschmid und der Traumpass von Tizian Maier an den einlaufenden Matthias Hild, der nicht nur das 19:19 erzielte, sondern dem auch die letzten zehn Minuten gehörten. Während wir die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, denen auch Martin Wild in der 40. Minute zum Opfer fiel, danach weitgehend ruhiger hinnahmen, sahen sich die Gäste um den Erfolg ihres Einsatzes gebracht und mussten in den letzten zehn Minuten noch sechs Minuten als Zeitstrafe hinnehmen, die gegen die Bank ausgesprochen wurden. Nach dem 20:19 Führungstreffer durch Yannick Engelmann in der 52. Minute ließ sich unser Team nicht mehr von der Siegerstraße abbringen und baute den Vorsprung bis zum 25:19 kontinuierlich aus, ehe den Gästen nach zehn Minuten der Treffer zum 25:20 gelang. Den Schlusstreffer erzielte Matthias Hild, der sich in der Abwehr schon auszeichnen konnte und in den letzten zehn Minuten zeigte, dass er auch im Angriff in eine gute Rolle schlüpfen kann.
Mit diesem schwer erkämpften Erfolg haben wir uns in der oberen Tabellenhälfte zunächst mal festgesetzt, was aber in Anbetracht der Ausgeglichenheit der Liga schnell anders werden kann. Martin Wild hat es vor dem Spiel auf den Punkt gebracht. Es sind noch dreizehn Spiele, jetzt noch 12, in denen jetzt noch 24 Punkte zu vergeben sind, so dass sich nach oben und unten noch viel bewegen kann.
Mal schauen, wie es nächsten Samstag beim TV Neuhausen läuft, gegen den wir in der Vorrunde eine Niederlage hinnehmen mussten. Auch wenn der TV in der Tabelle einige Plätze hinter uns rangierte, sollte das Spiel gegen Dansenberg Warnung genug sein, die hinter uns platzierten Mannschaften auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal es sich auch noch um ein Auswärtsspiel handelt, in dem die sehr große Unterstützung der eigenen Fans fehlt.


Für den TuS spielten:
Tor: Michael Luderschmid, Lucas Kröger,
Philip Ball, Matthias Hild (4), Christian Haller, Korbinian Lex (2), Maximilian Lentner (2), Felix Kerst (1), Yannick Engelmann (3), Toni Dundovic (1), Johannes Stumpf (8/2), Julian Prause (3), Tizian Maier (1), Tobias Prestele (1)
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