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Heiner Link: Der Schriftsteller in Eichenau; Eichenau in der Literatur

Biergarten im Gasthof zur Post
Eichenau ist reich an Literaturschaffenden, allerdings kommen die meisten aus der Wissenschaft und treten selten in das Bewußtsein der Öffentlichkeit.

Es gibt auch mehrere kleine Verlage. http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/kultur/ve...

Eichenaus erste Erwähnung in der Literatur war durch den Münchner Schriftsteller Hans Brandenburg, der 1930 bei seinen Lebensbeschreibungen aus dem Dachauer Moor Eichenau ausführlich würdigte. Er verbrachte viel Zeit im heutigen "Seeligerhaus" bei bei den Damen der ersten Eichenauer Künstlerkolonie.

Von den jüngeren Schriftstellern ist der 2003 früh verstorbene Heiner Link bekannt geworden.

Kurz vor seinem Unfalltod mit dem Motorrad ( 2002 - 42 jährig) kam Heiner Link zu mir an das Gymnasium Gröbenzell und berichtete im Grundkurs „Kreatives Schreiben“ über seine Arbeit.

Seine Freunde und er haben der 1913 gegründeten Traditionswirtschaft an der Roggensteiner Allee – damals „Zur Kolonie“ – heute „Zur Post“ – ein literarisches Denkmal gesetzt. Das Ehepaar Riedl ( Berta Riedl, geb Schliefer) betreibt die Wirtschaft trotz ihres hohen Alters noch selbständig. ( Im Gemeindeblog wurde berichtete)

In seinem Nachwort zu dem Roman „Frl Ursula“ schreibt Norbert Niemann über den Eichenauer Schriftsteller Heiner Link: „Ich weiß noch gut, wie wir am Morgen nach einem Sommerfest im ehemaligen Dorf und jetzigen Vorort Eichenau, wo Heiners Doppelhaushälfte steht, einen Biergarten besuchten. Die alte Wirtin kannte ihn noch aus seiner Kinderzeit, als er mit dem Vater Bier und Fruchtsäfte aus dem großväterlichen Betrieb ausgefahren hatte. Die Sonne schien. Wir blieben den ganzen Tag unter den Kastanien. Diesen Sonntag habe ich als den schönsten gemeinsam verbrachten Tag in Erinnerung. Ob das Gelände inzwischen wie angekündigt planiert ist, weiß ich nicht. ....Vielleicht, daß man sich an sein kleines Werk in zwanzig, fünfzig, hundert Jahren noch einmal erinnern wird, als Beispiel für einen äußerst vitalen, ungemein sympathischen literarischen Umgang mit Lebensumständen, die dann längst unvorstellbar geworden sind und mit einem ungläubigen Kopfschütteln quittiert werden. Vorausgesetzt, daß es dann noch eine Literatur gibt, besser gesagt, Leute, die sie lesen.“

Norbert Niemann, im Herbst 2002 (erschienen als Nachwort zu Heiner Link "Frl. Ursula", Roman, Rowohlt 2003) ( http://www.norbert-niemann.de/texte/link.htm)

Günther Schäftlein berichtete am 1.7.2004 im Kreisboten (S.7) über die Ausstellung im FFB Stadtmuseum zu den Literaten im Landkreis.

Aus Eichenau wurden da Heiner Link und Herbert Riehl-Heyse vorgestellt. Er schreibt zu Link:

" der bekennende Doppelhausbewohner, der gegen den eingefahrenen Kulturbetrieb Sprachwitz entwickelte und von der "Internetgemütlichkeit des globalen Dorfwirtshauses" sprach, fühlte sich im Landkreis zu Hause." Schon seine Großeltern hatten die Traditionswirtschaft Zur Post mit Faßbrause beliefert.
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