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Der Künstler Guido Zingerl und Eichenau

EIchenauer Friedenserklärung
Guido Zingerl hat gute Verbindungen nach Eichenau, schließlich hängt tatsächlich eines seiner Bilder im öffentlichen Raum und ist nicht mit der Wahl eines CSU Bürgermeisters im Depot verschwunden wie in Fürstenfeldbruck. Wegen seiner sozialkritischen Bilder ist der Kunstpreisträger des Landkreises FFB bei der Schwarzen nicht hoch im Kurs.

Das Ehepaar Zingerl kommt regelmäßig zu den Konzerten nach Eichenau und Werke von Zingerl hängen in mehreren Eichenauer Haushalten.
Die Eichenauer Kulturmanagerin Barbara Thierfelder wurde vom SZ Fotografen Ortwin Scheider dabei fotografiert, wie Guido Zingerl das von ihr angeregte Bild zur Eichenauer Ortsgeschichte übergab.
Zingerl hat neben dem Symbol der Eichenauer Freidensinitiative EFI das Ehepaar Haigl in ihrem kleinen Garten in der Rosenstraße gemalt. Im Hintergrund ist das KZ Dachau zu sehen. Als Entschädigung für die Qualen in Dachau hatte Gärtnermeister Haigl einen kleinen Geldbetrag bekommen und das Grundstück in Eichenau erwerben können. Heute sind dort schmucke Doppelhäuser, deren Besitzer vielleicht gar nichts von der Geschichte ihres Grundstücks wissen.
Nachdem der Gemeinderat Eichenau die Antrag der Eichenauer Friedensinitiative, das Werk anzhukaufen abgelehnt hatte, konnte es durch durch Spenden erworben werden und die Gemeinde nahm es als Geschenk an. Es wird im VHS-Haus in der Hauptstaße 37 gezeigt.

Hier werden in den Bildern einige der in Eichenau vorhandenen Werke von Zingerl dokumentiert.
Da Bild "Eichenauer Friedenserklärung" stellte am 29.7.1989 Ina Kuegler
in der SZ vor. Sie schrieb dazu:" Michl Heigl- ein Anti-Held, dem Zingerl mit seinem Bild ein Denkmal gesetzt hat,das mit der Tradition üblicher Heldendenkmäler bricht..." Heigl war 1936 als junger Gärtner nach Prag gefahren, um sich für den Kampf im SpanischenBürgerkrieg gegen Franco zu melden. Er fand jedoch die Meldestelle nicht und kehrte mit dem letzten Zug nach Hause zurück. Nach wenigen Stunden Schlaf holte ihn schon die Politische Polizei (Gestapo) ab und brachte ihn nach Bruck ins Gefängnis und nach 2 Woche nach Dachau in das KZ. Er sitzt dort mit anderen "Spanienkämpfern", obwohl er nie in Spanien war, wird so mißhandelt, dass er 6 Monate seine Hände nicht gebrauchen kann. 2 Jahre, 3 Monate und 8 tage war in Dachau. Nach der Befreiung bekam er eine kleine Entschädigung,von der er sich 2000 Quadratmeter Garten an der Rosenstraße kaufen konnte. Heute sind dort schmucke Doppelhäuser. Das Werk von Zingerls entstand als Geburtstagsgeschenk der Eichenauer Friedensinitiative EFI zum 7. Geburtstag.


Alles über Eichenau unter: http://www.myheimat.de/bayern/eichenau/
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