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Infoveranstaltung des Netzwerk gegen A4 vom 24.09.2009

Am 24.09.2009 fand in der Ederberglandhalle in Frankenberg eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema A4-Bundesfernstraße statt.
Thema war die Argumentation der Befürworter, der Gegner, sowie Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens anhand von Beispielrechnungen.

Eingeladen waren auch die beiden Bürgermeisterkandidaten, von denen jeder ein kurzes Statement abgeben sollte.

Den beiden einladenden Verbände NABU und BUND war entgangen, dass Bürgermeister Engelhard an diesem Abend eine eigene Veranstaltung hatte.

Wulf Hahn, Verkehrsexperte des NABU referierte zunächst über das Kosten/Nutzen-Verhältnis.
Dabei wurde deutlich, dass bei höher ausfallenden Kosten, als zunächst angenommen, die Bauwürdigkeit nicht mehr gegeben wäre.

Anschließend gab Frank Schütz vom BUND mit einer Präsentation, einen Überblick über die Argumente welche von beiden Seiten vorgebracht werden.
Anhand von Beispielen und Statistiken wurde erläutert, dass keine Zusammenhänge zwischen Autobahnnähe und Arbeitslosenquote hergeleitet werden können.
Dabei wurde die Forderung der Naturschützer auch den "negativen" Nutzen, der für die landwirtschaftlichen Betriebe entlang einer Trasse durch Flächeninanspruchnahme entstehen würde, zu berücksichtigen. Der Landwirtschaft würden Einnahmeverlusten von 5,3 Mio. € jährlich drohen.

Der Geschäftsführer der Firma Hettich, Uwe Kleemann ,der sich zwei Tage zuvor durch einen Leserbrief zum Thema A4 zu Wort gemeldet hatte, erklärte sich auf Anfrage kurzfristig bereit, seine Sicht der Dinge zu erläuternHerr Kleemann, erläuterte, warum sein Betrieb eine bessere Verkehrsanbindung benötige.
Als Mitglied des Arbeitskreises für Wirtschaft und Kommunalfragen, erklärte er sich für sachliche und zielsuchende Gespräche mit A4-Gegnern bereit.
Dies wurde von den Anwesenden begrüßt.

Herr Hansen regte an, Verbesserungen an vorhandenen Straßen, wie etwa die Anlage von wechselseitigen Überholspuren und Ortsumgehungen anzustreben. Dies wäre mittelfristig zu realisieren und brächte mehr als eine fragliche Fernstraße in 30 Jahren.

Wulf Hahn und der Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl stimmten dieser Einschätzung zu und betonten, dass es durch die A4-Planung und die damit verbundene Bindung von Personal bei den Straßenbauämtern zu weiteren Verzögerungen bei solchen Planungen kommen würde.

Der, an diesem Abend zustande gekommene sachliche Meinungsaustausch, wurde von allen Beteiligten als Chance für einen Dialog beider Seiten gewertet.

Frank Schütz
BUND-KV Waldeck-Frankenberg
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