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Taubenschwänzchen wieder da

Vor wenigen Tagen kamen die ersten Wanderfalter aus Südeuropa in Waldeck-Frankenberg an. Die seltenen Falter erinnern mit ihrem Schwirrflug vor Blüten an einen Kolibri. Das Taubenschwänzchen ist ein Wanderfalter, der jährlich aus Südeuropa nordwärts aufbricht und es bei günstiger Witterung bis nach Skandinavien schafft. Namensgebend ist der breite, an den Seiten schwarz-weiß gezeichnete Hinterleib, der wie ein Schwanz aussieht. Er besteht aus verlängerten Schuppen, mit denen der Falter im Flug steuert. Die Vorderflügel sind unscheinbar braun gefärbt, die Hinterflügel sind gelb bis orange.
Taubenschwänzchen gehören zur Familie der Schwärmer, die überwiegend nachtaktiv sind. Das Taubenschwänzchen ist jedoch meist am Nachmittag in seinem typischen Schwirrflug vor Balkenpflanzen, Natternkopf oder Geißblatt zu beobachten. Nicht mit einem Schnabel wie der Kolibri, sondern mit dem ausgerollten Rüssel taucht der Schmetterling zügig in die Blütenkelche, um an den Nektar zu gelangen. Taubenschwänzchen sind pfeilschnelle Flieger und schafften bis zu 150 Blütenbesuche pro Minute.
Während im warmen Sommer 2003 die ersten Taubenschwänzchen bereits im Juni Nordhessen in großer Zahl erreichten, beobachtete Hannover in den vergangenen Jahren jeweils nur einzelne Falter. In diesem Jahr entdeckte er die ersten Taubenschwänzchen Mitte August. Vor wenigen Tagen wurden weitere in Berghofen und Frankenberg entdeckt.
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Wolfgang H. aus Gladenbach | 03.09.2009 | 11:32  
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