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Naturschutzbund beklagt dramatisches Vogel- und Insektensterben als Folge einer verfehlten Agrarpolitik

Zu den größten Verlierern gehören die Stare. Deren Population ist um 2,6 Millionen Brutpaare geschrumpft. Der Naturschutzbund Deutschland hat die pfiffigen Geräuschimitatoren zu Vögeln des Jahres gekürt – um auf den Artenschwund aufmerksam zu machen. (Foto: Pixabay)
Viele unserer heimischen Singvögel zwitschern auf dem absteigenden Ast. In den vergangenen zwölf Jahren ist die Population der Gefiederten um 12,7 Millionen Brutpaare geschrumpft, was einem Rückgang um 15 Prozent entspricht. Verantwortlich für den massenhaften Exodus, dessen Ende noch nicht absehbar ist, sind nach Ansicht von Natur- und Umweltschützern vor allem die industrielle Agrarwirtschaft und ihre Dealer. Deren Vertreter sind nicht gut zu Vögeln. Deshalb fordern Öko-Verbände eine radikale Umkehr bei der Landwirtschaftsförderung.
Es gibt immer weniger artenreiche Wiesen-, Weiden- und Brachflächen, weil sie ausgedehnten monokulturell bewirtschafteten Zonen, beispielsweise solchen für den Anbau von Energiepflanzen wie Mais- oder Raps, weichen müssen. Dadurch reduziert sich nicht nur der Lebensraum der Piepmätze, sondern auch der der Insekten, einer ihrer Hauptnahrungsquellen. Aber das ist ja noch nicht alles. Insekten, bei denen das Sterben noch dramatischer Ausmaße angenommen hat, sind auch unersetzlich für ein Funktionieren der menschlichen Nahrungskette. Weil eben 75 Prozent unserer Nutzpflanzen auf eine Bestäubung durcheben solche angewiesen sind.
Was Tier und Mensch noch mehr zu schaffen macht, ist der ungebremste Einsatz toxischer Chemikalien aus den Giftküchen von BASF, Bayer, Monsanto und Co. Daran krepieren Millionen Lebewesen. Der „stumme Frühling“, den die US-Biologin Rachel Carson bereits 1962 in ihrem gleichnamigen Buch vorhergesagt hatte, scheint deshalb nicht mehr weit. Auch unsere Nahrungsmittel sind zunehmend belastet oder verseucht. Der US-amerikanische Agrar-Multi Monsanto verharmlost sein bei den Landwirten so beliebtes Unkrautvertilgungsmittel „Roundup“ bis heute, obwohl seriöse Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass das darin enthaltene Glyphosphat Krebs auslösend ist. Dutzende Klagen Geschädigter sind anhängig. Die EU entscheidet demnächst über eine weitere um zehn Jahre zu verlängernde Marktzulassung dieses Teufelszeugs. Mehr zum Thema: http://www.rotorman.de/vogelsterben-piepmaetze-mue...
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3 Kommentare
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 23.10.2017 | 09:25  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.10.2017 | 03:37  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 27.10.2017 | 22:34  
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