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Ihren illu-mativen Weihnachtsspaß lassen sich die Deutschen 250 Millionen EUR kosten

Vom Elch geknutscht oder vom Rentier getreten: Ein blinkendes Schlittengespann mit 2800 Lämpchen zieht in fünf Wochen in etwa genau so viel Strom wie ein LCD/LED-Großbild-Fernseher (102 cm) im einjährigen Dauerbetrieb. (Foto: Thomas Max Müller/Pixelio.de)
Die privaten Lichtfestspiele 2016 sind eröffnet. Es leuchtet und blinkt, funkelt und flimmert. Die Weihnachtszeit ist für viele vor allem ein illu-mativer Spaß. Und der hat mitunter Wettbewerbscharakter. Es geht nicht darum, wer den Größten hat, sondern wer die meiste Leuchtpower in Stellung bringt. Das ist die hohe Zeit der Blender. In manchen Wohngegenden kann man nach Einbruch der Dunkelheit nur noch mit einer Sonnenbrille überleben. Da wird die Nacht zum Tage.
Ihren christfestlichen Lichterzauber lassen sich die Deutschen Privathaushalte 250 Millionen Euro zusätzlich kosten. Und das sind nur die Kosten für Energie. Die für die Hardware kommen ja noch oben drauf. 750 Millionen Kilowattstunden dürften die Lichterketten, Sterne, Rentierschlitten und Leucht-Fassaden in diesem Jahr fressen. Das entspricht dem Jahresverbrauch einer Stadt mit 250.000 Einwohnern. Dagegen war der Stern von Bethlehem eine trübe Funzel.
Wenn man die zusätzlichen Stromkosten auf die Gesamtbevölkerung umlegt, relativiert sich das Ganze allerdings etwas. Dann zahlt jeder Deutsche 2,67 EUR für die helle Freude. Unsere amerikanischen Freunde sind in dieser Hinsicht, wie auf vielen anderen Gebieten auch, wesentlich maßloser. Was die Yankees an Elektrizität für ihre Weihnachtsbeleuchtung verblasen (6,56 Milliarden kw/h), stellt den Jahresbedarf von Entwicklungsländern wie El Salvador (5,4 Milliarden kw/h), Äthiopien (5,3), Tansania (4,81) oder Kambodscha (3,1) locker in den Schatten. Es werde Licht! Mehr zum Thema:
http://www.rotorman.de/illu-mativer-wettbewerb-wei...
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Romi Romberg aus Berlin | 02.12.2016 | 21:04  
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