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Glückskeks-Texter, „Cash Relation Officer“ und Lümmeltüten-Controller mit gleitender Arbeitszeit

Ein paar Gläschen Báijiǔ, Maotai oder Xifeng, und die Weisheiten plätschern förmlich aus der Feder der Autoren. Glückskeks-Texter müsste man sein.
Wenn sich der "Executive Assistant of Cross Functional Monitoring" während des zwanglosen IHK-Stehempfangs in der Nobel-Lounge des Four Season mit dem “Central Deputy of Synergy Corporate Finance” über adäquate Debugging-Strategien zur Optimierung stringenter Konzepte oder auch ergonomische Flowmethoden als Top Requirements äquivalenter Parallelität unterhält, hat man dem als einfacher, von mentaler Insuffizienz gebeutelter Bub vom Dorf kaum etwas entgegen zu setzen. Den Jungs wären selbst die Schlaumeier beim heiteren Berufe-Raten mit Robert Lembke damals nicht auf die Schliche gekommen und hätten den Telefonjoker bemühen müssen. Aber man kann diese geschniegelten und hypen Head of’s und Fuck-offs mit ihren eigenen Waffen schlagen. Durch einen Griff in den Phraseologie-Baukasten. Und sich beispielsweise als "Dynamic Associate for Foreign Interaction" oder als "National Developer of Visionary Ligitation and Fraud" zu erkennen geben. Keine Ahnung , was das ist. Klingt aber cool.
Da macht der als „Cash Relation Officer“ getarnte Sparkassenangestellte dann keinen Stich mehr. Und wer sich statt als Maler und Lackierer als Experte für Farbverteilungstechnik ausweist oder als Hochflächen-Design-Ingenieur (Dachdecker) sein täglich Brot verdient, sammelt in diesem erlauchten Kreis ebenfalls jede Menge Achtungspunkte. Dabei gibt es jenseits dieser traditionellen Berufsfelder noch jede Menge weitere spannende Professionen.
Der ewige Hauptfeldwebel geht dann schon mal als „Fachkraft für Internationales Krisenmanagement durch“, während der Fensterputzer als „Vision Clearance Engineer“ firmiert. Und „Foot Health Gain Faciliator“ klingt doch auch wesentlich besser als Fußpfleger. Und dann wäre da noch der gewerkschaftlich in der IG „Präser“ organisierte „Condom Quality Controller“, der die Lümmeltüten bei gleitender Arbeitszeit auf Dichtigkeit, Reißfestigkeit und Dehnfähigkeit hin überprüft. Gut, das tut er jetzt nicht eigenhändig und -gliedrig. Das würde bei einer Tagesproduktion von 1,2 Millionen Stück auf Dauer selbst den potentesten Mitarbeiter leicht überfordern. Der Härtetest erfolgt maschinell. Weitere interessante Berufe wie den Sonnencreme-Butler, den Unterwasser-Golfballjungen oder den Glückskeks-Texter hier: http://www.rotorman.de/zwischen-head-ofs-und-fuck-...
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