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Die einen sterben, die anderen erben: Mein Verwandter Peter hat mir 2,8 Millionen Dollar in Benin hinterlassen

  • Da blinken die Dollarzeichen in den Augen: So ‚ne überraschende Erbschaft ist ‚ne feine Sache!
  • hochgeladen von Jürgen Heimann

Sag‘ ich doch: Glück hat auf die Dauer eben nur der Tüchtige. Meine Glückssträhne reißt einfach nicht ab! Nach dem Gewinn von fast einer Million Euro im spanischen Online-Lotto (http://www.rotorman.de/dona-susana-eine-kreuzfahrt...), auf deren Überweisung ich allerdings nach wie vor warte, kommt es jetzt noch dicker. Mir steht jetzt auch noch eine fette Erbschaft ins Haus. Und die hat’s in sich. 2,8 Millionen US-Dollar!!! Da kann ich jetzt endlich den Deckel in meiner Stammkneipe begleichen. Also den größten Teil davon… Und wie lautete doch gleich das alte schlesische Sprichwort? „Eine halbe Stunde gut erben ist besser als fünf Jahre arbeiten!“ Sehe ich auch so. Auch wenn der Schriftsteller und Schauspieler Erich Emil Claar ((1842 - 1930) meinte: „Lotterie und Erbschaft sind gefährliche Erwerbschaft, Arbeitsfreude wird vergällt, wenn das Glück vom Himmel fällt“. Was heißt hier überhaupt Arbeitsfreude? Die kann sich künftig ohne mich freuen, die Arbeit…
Gut, der plötzliche Geldsegen hat einen leicht tragischen Hintergrund und wird ein klein wenig getrübt durch die Tatsache, dass es einen (entfernten?) Verwandten von mir zerrissen hat. Nebst seiner Familie. Autounfall. Schlimme Sache! Zumindest glaube ich, dass es sich um eine schlimme Sache und einen direkten Verwandten handelt. Und das glaubt auch die Nachlassverwalterin. Eine Anwältin aus Benin. Gracia Noutais -Holo.
Ja, und diese wackere Juristin hat sich jetzt mit mir in Verbindung gesetzt, um mir zunächst das ganze Ausmaß dieser entsetzlichen und immerhin schon fast fünf Jahre zurückliegenden Tragödie möglichst schonend beizubringen. Per email. Diese Leute sind ja von Hause aus psychologisch geschult und verfügen über ein hohes Maß an Pietät-gestützter Feinfühligkeit. Das merkt man auch sofort an ihrem Duktus. Damit die zarten Seelen der trauernden, mit einer derart schockierenden Hiobsbotschaft konfrontierten Angehörigen keinen Schaden nehmen. Da muss man/frau eben ganz behutsam vorgehen. Die einen sterben, die anderen erben. C'est la vie!
Mrs. Noutais-Holo hat auch noch ganz andere Qualitäten. Es war bestimmt nicht ganz einfach, mich in dem Heer von Menschen, die den gleichen/selben Namen tragen wie ich, ausfindig zu machen. Zugegeben: Der Nachname Meier oder Müller ist da noch verbreiteter, aber allein in den deutschsprachigen Telefon- und Adressbüchern tauchen die krummbeinigen Heimänner zigtausendfach auf. Da den Richtigen heraus zu finden, dazu gehört schon etwas. Respekt! In dem aktuellen Fall erfolgte die Kontaktaufnahme über das myheimat-Portal via PN. Die gute Frau hatte sich eigens hier registriert, um mir diese wichtige Nachricht zukommen lassen zu können.
Davon mal abgesehen: Ich selbst wusste ja bislang selbst gar nicht, dass sich ein Verwandter von mir in diesem westafrikanischen Winzlingstaat herumtreibt bzw. herumgetrieben hatte. Sie, die Anwältin, hingegen schon. Die Dame scheint so ihre Quellen und Verbindungen haben. Andererseits wird es höchste Zeit, mal eingehender nachzuforschen, in welchen Gott verlassenen Winkeln dieses Planeten sich Vertreter meiner buckeligen Sippe sonst noch rumtreiben. Da ist bestimmt noch mehr Potential drin….

Eine Lokalrunde an der Pommes-Bude

Dafür, dass die Analphabetenquote unter dem weiblichen Bevölkerungsteil Benins bei 75 Prozent liegt, war das auf Englisch gehaltene Schreiben von Stil, Satzbau und Grammatik her erstaunlich korrekt - soweit ich das beurteilen kann. Mein Verwandter, dieser Peter H., Gott hab‘ ihn selig, hat wohl irgendwas in Sachen Öl gemacht und muss sich dabei nicht ganz ungeschickt angestellt haben. Ja und wenn er mit in radioaktivem Maggi getunkten Mikadostäbchen gehandelt hätte, sch… egal! 2,8 Millionen sind 2,8 Millionen! Gut, Dollar halt, amerikanischen Gurken- und Kaugummi-Währung, und vermutlich schon x-mal von der CIA gewaschen. Aber besser als nix. Das sind nach dem aktuellen Umtauschkurs aber immer noch 2.33 Mio. Euronen. Damit kann man schon mal ‚ne Runde an der Pommesbude seines Vertrauens schmeißen, ohne dass es gleich weh tut ….
Nun wird man ja mit zunehmender Lebenserfahrung vorsichtiger und skeptischer, wohl wissend, dass das Böse schließlich überall lauert und die Zahl der Drecksäcke und -säckinnen, die nur auf eine Chance warten, einen über den Tisch ziehen zu können, offenbar ständig wächst. Die Sattelzugladung an Pellets, die das gesamte Kellergeschoss unseres Hauses in den Favelas Eschenburgs bis unter die Decke ausfüllt, erinnert täglich daran und ist Mahnung zugleich. War ein Schnäppchen auf Nachnahme-Basis. Die Lieferung hatte uns ein paar Tage, nachdem wir uns verbindlich für eine Kaffeefahrt zum Preis von 38,17 EUR inkl. Mwst. nach Malle (zwei Wochen, All inclusive, 5-Sterne-Hotel) angemeldet hatten, überrascht und erreicht. Bis heute ist es nicht gelungen, diese geschmacksneutralen zylinderförmigen Dinger unserer Ölheizung anzudrehen. Und die Tochter isst auch lieber Cornflakes zum Frühstück. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ebenso die mit den vier Containern voller Pampers ….. Oder jene von dem exklusiven Besteckkasten aus Echtsilber in limitierter Auflage, in dem die Messer keine Klingen hatten und auch ohne Griff daher kamen.
Frau Gracia Noutais-Holo scheint mir dahingehend aber über jeden Zweifel erhaben. Ich habe da einfach ein gutes Gefühl. Sie stammt aus und lebt und arbeitet in Benin, wovon ich bisher glaubte, es handele sich um ein After-Shave. Aber die Jungs von Gockel haben mich da eines Besseren belehrt. Benin ist ein kleiner westafrikanischer Staat mit 8,1 Millionen Einwohnern (da hat ja New York mehr!) So ein richtiges kleines, kuscheliges Fleckchen zwischen Burkina Faso, Niger, Togo, Nigeria und dem Atlantik. Gracia, ich nenne sie der Einfachheit halber bei ihrem melodiösen Vornamen, betreibt am Regierungssitz in Cotonou eine Kanzlei und hat sich auf Straf-, Wirtschaftsrecht und Soziales spezialisiert.

Viel beschäftigt und schwer zu erreichen

Das weiß ich deshalb, weil ich, bin ja nicht blöd, genauestens recherchiert habe. Frau Dr. jur Holo-Gramm, so eine Art weiblicher Cottonfield-Rolf-Bossi, ist kein Phantom. Sie gibt es wirklich und wird amerikanischen Staatsbürgern, die juristischen Beistand benötigen, ausdrücklich auf der Webseite der hiesigen US-Botschaft empfohlen. Also, wenn das nicht Referenz genug ist !!! Habe mal versucht, die Dame anzurufen. Aber sie ist offenbar viel beschäftigt und nur schwer zu erreichen, um nicht zu sagen überhaupt nicht. Auch spricht der Kollege in der Telefonzentrale der Kanzlei nur Fongbe und Yoruba, und damit hatte ich schon damals in der VHS Probleme. Ich meine aber verstanden zu haben, dass die Anwältin momentan auch deshalb unabkömmlich sei, weil sie ihren Verwandten bei der Baumwollernte helfen müsse… Seltsam, das Zeug ist doch eigentlich längst in den Scheunen… Aber Schwamm drüber. Facebook hat sich auch als Sackgasse erwiesen. Da wird zwar eine Gracia Noutaisholo gelistet, aber de blöde Kuh ist immer offline…. Meine Freundschaftsanfrage hätte sie mir immerhin bestätigen können.
Gut, die email-Adressen, jene, die mir die Anwältin übermittelt hat, und jene auf der Internetseite der Botschaft, stimmen nicht ganz überein. Sie unterscheiden sich aber nur in winzigen Details. Aber das kann auch ein Tipp-Fehler sein. Außerdem: In einer solchen Situation ist pendantische Kleinlichkeit ja nun wirklich völlig fehl am Platze! Davon abgesehen geben die sich in Westafrika bei der routinierten Abwicklung solcher Sachen erstaunlich unkompliziert und pragmatisch. Ich muss lediglich meinen vollständigen Namen, meine Mobilfunk-Nummer, Anschrift, Bankverbindung, Sozialversicherungsnummer und Login für das Onlinebanking übermitteln, und schon rollen Rubel und Yankee-Lira.
Ich habe Frau Gramm-jur-Holo einfach mal über beide email-Adressen angefunkt und meinem fassungslosen Entsetzen, den der jähe Tod des lieben Peters und seiner entzückenden Familie bei uns hervorgerufen hat, Ausdruck verliehen:
Dear Mrs. Natuais-Holo,
I read your horrible news concerning the terrible death of Peter Heimann and his family with great dismay. What a terrible tragedy! We are deeply shocked. What do you need me to do in order to help you with his estate?
Sincerely…

Ich würde mich glücklich schätzen, ihr bei der Abwicklung der Nachlassverwaltung behilflich sein zu können, habe ich dann noch hinterher geschoben. Das sei (und ist!) doch Ehrensache! Ja, und dann habe ich Frau Hohl-Nautilus noch in bewegenden Worten geschildert, wie wir, also Peter und ich, als Kinder glücklich im Sandkasten unsere Joints geraucht und in die dort von den Pennern versteckten Kornflaschen gepinkelt haben. Damals kannten die noch kein Ecstasy – und brauchten es nach dieser Dosierung auch nicht. Und Autofahren hätte er noch nie richtig können, der alte Herumtreiber und Weltenbummler. Aber lassen wir das. Es ist so schlimm, so schrecklich, so unfassbar. Beim Tippen dieser Zeilen tropft die ein oder andere Träne auf die Tatstatur. Es gibt so viele schöne Erinnerungen, die mich mit diesem großartigen, so jäh aus unserer Mitte gerissenen Menschen verbinden. Und Peter hatte noch so viel vor, so viele Pläne, so viele Träume, so viele Ideen… Er war immer so fröhlich. Das Leben kann sooo grausam sein. Und erst der Tod…

Zurück zum Finanziellen: Eine Antwort von Frau Garcia-Hohl-Birne habe ich bislang noch nicht bekommen. Und so lange sie sich nicht meldet, halte ich mich auch zurück. Bloß kein voreiliger Aktionismus! Bei der letzten Gewinnbenachrichtigung der spanischen Lotto-Onliner hatte ich noch am gleichen Tag in der Firma gekündigt und meinen Chef am Telefon eine hepatitische Stinkschwuchtel genannt. Das hat er mir bis heute nicht verziehen….. Man lernt ja dazu. Aber wenn das Geld erst auf dem Konto ist, kann sich der Boss dahingehend aber auf was gefasst machen…!

Bobbo Ashram und mit Rum gestreckte Bissap-Plörre

Mein Vermögensberater, der bis heute mangels Masse vergeblich darauf wartet, ein solches tatsächlich einmal beraten zu können, argwöhnt Erwartungs-dämpfend, hinter der ganzen Sache stecke bestimmt die berüchtigte Nigeria-Connection. Was für ein Quatsch! Dieser alte Miesepeter! Warum sollten die Jungs mit dem, zugegeben, zweifelhaften Leumund mir 2,8 Millionen US-Dollar zuschanzen wollen? Außerdem operieren die, wie schon der Name sagt, doch im Nachbarland Nigeria, also gleich rechts unten, und nicht in Benin direkt. Auch dachte ich bislang, die hießen Boro (Bobbo) Ahsram oder so ähnlich und würden sich in erster Linie für eine Propheten-kompatible Reform des hiesigen Justizwesens stark machen. Aber vielleicht verwechsele ich da auch was. Oder mein Vermögensberater…
Gut, Recherchen im Internet haben ergeben, dass die Sterblichkeitsrate ausländischer Ölmanager in Benin seit 2004 ziemlich hoch ist. Die Kerle sind, vermutlich unter Einfluss dieser mit Rum gestreckten Bissaps-Plörre, aber auch zu unvorsichtig! Es kann ein dummer Zufall sein, aber es hat in den vergangenen zehn Jahren Dutzende ähnlich gelagerter Fälle gegeben.
Gemein ist diesen Unglücksraben, dass alle bei Autounfällen ums Leben kommen und kamen und stets ihre drei- bis fünfköpfige Familie mit an Bord hatten, die es dann dummerweise immer gleich mit erwischte. Generell hinterlassen die Unglücksopfer ein prall gefülltes Bankkonto, wobei die Einlagen jeweils zwischen 1,2 und 7,5 Millionen US-Dollar schwanken. Und die armen, mit der Nachlassregelung betrauten Anwälte haben dann ihre liebe Mühe und Not, den rechtmäßigen Erben zu ihrem Recht zu verhelfen. Das ist ihr Job. Dabei haben die doch bestimmt auch Besseres zu tun.
Wie Frau Natuais-Hologramm-Kilo, die ja nebenbei auf 400-Euro-Basis auch noch als Direktorin einer Fondsbank in Hongkong das schmale Salär ihrer bitterarmen Familie daheim aufbessert. Dort in Hongkong stehen aktuell 20,5 Millionen US-Bucks zur Disposition, die Hinterlassenschaft eines ebenfalls tödlich verunfallten, deutschstämmigen Anlegers. Die Summe wird dem Bankvermögen einverleibt, sollte binnen einer gesetzten Frist kein Nachkomme, also in diesem Falle ich, Anspruch darauf erheben.
Dann wollen wir mal nicht so sein! Gut, das Ganze mag schon ein klein wenig weniger seriös klingen, aber bei solchen Summen darf man sich Skrupel nicht erlauben. 40 Prozent des Betrags würden als Provision an Gracia gehen, die ja mit dieser Transaktion auch ein gewisses Risiko in Kauf nimmt. Blieben mir immer noch 12,3 Millionen. Also, um genau zu sein, 12. 289.000 US$. Denn 11.000 Dollar habe ich zuvor als Bearbeitungsgebühr an die Maklerin zu überweisen. Aber das sind ja Peanuts….

Post Scriptum:
Ich geben solche vertraulichen Informationen normalerweise ja nicht weiter. Aber Ausnahmen haben die Regel. Her die emailadresse von Frau Polo-Prolo: Gracia-Noutais-Holo@yandex.com Dort werden Sie geholfen! Weiterführende Informationen gibt es auch hier: http://www.damaschke.de/notizen/index.php/neues-vo...

  • Da blinken die Dollarzeichen in den Augen: So ‚ne überraschende Erbschaft ist ‚ne feine Sache!
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  • 2,8 Millionen suchen einen Erben: Von Peter verdient, der CIA gewaschen und von Gracia Noutais –Holo für mich auf einer Bank in Westafrika deponiert.
  • Foto: Rabid Sqirrel/Pixabay
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  • Da also hat sich der Peter in den vergangenen Jahren herumgetrieben! Benin. Dachte bisher, das wäre ein Aftershave. Die Straßen in diesem Winzling-Staat sind ziemlich mies. Und das kostete meinen armen Verwandten und seine Familie das Leben.
  • Foto: Screenshot
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  • Maitre Gracias Noutais-Holo wird als Anwältin auch auf der Web-Seite der US-Botschaft von Benin empfohlen. Deshalb vertraue ich ihr.
  • Foto: Screenshot
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1 Kommentar

:-))))

Ich hoffe du verschwendest dein ausgezeichnetes Schreibtalent nicht (nur) hier auf Myheimat wo man mit dem Foto einer Tomatenpflanze mehr Beifall erhält als für einen Artikel wie deinen hier.

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