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"Orte des Lebens" aufgesucht: 3. Nacht der Kirchen in der PG Nordendorf

Vor der Ortlfinger Kapelle, die der hl. Katharina von Alexandrien geweiht ist, startete die 3. Nacht der Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf.
 
Die Musiker, die uns durch die Nacht begleiteten.
"Orte des Lebens"
Dritte Nacht der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf

Von Rosmarie Gumpp
Nordendorf: Bereits zum dritten Male fand die "Nacht der Kirchen" in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf statt. Ein Vorbereitungsteam hatte verschiedene Orte vorgeschlagen, die als "Orte des Lebens" bezeichnet wurden. Start war an der Katharinenkapelle in Ortlfingen. Nach der Begrüßung durch die Gemeindereferentin Sabine Eltschkner stellte Hans Gebhard vom Kapellenverein "sein" Kirchlein vor. Im Jahre 2000 entschlossen die Ortlfinger sich zum Bau des kleinen Gotteshauses inmitten ihrer Ortschaft. In der Bauphase mussten einige Schwierigkeiten überwunden werden. Die Namenspatronin dieses Kleinods Katharina von Alexandrien stellte sich den Gläubigen dann auch vor und erzählte aus ihrem Leben als Christin, das mit der Enthauptung als Märtyrerin endete. Singend bewegte sich die Gruppe der Mitfeiernden zur Aussegnungshalle in Ehingen. Bürgermeister Franz Schlögel konnte zu etwas später und ungewöhnlicher Stunde Pfarrer Franz Walden und den Künstler Martin Knöferl begrüßen. "Unsere Aussegnungshalle soll heute ihren kirchlichen Segen erhalten und dies soll im Rahmen der Nacht der Kirchen geschehen" erläuterte der Rathauschef. In der schlichten Halle fallen die biblischen Aussagen "Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt in Herrlichkeit" (1 Kor, 15,43)sofort ins Auge. Das Leitmotiv der Eingangstür lautet "Da berühren sich Himmel und Erde". Martin Knöferl erklärte: "Diese letzte Tür schließt das irdische Leben ab und gleichzeitig - so glauben wir Christen - eröffnet sie ein neues Leben bei Gott". Die Farb- und Zahlensymbolik deutet diesen neuen Lebenshorizont. In jedem Türflügel sind 4 mal 4 Scheiben eingesetzt. 4 ist die Zahl des Menschen: 4 Himmelsrichtungen, 4 Elemente. 3 ist die Zahl Gottes, ein Gott in 3 Personen, ihm obliegen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. 4 und 3 ist 7. Die Zahl 7 ist die Zahl der Vollkommenheit. Gott vollendet unser Leben bei ihm, bei ihm im Himmel wie es die blauen Farbstreifen veranschaulichen. Die Vergänglichkeit ist eine bittere, unausweichliche Erfahrung jedes Menschen. Alles Leben ist dem Sterben ausgesetzt. Martin Knöferl bearbeitete ein schlichtes Holzkreuz, das einem Verwesungsprozess ausgesetzt war und setzte ein goldenes, austreibendes Samenkorn darauf. Die Sonne als Symbol für Leben und Auferstehug Jesu fördert das Wachstum des Weizenkorns und lässt den Tod in einem anderen Licht erscheinen. Pfarrer Franz Walden segnete nach den Aussagen und Erklärungen des Künstlers die Aussegnungshalle, die unter der Bauaufsicht von Georg Feistle stand. Als weiterer "Ort des Lebens" standen die Lorettokapelle und die Lourdesgrotte in Kloster Holzen auf dem Programm. Besinnliche Texte und zwei Glaubenszeugnisse von Lourdesbesucherinnen schafften eine warme und angenehme Atmosphäre. Oberin Isentrudis las einige interessante Begebenheiten zur Lourdesgrotte aus der Chronik des Klosters vor. Bernadette Soubirous, der die Mutter Gottes in Lourdes mehrere Male erschien, zeigte Lourdes als Ort des Glaubens und stellte - trotz Krankheit und Armut - die christliche Hoffnung in den Mittelpunkt ihres Lebens. Nach einer erfrischenden Stärkung machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf zur nächsten Station, nämlich zum Schmutterkreuz nahe Allmannshofen. Dieses Kreuz, das aus einem Baum erstellt wurde, der vom Blitz getroffen wurde, war im Jahre 2007 der Ausgangspunkt für den ersten Kreuzweg der Jugend von Pfarrer Franz Walden. Jugendliche stellten nochmals die Szene dar, als Maria erfährt, dass sie die Mutter Jesu werden wird. Mit einem Taizé-Gebet in der St. Nikolauskirche in Allmannshofen endete die von Sabine Eltschkner, Melanie Liepert und Adelinde Rößner vorbereitete dritte Nacht der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf. Zur Erinnerung durften sich die Mitfeiernden ein Fläschchen Weihwasser mit nach Hause nehmen. Martin und Melanie Liepert, Maria Hirschbeck und Claudia Schlögel zeichneten für die musikalische Umrahmung dieses Ereignisses verantwortlich. Am Schmutterspitz in Allmannshofen endete nach einer gemeinsamen Stärkung gegen 3:00 Uhr morgens dieses Miteinander-im Glauben-Unterwegs-Sein.
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