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Ein Heiliger in der Nische

Pfarrer Norman D´Souza, der Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf-Westendorf segnete die Statue des hl. Antonius. Mit ihm freut sich Kirchenpfleger Martin Koch.
Zum Antoniustag (13. Juni) stand der Heilige an seinem Platz
Ellgau: rogu
Kirchenpfleger Martin Koch zeigt stolz die von ihm wieder auf Hochglanz gebrachte Figur des heiligen Antonius, die ihm eine Spenderin für das Ellgauer Pfarr- und Jugendheim überließ. Das im Jahre 1906 erbaute Bauernhaus wurde 1986 von der Kirche unter Beteiligung der politischen Gemeinde Ellgau erworben. Im östlichen Giebel befindet sich eine Nische, in der ursprünglich eine Marienfigur beherbergt war. Diese Statue wurde vermutlich beim Erwerb des Anwesens nicht übergeben. Zurzeit finden Renovierungsarbeiten an der Außenfassade des Pfarr- und Jugendheimes statt. Auch die Nische wurde wieder für einen Hauspatron vorbereitet. „Durch einen glücklichen Umstand erhielten wir die Figur des heiligen Antonius, der sich nach kleiner Restauration harmonisch in die Nische einfügt und als Patron in verschiedenen Anliegen angerufen werden kann“, so Kirchenpfleger Martin Koch. Nach dem ersten Gottesdienst, der wieder in der Ellgauer Pfarrkirche St. Ulrich in Zeiten von Corona stattfinden durfte, segnete Pfarrer Norman D´Souza, der Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf-Westendorf die Figur des heiligen Antonius von Padua. Der Heilige, der in Lissabon in eine reiche Adelsfamilie geboren wurde, ist der Schutzpatron der Städte Padua, Lissabon, Paderborn, Hildesheim und Menden (Sauerland). Ebenso ist er der Schutzheilige für die Berufsstände der Bäcker, der Bergleute, der Schweinehirten und Sozialarbeiter. In Bayern wird er liebevoll als „Schlampertoni“ bezeichnet, denn er hilft beim Auffinden verlorener Gegenstände. Besonders bekannt ist sein Patronat für die Armen. Unter dem Namen „Antoniusbrot“ werden mancherorts Spenden für Notleidende gesammelt. Zu den bekanntesten seiner Legenden gehört die Predigt am Ufer von Rimini. Die Bewohner der Stadt wollten ihn nicht hören, aber die Fische versammelten sich und streckten ihre Köpfe aus dem Wasser. Dieses Wunder habe fast die ganze Bevölkerung der Stadt bekehrt. Die bekannteste Darstellung zeigt den Heiligen mit dem Jesuskind auf dem Arm und der Lilie in der Hand. Dieses Attribut steht für die Reinheit von Leib und Seele. Antonius, der große Kirchenlehrer, ist ein glaubwürdiger Verkünder und Zeuge und damit auch Vorbild und Patron der Suchenden.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.AMH05 myheimat meitinger | Erschienen am 04.07.2020
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