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"Kirchholz" - Exkursion

(Foto: Elisabeth Sedlacek)
Ehingen: Kirchholz | Erstmalig erfolgte im „Kirchholz“ durch die Kirchenverwaltung Ehingen eine Exkursion für die Pfarreimitglieder. Der Wald mit einer Größe von 38 Hektar auf der Gemarkung Osterbuch ist ein Stiftungswald und wichtiger Faktor für die Mitfinanzierung des Haushalts und Unterhalts der beiden Kirchen und des Pfarrhofs, erfuhren die Teilnehmer. Bis heute ist nicht endgültig geklärt, wer seinerzeit Stifter oder Stifterin des Waldes war. Sicher ist lediglich, dass er aus der Fugger-Linie stammt. „In den Akten des Archivs findet sich ein Hinweis auf eine Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1670. Ungefähr zu dieser Zeit wurde an die Frauenkirche die Fuggergruft angebaut. Wir vermuten stark, dass diese Waldstiftung damit zusammenhängt“ so Kirchenpflegerin Centa Kratzer.
Bei der Exkursion gaben Forstrat Gerhard Steger und Forstamtsmann Stefan Stadlmayr viele Informationen. So erfolge seit Jahrzehnten eine nachhaltige Bewirtschaftung, erklärten sie, „das heißt, dass nur so viel Holz eingeschlagen wird wie auch nachwachsen kann.“ Aufgrund des Klimawechsels werde angestrebt, den Wald langfristig zu einem klimaverträglichen Mischwald aus Nadel- und Laubholz umzubauen. Ziel sei es, möglichst mit Naturverjüngung zu arbeiten. Den etwa 30 Teilnehmern, darunter auch zahlreiche Kinder, zeigten die Förster, wie die einzelnen Samen in den Boden gelangen, keimen und sich entwickelt. Auch Pater Jino war dabei und berichtete, dass es diese Art von Bewirtschaftung in seinem Heimatland Indien nicht gäbe. Zum Abschluss der Führung gab es zur Stärkung eine Feuersuppe, die von Familie Johann Haas bereitgestellt wurde. Sie betreut seit Generationen zusammen mit der Ehinger Kirchenverwaltung Sankt Laurentius das Kirchholz, auch der ehemalige Kirchenpfleger Anton Keßler nimmt sich mit Leidenschaft der Pflege des Waldes an. Hubert Keßler, Mitglied der Kirchenverwaltung und „Waldbeauftragter“, dankte den Förstern für die Führung und allen Teilnehmern für das Interesse.
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