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In Eckartsberga entsteht ein Mehrgenerationenhaus

Seit den gefaßten Beschlüssen im Mai 2010 verging nicht viel Zeit, bis die ersten Baumaschinen anrückten. Das Alte Amtsgericht am Marktplatz in Eckartsberga wird umfangreich um- und ausgebaut.
Bürgermeisterin M.Vogel berichtet, dass das geplante Mehrgenerationenhaus 6 verschieden große Wohneinheiten beinhalten wird. Besonders ist hervorzuheben, dass sie alle behindertengerecht ausgestattet sein werden, einschließlich eines Fahrstuhles. Flächen für Parkmöglichkeiten und vor allem zur Erholung sind an und hinter den Gebäuden geplant.
Schon vor ca. drei Jahren war eine Delegation Abgeordneter nach Schweden gereist, um dort von den langjährigen Erfahrungen mit entsprechenden Wohnmodellen zu profitieren. Nach sorgfältigen Beratungen kam es schließlich zu dem Beschluß, der jetzt Zug um Zug realisiert wird. Die Finanzierung ist mit 1 Million Fördermitteln und Geldern aus Städtebausanierungsmitteln bis zu 87% unterstützt worden. Wieviel noch aus dem "Stadtsäckel" benötigt wird, ist wohl erst bei fortgeschrittenem Bauvorhaben genau abzusehen.
Besonders Handwerksbetriebe aus der Verbandsgemeinschaft, aber auch aus der benachbarten thüringer Region kommen beim Aus- und Umbau zum Eisatz.
In der unteren Etage wird wieder die Heimatstube eingerichtet, während in der mittlere Etage die Seniorenbetreuung Einzug hält. Letztere befindet sich zur Zeit noch im ehemaligen Hausmeistergebäude der Schule. In dem erneuerten Komplex inmitten der Stadt haben es Bedürftige zukünftig leichter, Hilfe ohne weite Wege zu erhalten.
Bisher liegt schon ein Antrag auf eine Wohneinheit vor. Das ehrgeizige Ziel von Bürgermeisterin Vogel ist die Fertigstellung des Bauvorhabens bis Herbst 2011. Die Arbeiten gehen bisher weitestgehend planmäßig voran, so dass Optimismus berechtigt ist.
Die Idee zum Mehrgenerationenhaus ist heutzutage d i e Alternative zur früheren Großfamilie. Die sozialen familiären Strukturen haben sich drastisch verändert. Somit ist das Miteinander von Jüngeren und Älteren, die sich gegenseitig achten und unterstützen, ein glücklicher Weg für alle Beteiligten. Jedem wird geholfen, und jeder kann Glück erfahren, was im stressigen Alltag der jetzigen Zeit oft untergeht. Vereinsamung wird dann ein Fremdwort werden. Jüngere Generationen könnten "alte menschliche Werte" neu entdecken und weitergeben.
Auf jeden Fall werden wir aufmerksam den Fortschritt des Bauprojektes verfolgen und wünschen allen gutes Gelingen, die - wie auch immer- an der Umsetzung des Beschlusses mitwirken.
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 17.11.2010 | 14:06  
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Annemarie Dr. Mrosk aus Eckartsberga | 17.11.2010 | 20:22  
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