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Bundesbahn und National Express

DB Regio NRW investiert in Partnerschaft mit National Express
und eröffnet neue Werkshalle in Münster

Die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Regio NRW, hat für rund 4,5 Millionen Euro eine neue Werkshalle in Münster gebaut. Instandgehalten werden dort nicht die eigenen Fahrzeuge, sondern Züge des Wettbewerbers
National Express (NX).

„Unsere neue Halle in Münster setzt ein wichtiges Signal für unsere Leistungsfähigkeit als Instandhaltungsdienstleister“, betont Andree Bach, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW. „Wir investieren in
unsere Zukunft als Partner für Wettbewerber: Dies sichert langfristig Arbeitsplätze vor Ort und stärkt den Nahverkehr in der Region."

Bereits seit über einem Jahr arbeiten die beiden Nahverkehrsunternehmen zusammen: National Express hatte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 den Betrieb auf den Linien RE 7 (Rhein‐Münsterland‐Express) und RB 48 (Rhein‐Wupper‐Bahn) übernommen. Die Instandhaltung der eingesetzten Fahrzeuge vergab das britische Unternehmen nach europaweiter Ausschreibung an DB Regio NRW. An den Werksstandorten Münster, aber auch in Düsseldorf, sichert die Partnerschaft insgesamt rund fünfzig Arbeitsplätze.

„Die Zusammenarbeit mit DB Regio zeigt, dass Konkurrenten im Wettbewerb jenseits der Ausschreibungen gute Partner sein können“, so Wolfgang Schuster, Geschäftsführer von National Express. „Denn uns alle verbindet letztlich dasselbe Ziel: Wir wollen mehr Pendler von der Straße auf die Schiene bringen. Dafür brauchen wir den Schulterschluss der Branche.“

Rundum‐Service für NX‐Elektrotriebzüge

In der neuen Halle können alle turnusmäßigen Kontroll,‐ Instandhaltungs‐ und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. Rund zwanzig DB Regio‐Mitarbeiter sind in Münster allein für die NX‐Elektrotriebwagen des Typs „Talent 2“ zuständig und setzen sämtliche anfallenden Tätigkeiten an den Fahrzeugen um. Dazu gehört zum Beispiel die Wartung der Klimaanlagen und Türen genauso wie das Wechseln des Getriebeöls. Das Gleis der neuen Halle ist über 90 Meter lang, sodass auch die fünfteiligen Talent‐Züge komplett hineinpassen.

Auf drei Ebenen kann das Werkstatt‐Team zeitgleich arbeiten: in der Arbeitsgrube unter dem Fahrzeug, im Innenraum und auf der Dacharbeitsbühne. Über eine Krananlage können schwerere Komponenten auf das Fahrzeug hinauf und heruntergehoben werden. Darüber hinaus werden dort auch Vandalismus‐Schäden behoben.

Dazu gehört zum Beispiel der Tausch defekter Sitze oder zerkratzter Scheiben.
Weiterer Standortvorteil der neuen Halle: Für aufwändigere Maßnahmen, etwa den Tausch von Großkomponenten wie Radsätze, Drehgestelle oder Fahrmotoren, können die Fahrzeuge direkt in das nahegelegene DB Regio‐Werk gebracht werden, das nur wenige Meter entfernt steht. Per Ultraschall können Radsätze dort zudem auf Herz und Nieren geprüft werden. Auf dem Werksgelände steht außerdem eine umweltfreundliche Waschanlage zur Außenreinigung der Fahrzeuge bereit, die durch den Einsatz neutraler Reinigungsmittel und ein aufwändiges Entsorgungssystem modernste Anforderungen in Sachen Ökologie erfüllt.

Für die NX‐Instandhaltung hat DB Regio NRW zusätzlich zur neuen Halle eine halbe Million Euro investiert, um im bestehenden Münsteraner Werk eine Dacharbeitsbühne auf die Maße der Talent 2 zu verlängern. Auf diese Weise steht dort ein zweiter, vollwertiger Arbeitsstand für die NX‐Fahrzeuge zur Verfügung. Eine weitere Million Euro investierte DB Regio NRW in den Werksstandort Düsseldorf, wo neben den roten Regio‐Zügen der
Bahntochter ebenfalls Fahrzeuge des britischen Unternehmens instandgehalten werden.

Diese Nachricht stammt vom National-Expreß-Unternehmen.
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