Duisburger Akzente 2023

„Wunder“ Die 44. Duisburger Akzente - vom 3. März bis 2. April 2023

Seit 1977 und jetzt zum 44. Mal finden die Duisburger Akzente statt – in diesem Jahr erzählen sie von großen und kleinen Wundern, vom sich wundern, dem Wunderbaren und von der wunderbaren Kraft der Kunst und Kultur.

Vom 3. März bis zum 2. April stehen mehr als 90 Veranstaltungen unter dem Thema „Wunder“ auf dem Programm: die Stadt Duisburg wird zum kulturellen Hotspot mit Theater, Performance und Tanz, bildender Kunst, Literatur, Musik, Film, Ausstellungen, Installationen und Diskussionen.

Matthias Börger, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, freut sich auf die diesjährigen Akzente: „Wunder – was für ein optimistisches, positives und vielversprechendes Festivalmotto! Gemeinsam mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern haben die Duisburger Kulturschaffenden eine wahre ‚Wundertüte‘ voller Veranstaltungen gepackt. Ich bin sehr gespannt auf einen regen und anregenden Austausch bei den 44. Duisburger Akzenten“.

Beim Akzente-Theatertreffen sind in Duisburg unter anderem das preisgekrönte Schweizer Masken- und Figurentheater Mummenschanz zu Gast, das die Zuschauerinnen und Zuschauer mitnimmt auf eine poetische Reise in die Welt der Stille. Seit 50 Jahren begeistert Mummenschanz die Theaterwelt rund um den Erdball und zeigt bei den 44. Duisburger Akzenten die beliebtesten Sketche aus dem großen Repertoire der letzten fünf Jahrzehnte. Zu sehen und zu erleben sind die erfolgreichsten Nummern mit legendären Charakteren wie den Lehmmasken oder den Klopapier-Gesichtern. Natürlich tauchen auch luftgefüllten Giants und der Röhrenmann auf.

Das Deutsche Theater Berlin zeigt „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist. Anne Lenk und David Heiligers lassen uns die Vielzahl von Lügen erleben, die der Richter Adam ungeniert von sich geben wird. Und auch das Thalia Theater aus Hamburg ist zu Gast: Leander Haußmann stellt in Molières „Der Geizige oder die Schule der Lügner“ den reichen Harpagon vor, der, besessen vom Geiz und gegen alle ökonomische Vernunft, sein Geld nicht in Umlauf bringt, sondern hortet. Das liebe Geld verspricht schließlich Sicherheit, besonders in unsicheren Zeiten.

Wundersames

Können Tüten Eier legen? Menschen, wunderlich? Gibt es Wunder überhaupt, oder müssen sie nur von uns wahrgenommen  werden? Ist ein Friedhof ein wundervoller Ort? Wundersame Fragen? Sie werden beantwortet in den freien Produktionen, in den Ausstellungen und Installationen der Akzente. Petra Schröder, stellvertretende Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg: „Die Duisburger Akzente gehören zu den renommiertesten Kulturfestivals des Ruhrgebiets, die seit 1977 zum kulturellen Lustwandeln einladen. Dass die Akzente wieder in Duisburg als „ganz normale“ Veranstaltung stattfinden können, grenzt nach der Corona-Pandemie allein schon an ein Wunder. Umso mehr freue ich mich, dass wir endlich wieder unsere Kulturschaffenden mit all ihrer geballten Kreativität in die Akzente loslassen können. Endlich kann der Ruhrorter Autor, Schauspieler und Lebenskünstler Thomas Frahm seine persönliche Adaption der Ursonate von Kurt Schwitters darbieten. Endlich steht das Junge Ensemble Ruhr wieder auf einer Bühne.“

Wundervolles

Clemens Richert, Veranstaltungsmanager bei den Kulturbetrieben der Stadt Duisburg: „Die diesjährigen Akzente sind voll von Veranstaltungen, die verwundern, die zum sich Wundern anregen und einfach wundervoll sind. Knapp einen Monat lang verwandelt sich die Stadt Duisburg in ein Paradies aus Theater, Literatur, Tanz und bildenden Künsten. Es gibt so viel zu sehen:
Freuen Sie sich in der Cubus Kunsthalle auf das Spelunken-Spektakel Hasenscheisse – Wunder a-Moll. Mit ihrer eigenwilligen Mixtur aus Leckerbissen fürs Ohr und wild tanzbarem, herrlich trivialem Gegröle für die Beine! Ein Hasenscheisse-Konzert schlingert sich mit Bossa, mit Walzer, mit Rockabilly durch jede Menge kurzweiliger Songs. Und schauen Sie in der schönen Salvatorkirche vorbei: Sie wird zum Museum of the Moon - einem Kunstwerk des britischen Künstlers Luke Jerram.“

Der Durchmesser des Monds beträgt sieben Meter und seine Oberfläche besteht aus hochaufgelösten, detailgetreuen Bildern der NASA. Das Kunstwerk ist eine Fusion aus Bildern, Licht und Sound, die ständig erweitert wird. Das Werk bietet den Akzenten dort die Möglichkeit, eigene, vom Wunder des Monds inspirierte Veranstaltungen zu präsentieren: Einen Gottesdienst und fünf Konzerte. Direkt in der Nachbarschaft zur Salvatorkirche findet darüber hinaus noch „draußen und umsonst“ ein barockes Feuerwerkspektakel mit den Pyromantikern statt.

Wunderbares: Tanz, Theater, Performance und Bildende Kunst

Zwölf Aufführungen, die das Themenspektrum „Wunder“ zwischen Klassiker und Experiment ausloten, finden sich 2023 in der Rubrik Freie Produktionen, Theater, Tanz, Performance. Mit dabei Musik-Poesie und DADA, Wunder-Workshops und ein Klangspielplatz, Theater für die ganze Familie, politisch-partizipatorische Bühnen-Performances, eine Wunderwanderung im
Duisburger Innenhafen, Feuerwerkstheater in barocker Tradition und die neuste Produktion des Kaiser Antonino Dance Ensembles.

Dreizehn Projekte aus dem Bereich der bildenden Kunst widmen sich auf ganz unterschiedliche Art den Facetten des Themas „Wunder“ und schöpfen den Kanon der gestalterischen Möglichkeiten aus: von Fotografie über Druckgrafik und Zeichnung bis zur surrealen Kunst und medialer Performance. Augmented Reality lädt zu digitalen Experimenten ein, und Kunstprojekte die Bilder, Licht und Sound vereinen, sprechen alle Sinne an.

Wunderschönes: Literatur, Film und Musik

Literarisch wird ein Bogen gespannt von Annährungen an Else Lasker-Schülers Wunder-Gedichte über Klassiker aus der Welt der Märchen bis zum aktuellen Poetry-Slam. Und auch musikalisch ist für jeden etwas dabei: von Anton Bruckner bis Folk-Musik, von Mozart-Oper bis Jazz und performative Klangexperimente. Last not least gibt es wieder ein facettenreiches Filmprogramm. Vorträge, Diskussionen und Rundgänge zu kulturellen, gesellschaftspolitischen und zeitkritischen Themen ergänzen das vielfältige
Programm der 44. Duisburger Akzente.

Das gesamte Programm findet sich im über 80 Seiten randvoll gefüllten Programmheft, begleitet von den Grußworten des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, und des Duisburger Oberbürgermeisters Sören Link sowie unter www.duisburger-akzente.de.

Dieser Text stammt von der Pressestelle der Stadt Duisburg.

Die Corona-Pandemie ist bekanntlich vorbei. Inflation, Ukraine-Krieg und Sorgen über die Energiekrise sind an ihre Stelle getreten. Wir dürfen gespannt sein, ob es ein "Wunder von Duisburg" geben wird und die Massen strömen und genauso viele Besucher kommen werden wie vor der Pandemie.

Was fehlt ist ein zentrales Besucher-Büro für Auswärtige, die es tatsächlich zu uns nach Duisburg führt. Es fehlt ein Akzente-Eintritts-Paß genauso wie eine zentrale Anlaufstelle, die Tickets wie Informationen bereithält. Bei 90 Veranstaltungen an 31 Veranstaltungsorten braucht es wohl schon jemanden, der die Übersicht behält. Warum nicht die Tourist-Information ganz in der Nähe zum Hauptbahnhof? Dort könnte dann auch gleich Werbung für andere Ausflugsziele in Duisburg, wie beispielsweise den Landschaftspark Nord, gemacht werden.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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