Chinesische Dinge in Duisburg

„Chinesische Dinge“ heißt eine Ausstellung, die die cubus kunsthalle in Zusammenarbeit mit dem Konfuzius Institut Metropole Ruhr an der Universität Duisburg-Essen durchführt.

„Die gewaltigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die die VR China in den vergangenen Jahrzehnten durcheilt hat, haben die Welt verändert. Sie haben aber zuallererst China selbst in radikaler Weise verändert. Sie haben dem Land einen wachsenden Wohlstand gebracht, aber auch für eine gewissen Entwurzelung gesorgt,“ berichtet die Kunsthalle.Die Ausstellung möchte Dinge zeigen, die eine besondere Bedeutung für China haben.

Die Ausstellung war schon in der Zeit vom 23. Februar bis 27. Mai 2012 im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main zu sehen. Es hat einen handfesten Grund, warum die Ausstellung nun auch in Duisburg zu sehen ist.Duisburg kann seit 3 Jahrzehnten eine Städtepartnerschaft mit der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufweisen. Die Ausstellung möchte mit der Sonderveranstaltung auf dieses Jubiläum aufmerksam machen und auch einen lebensnahen Einblick in den chinesischen Alltag bieten. Es gibt nicht nur die eigentliche Ausstellung, sondern auch ein umfangreiches Begleitprogramm.

Die Ausstellung ist in dem Räumlichkeiten im Erdgeschoß untergebracht. Es gibt Allerweltsgegenstände wie Bekleidung, Elektrogeräte, Lebensmittel und Haushaltsartikel zu sehen, aber auch Amulette und Nippes wie beispielsweise Fächer, Plastikblumen und Gemälde.

Es gibt nicht nur die eigentlichen Exponate zu sehen. Kleine Infotafeln (sie sind in der Regel 1 schreibmaschinengeschriebene Seite Papier) liefern die dazugehörigen Informationen.

Was ist von der Ausstellung zu halten? Viele Dinge sehen fast schon schrill, auf jeden Fall auch bunt aus. Was ist typisch chinesisch daran? Für einen Außenstehenden, der sich mit China nicht auskennt, erschließt sich nicht immer der Sinn. Wo fängt Kunst, wo Kultur an und wo hört der Kitsch auf? Der Außenstehende kann auch nicht beurteilen, wie sich China heute beispielsweise von Japan und Korea unterscheidet. Hier hätte genauer gearbeitet und tiefergehendes Wissen vermittelt werden müssen.

Das Gebäude bietet Glaswände genauso wie weiß gestrichene Steinwände. Die Räumlichkeiten eigenen sich sicherlich gut dazu, farbige, strahlende Kunst auszustellen. Ob ein solches Gebäude wirklich dazu geeignet ist, fremde und fremdländische Kunst zu präsentieren, sein einmal dahingestellt.

Die Cubus Kunsthalle ist in dem früheren Gebäude der Stadtbücherei Duisburg untergebracht. Das Cafe Museum, das Café Nagile und der museumsshop gehören gleichfalls als Untermieter zur Kunsthalle. Die Kunsthalle liegt nur wenige Gehminuten von beiden entfernt genau zwischen Lehmbruck Museum und Duisburger Hauptbahnhof. Die Stadt Duisburg hat das Gebäude für 25 Jahre der Kunsthalle überlassen. Es gibt eine GmbH & Co. KG, die das Gebäude unterhält; Duisburger Bürger sind Kommanditisten des Unternehmens. Daneben gibt es den „Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in der cubus kunsthalle“, der die Kunstprojekte durchführt. Nach eigenen Worten tragen die Kunstausstellungen und die Konzerte zu einer Belebung des Kantparks bei. Inwieweit es noch eine finanzielle Förderung durch die Stadt Duisburg gibt, sei einmal dahingestellt.

Claudia Schäfer ist die Leiterin der Kunsthalle. Die wurde 1960 in Duisburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Kunsterziehung und Romanistik in Duisburg (1980 - 1982) sowie Kunstwissenschaften und Ästhetik in Paris (Sorbonne). Abgeschlossen hat sie ihr Studium dort mit dem Doktortitel. Die Cubus Kunsthalle hat sie seit 1987 aufgebaut und geleitet; Tätigkeiten im Wilhelm Lehmbruck Museum, an der Universität Duisburg, der Duisburg Ruhrorter Häfen AG und der Innenhafen Entwicklungsgesellschaft kommen hinzu.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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