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Wer schützt die Weltfinanzkonzerne

Buchcover Buchgut Berlin (Foto: Westendverlag ISBN 978-3-86489-260-8)
Düsseldorf: Landtag NRW |
Oder wie der Untertitel heißt: Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen.

Die Finanzkonzerne schützen die Welt, die Bürger können weiter träumen. Fink, Chef (CEO) des 6 Billionen US Dollar (5.412.690.000 €) schweren Finanzkonzerns BlackRock, erklärt im Januar 2020 in Davos offen seinen Anspruch, mit seiner Finanzmacht von über 2.000 Finanzunternehmen für die Umwelt einzustehen. Ist dies die Antwort auf den Titel des Buches?  Zur Einordnung der Macht: Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2020 hat im Vergleich zu BlackRock ein Gesamtvolumen von 362.000.000 € oder 7 Prozent.

Der Autor Jens Berger führt den Leser in die Welt der Finanzen ein, geht dem Siegeszug der vier größten Finanzkonzerne der Welt nach. Er nennt Namen und Zahlen, zeigt die Machtkonzentration auf, räumt mit Vorurteilen auf. BlackRock, Vanguard und State Street – allein die drei größten Finanzkonzerne verwalten zusammen ein Vermögen im Wert von 15 Billionen US-Dollar.

Wer zur ersten Orientierung die Inhaltsangabe mit den Kapitelüberschriften nimmt, kann vielleicht die Tiefe der Nachforschungen erahnen. Wer dazu die Anmerkungen studiert, erkennt teilweise die Brisanz und die überfällige Vorwärtsstrategie von Larry Fink in Davos.

Dieses Buch ist gut recherchiert und für jeden verständlich und gut lesbar geschrieben. Berger zeigt deutlich die Verwobenheit, die Vorarbeiten der strategischen „Denkschulen“ mit der Politik auf. Durch die Zerschlagung Die Umlage finanzierten staatlichen Rente wurde zu Gunsten der Privatvorsorge zerschlagen. So erhalten die Finanzkonzerne ihre Mittel. Arbeitnehmer sammeln im Sommer ihres Arbeitslebens Kapital, vertrauen es Finanzkonzernen an, mit der Hoffnung in ihrem Winter von dem Vorrat leben zu können.

Wer das Buch liest, erkennt die derzeit bestehende Ohnmacht der Arbeitnehmer und die Abhängigkeit der Regierungen. Er zollt vielleicht im Nachhinein Norbert Blüm Respekt. Bereits heute wird Larry Fink als Staatsgast empfangen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der nächste Bundeskanzler Friedrich Merz heißt?

Ein lehrreiches, notwendiges Buch für Jedermann/-frau. Nur wer die Zusammenhänge erkennt, kann sein Verhalten gestalten. Das Buch gehört in den Unterricht in jeder Schulform. Nur so kann der Titel des Buches verstanden werden. Geld verschwindet nicht, es wird nur umverteilt.

Jens Berger
Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?
Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen
Westendverlag Januar 2020
Ausstattung: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86489-260-8
Auch als eBook erhältlich
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