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Tierschutzbeauftragter erneut abgelehnt – SPD, GRÜNE, FDP und CDU kaltherzig

Ferkelkastration__Quelle Deutschlandfunk
Düsseldorf, 20. Dezember 2018

Die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER stellte den Haushaltsantrag, dass endlich der ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte ernannt werde, denn in Düsseldorf werden noch immer Tiere gequält, misshandelt und getötet, sei es aus Forschungszwecken, sei es durch Radrowdys am Hofgartenweiher oder aus Spaß an der Freud. Dies widerspricht eindeutig dem Staatsziel aus Artikel 20a Grundgesetz dass der Staat auch in Verantwortung künftiger Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen der Tiere schützt. Auch das zu Sylvester in der Altstadt gültige Verbot von Pyrotechnik muss mindestens auf das direkt anliegende Gebiet des Hofgartens ausgedehnt werden.

SPD, Bündnis 90/GRÜNE, FDP und CDU lehnten diesen Antrag mit der Begründung ab, dass dem Tierschutz in der Stadt schon genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden würde.

Fraktionsvorsitzende Claudia Krüger: „Wenn dem so wäre, stellt sich die Frage, warum es Tage dauert, bis eine tote Gans im Rheinbahngleis entfernt wird oder warum uns immer wieder Berichte von Quälereien und Mißhandlungen erreichen. Andere Kommunen oder das Land Hessen gehen hier mit gutem Beispiel voran.

Und: Als sich 2014 die Ampel bildete, wollte sie einen Tierschutzbeauftragten ernennen. Das war damals gut und richtig – und ist es heute leider noch immer. Das die Ampel sich hier nicht an die eigene Verabredung halten möchte, stimmt traurig. Das aber auch die Partei mit dem C ihre Verantwortung gegenüber den Mitgeschöpfen, den Tieren, nicht ernstnimmt, zeigt wiedereinmal, dass die Lücke zwischen Anspruch und Realität weit auseinanderklafft. Dies wurde auch vor wenigen Wochen im Deutschen Bundestag offenkundig, als man dafür stimmte, junge männliche Ferkel zwei weitere Jahre ohne Betäubung kastrieren zu dürfen.

All diese Ratsleute, die gegen den Tierschutzbeauftragten gestimmt haben, sollten nochmal und sehr ernsthaft ihr kaltherziges Gewissen befragen!“
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