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Sandi Morris Werbeplakat ist nicht sexistisch

Sandi Morris_NRZ_Foto OH
Düsseldorf, 28. November 2018

Die Verwaltung hängt Werbeplakete für das Finale der IAAF World Indoor Tour am 20. Februar 2019 wieder ab, weil die amtierende Hallenweltmeisterin im Stabhochsprung, Sandi Morris, in ihrer Rückenansicht bei der Ausübung ihres Sports zu sehen ist. Manche empfinden dies in Verbindung mit dem Werbspruch „Erstmals Finale der IAAF World Indoor Tour – Finale Oho“ als sexistsich.

Chomicha El Fassi, Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Wer bei diesem Werbeplakat einen Sexismusvorwurf erhebt, sollte als erstes fragen, ob sich die abgebildete Sportlerin selber sexistisch erniedrigt oder sonstwie herab gewürdigt fühlt. Das ist nach ihrer eigenen Aussage nicht der Fall.

Zweitens sollte man grundsätzlich immer zuerst sorgfältig überlegen, bevor ein Werbeplakat gedruckt und veröffentlicht wird, ob Recht, Gesetz und guter Geschmack eingehalten werden – das ist hier der Fall.

Drittens: Wenn wir in Düsseldorf jetzt anfangen, beim geringsten Verdacht auf eine mögliche Beleidigung, Herabsetzung, Verunglimpfung von wem oder was auch immer schon im frühesten Frühstadium und im vorauseilenden Gehorsam reagieren zu wollen, dann können wir unsere freie und freiheitliche Welt beerdigen.

Die Freiheit der Kunst und der Gestaltung von Werbeplakaten ist gemäß Artikel 5 ein Grundrecht. Dieses Recht endet dort, wo das Persönlichkeitsrecht anfängt. Dieses ist hier nicht verletzt worden. Es handelt sich auch nicht um eine jugendgefährdende oder pornographische Darstellung, die das Abhängen rechtfertigen oder gar zwingend erforderlich machen würde. Auch Staatssymbole wurde nicht verunglimpft. Warum jetzt, aufgrund des Aufschreis einiger, diese Plakate abgehangen werden, erschließt sich mir nicht. Ich war, bin und bleibe froh, hier in Düsseldorf, in einer freien Stadt in einer freien Welt, in der jeder Jeck anders ist und sein darf, leben zu können. Ich hoffe, dass auch in Zukunft, mit Sportlerinnen und Sportlern geworben werden darf, die in ihrer Sportkleidung ihren Sport ausüben.“
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