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Keine Bebauung rund um's Schloß Kalkum

Schloss_Kalkum_(c)_www.duesseldorf.de_bv_05
Düsseldorf, 3. Mai 2019

Die Lokalzeit Düsseldorf berichtete am 2. Mai über das Schloß Kalkum und die, vom Käufer gewünschte, zusätzliche Bebauung. Im Laufe des Beitrags äußerte sich Ratsherr Andreas Auler (CDU): „Eine kulturelle Nutzung bei Offenhaltung von Park und Schloß ist ja eigentlich das, was wir uns für Kalkum wünschen. Die Kröte, die dann vielleicht mitgeschluckt werden muss, ist dann zur Finanzierung der ganzen Geschichten das Thema Bauland.“

Und die Beigeordnete, Frau Cornelia Zuschke, sagte: „Da muss man einfach alle an einen Tisch holen, und muss sagen: Wie wichtig ist der Park, wie wichtig sind die Sichtachsen, wie wichtig ist das natürliche Umfeld des Parks und wie wichtig ist die Sanierung des Gebäudes, was geht und was geht nicht.“

Alexander Führer, stellv. Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Über diese Aussagen bin ich sowohl sehr erstaunt, als auch verärgert. Erstens: Wenn ein Käufer freiwillig kauft, weiß er, was er kauft. Er weiß, was die Realiserung seiner Ideen kostet und er weiß, dass der mitgekaufte Acker Acker ist. Wenn sich das ganze Projekt nur gut oder besser rechnet, wenn aus Ackerland Bauland wird, welches dann hochpreisig den Umbau des Schloßes finanziert, ist das keine Kröte, die die Kalkumer mitschlucken müssen.

Zweitens: Die Idee, alle an einen Tisch zu holen, ist immer gut und richtig. Wenn es aber darum gehen sollte, Kalkumer Kröten langsam gar zu kochen, bis sie ihren berechtigten Interessen auf dem Marktplatz der Kompromisse aufgeben, dann eben nicht. Zur Klarstellung: Bei den Fashion Häusern – jetzt Deiker Höfen – ist es mit viel Mühe und wirklichem Willen von allen Beteiligten gelungen, mit den Anwohnern gemeinsam und auf Augenhöhe einen Kompromiss zu finden, denn da war man sich von Anfang an einig, dass es eine Bebauung geben soll. Hier aber ist dies wohl unmöglich. Wenn der Investor bauen möchte und die Anwohner gar keine Bebauung wollen, wie soll zwischen diesen, sich diametral entgegen stehenden Positionen eine gute Lösung finden lassen?

Drittens und Abschließend: Erinnern möchte ich an die vielen weiteren, schon bekannten Argumente wie z.B. Verkehrsinfarkt, Frischluftschneise, Historie von Hatzfeldt und Maximilian Friedrich Weyhe, Denkmalschutz, etc.

Für die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER steht hier fest: Wir sind gegen Bebauungen rund um's Schloß Kalkum!“
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