Alle Bauteile einer Bremsanlage müssen reibungslos funktionieren

Das Bremsenmonster, ein sympathischer Vertreter für die prophylaktische Wartung der Bremsanlage. | Foto: HELLA
  • Das Bremsenmonster, ein sympathischer Vertreter für die prophylaktische Wartung der Bremsanlage.
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Die technische Ausgangssituation konnte kaum unterschiedlicher sein: Ein neuer Porsche 911 GT3 mit 475 PS, ausgestattet mit Hochleistungsbremsen, ABS und einem Gewicht von 1.250 kg trat in einem Bremstest gegen einen Renntruck mit 1.250 PS ohne ABS und einem Gewicht von 5.500 kg an. Als der Test gestartet wurde und die Protagonisten auf die Bremslinie zufuhren, sah man allen Beobachtern die Überraschung an: Der Truck bremste schneller ab und kam eine halbe Wagenlänge hinter dem Porsche zum Stehen. Der Porsche gilt bezüglich Bremstests als das Referenzfahrzeug unter den Sportwagen. Bremsen zählen häufiger zu den Schwachstellen am Auto. Besonders ältere Pkws fallen wegen mangelhafter Bremsen durch die TÜV-Prüfung. Fahrer sollten daher, schon um ihrer eigenen Sicherheit willen, regelmäßig die Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage überprüfen, rät der Kultschrauber und Bremsenmonster-Promoter Sidney „Sid“ Hoffmann, auch bekannt aus der TV-Sendung „Die PS-Profis“. Gute Gelegenheiten, die Bremsen zu checken, sind etwa der halbjährliche Reifenwechsel, regelmäßig alle 20.000 Kilometer sowie vor längeren Fahrten.

Bremsprobleme identifizieren
Einige Hinweise lassen erkennen, dass eine Wartung der Bremsanlage in der Werkstatt notwendig ist. Wenn man beim Bremsen etwa eine selbstständige Lenkbewegung zu einer Seite spürt oder der Pedalweg länger wird und sich weich anfühlt oder Vibrationen, mahlende und schleifende Geräusche vielleicht auch ein lautes Quietschen zu hören sind, weist das auf ein Bremsproblem hin. Auch ein veränderter Bremsflüssigkeitsstand auf Minimum ist ein Warnsignal. Anhand von Fehlerbildern kann der Fachmann erkennen, ob das System einwandfrei funktioniert und welche Mängel beseitigt werden müssen. Die Fehlerquellen sind vielfältig. Das können schräg abgelaufene Beläge, Rillen oder Macken sein. Auch der Bremsschlauch kann porös sein und Risse und Lecks enthalten, die zu Flüssigkeitsaustritt führen. Die Bremsflüssigkeit sollte regelmäßig geprüft und gewechselt werden, damit alles einwandfrei funktioniert. Ihr Wasseranteil erhöht sich im Laufe der Zeit, was den Siedepunkt sinken lässt und schlimmstenfalls zu einer Überhitzung der Bremsflüssigkeit beziehungsweise zu einem Totalausfall der Bremse führen kann, warnt der Bremsenprofi Thomas Gorkow von Hella Pagid. Wenn bei einer Sichtprüfung eine blaue Verfärbung auf der Scheibe festgestellt wird, kann das unter Umständen ein Indiz auf dauerhafte Überhitzung sein. Verrostete sowie rissige Bremsscheiben ebenso wie dauerhaft anliegende Beläge an abgerubbelten Scheiben sollte man auf jeden Fall von einem Bremsenspezialist überprüfen lassen. Ursachen und Wirkung können hierbei vielfältig sein. Um kostenintensive Folgereparaturen zu vermeiden, wirbt ein Maskottchen für die fachgerechte Wartung von Bremsanlagen.

Bürgerreporter:in:

Heinz Stanelle aus Düsseldorf

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