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Schlankheitswahn: Kann man wirklich durch kotzen abnehmen?

Für die Traumfigur greifen manche Personen zu gefährlichen Mitteln. (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Viele Leute wünschen sich, abzunehmen. Bei falsch ausgeführten Diäten greift allerdings schnell der so genannte Jojo-Effekt, der Phasen der Enthaltsamkeit mit Fressattacken quittiert. Manchen kommt deswegen die Idee, sich nach dem Essen zu erbrechen und so trotz ungezügeltem Essverhalten keine Kalorien zu sich zu nehmen. Tatsächlich birgt der Versuch, durch kotzen abzunehmen jedoch weitaus mehr Risiken als Vorteile.

Sich absichtlich zu übergeben, um ohne Diät oder sportliche Betätigung abzunehmen, gibt bereits als Essstörung. Diese tritt meistens bei an Bulimie oder Anorexie erkrankten Menschen auf. Wer sich bereits regelmäßig aus Gewichtsgründen erbricht, leidet an einer Essstörung und sollte sich ärztlichen und psychologischen Beistand holen. Dieser Bericht soll vor krankhaftem Erbrechen warnen und die Nachteile desselben aufzeigen. Auf keinen Fall sollen Menschen zu zwanghaftem Erbrechen ermutigt und so in eine Essstörung getrieben werden.

Wie kotzt man sich schlank?

Erzwungenes Erbrechen wird von etwa 10% der Frauen zwischen 15 und 35 Jahren zur Gewichtskontrolle verwendet. Obwohl dies an sich noch nicht als Essstörung definiert wird, kann bereits ein gelegentliches Erbrechen dem Körper schaden. Ziel dieser Verhaltensweise ist wohl, Gewichtszunahmen zu verhindern oder Gewichtsabnahmen zu erzwingen. Eine in den USA durchgeführten Studie zeigt nun allerdings laut der Website web4health.info, dass man durch das Erbrechen in der Tat nur ungefähr 50% der zu sich genommen Kalorien verliert. Nach einer Heißhungerattacke kann so die Kalorienmenge höchstens auf die einer großen Mahlzeit verringert werden. Das bedeutet, dass das zwanghafte Erbrechen keine zuverlässige Methode zum Abnehmen bietet, wie es oft von den Betroffenen angenommen wird.

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Gibt es Nebenwirkungen?

Tatsächlich schadet regelmäßiges Erbrechen dem Körper. Neben Magenschmerzen können auch weitaus ernstere Schäden wie eine dauerhafte Schädigung der Zähne durch die Magensäure, Kehlkopfentzündungen mit chronischer Tendenz, Entzündung und Schwellung der Speicheldrüsen oder im schlimmsten Fall zu einem Bruch des Vormagens und infolge dessen zu tödlichen inneren Blutungen führen. Die Studie in den USA fand außerdem heraus, dass sich übergebende Patienten deutlich mehr Fressattacken haben.

Haben auch Sie schon Erfahrungen mit zwanghaftem Erbrechen oder einer Person, die dieses betreibt, gemacht?
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