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Eröffnung des neuen Hubschrauber-Entwicklungszentrum am Standort Donauwörth

  Bei Eurocopter in Donauwörth werden Hubschrauber künftig unter einem Dach entwickelt und gefertigt: Der Hubschrauberhersteller hat am 14. Mai mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer ein neues Entwicklungszentrum mit rund 900 Arbeitsplätzen eingeweiht. Der deutsche Standort des weltweiten die Komplette Systemfähigkeit zum Hubschrauberbau - ein Kernelement im Rahmen der globalen Konzern- und Innovationsstrategie.

Das neue Entwicklungszentrum ermöglicht Eurocopter in Deutschland den vollständigen Lebenszyklus von Hubschraubern an einem Standort zu gestalten: von Forschung, Entwicklung und Prototypenbau über die Fertigung und Endmontage bis hin zu Training, Wartung und Produktverbesserung. Rund 900 Mitarbeiter wechseln hierzu vom Firmensitz Ottobrunn nach Donauwörth. Die Anzahl der Beschäftigten am Standort Donauwörth wächst auf rund 6.500 an.

,,Die heutige Einweihung des Systemhauses ist ein entscheidender Baustein der industriellen Strategie von Eurocopter. Mit der vollen Systemfähigkeit zur Entwicklung, Produktion und Wartung von Hubschraubern an unserem deutschen Standort in Donauwörth schaffen wir erhebliche Vorteile für unsere Produkt- und Technologiezyklen" , sagte Eurocopter-CEO Guillaume Faury. ,,Von dieser nachhaltigen Investition und ihren weitreichenden Auswirkungen werden sowohl unsere Kunden und als auch unsere Wettbewerbsfähigkeit profitieren."

Ministerpräsident Seehofer erklärte hierzu in Donauwörth: "Mit der Konzentration von Entwicklung, Fertigung und Wartung in Donauwörth stärkt Eurocopter die eigene Kompetenz und Leistungsfähigkeit und zugleich die gesamte bayerische Luftfahrtindustrie. Beim Wettlauf um die Zukunft müssen wir immer einen Schritt innovativer und eine Stufe besser sein. Eurocopter zeigt, wie es geht: Das neue Systemhaus von Eurocopter ist High-Tech und Innovation pur, es ist ein Aushängeschild für den Luftfahrtstandort Bayern."

,,Das Systemhaus in Donauwörth gehört in die Reihe wichtiger Investitionsvorhaben, die EADS in Deutschland, speziell in Bayern, aufgesetzt hat. Premium AEROTEC hat in Augsburg ein neues Engineering Center eingeweiht. Astrium in Ottobrunn errichtet eine neue Anlage zum Bau von Triebwerken. Der geplante Forschungscampus in Ottobrunn nimmt ebenfalls Gestalt an. Das sind gute Nachrichten für die Regionen und für EADS: Wir stärken den traditionsreichen Luft- und Raumfahrtstandort Deutschland und schaffen optimale Voraussetzungen, um die Marktposition des Konzerns weiter auszubauen" , sagte EADS-CEO Tom Enders.

In dem Neubau sind neben Büros auch modernste Test- und Forschungsanlagen untergebracht; unter anderem Simulatoren, Avionik-Trainer, Labore, Testzentren und der Prototypenshop. Zu dem ist das Systemunterstützungszentrum (SUZ) für die Hubschrauberflotte der Bundeswehr, wie die Transporthubschrauber NH90, CH-53 oder den Kampfhubschrauber Tiger, bestandteil der Innovationsschmiede.

Durch die räumliche Nähe von Design und Produktion ist nunmehr eine deutlich engere Vernetzung der einzelnen Fachbereiche möglich. Kürzere Kommunikationswege entlang Lichthöfen, Galerien und zentralen Besprechungsräumen fördert den persönlichen Austausch und reduzierenso die Reaktionszeiten. Auf dem Weg zum neuen Hubschrauberentwicklungsprogramm X9 das schwerpunktmäßig am Standort Donauwörth realisiert werden soll, ist das eine wichtige Voraussetzung.

Seit Baubeginn im Juli 2011 hat Eurocopter rund 100 Mio. Euro in das Projekt Entwicklungszentrum investiert. Mit einer Gesamtfläche von 30.000 m² war das größte Bauvorhaben der Region.

Um der wachsende Anzahl an Mitarbeitern auf dem Eurocopter-Gelände in Donauwörth gerecht zu werden, ist im Rahmen der Erweiterungsmaßnahmen auch eine neue Kantine entstanden. Darüber hinaus wird in unmittelbarer Nähe des Werks eine Kindertagesstätte mit rund 50 Betreuungsplätzen errichtet. Durch den Bau eines werksinternen Blockheizkraftwerks deckt Eurocopter in Donauwörth künftig knapp die Hälfte seines Energiebedarfs.

Ein Mitarbeiter namens Stefan brachte ein Koffer mit drei Speicherkarten um das neue Systemhaus der Firma Eurocopter in Donauwörth offiziell in Betrieb zu nehmen. Die Datenträger wurden vom bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, EADS-Chef Thomas Enders und Eurocopter Präsident Guillaume Faury in eine dafür vorgesehene Vorrichtung auf der Bühne gesteckt. Damit sollte der Wissenstransfer und Umzug von Ottobrunn nach Donauwörth symbolisiert werden.
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2 Kommentare
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Heinz Barisch aus Bobingen | 17.05.2013 | 10:05  
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Andreas Köhler aus Greifswald | 17.05.2013 | 10:22  
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