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Verwirrung am Bahnübergang Wrexen

Viele Lichtsignale, Haltelinien und Schranken laden zu diversen Interpretationen ein.
Diemelstadt: Bahnübergang | Auf dem ersten Blick scheint hier alles normal zu sein.

Eine Ampel, eine Haltelinie mit eingebauter Induktionsschleife, die beim überfahren eine Grünanforderung auslöst.
Optional sind da noch, weil es sich um einen Bahnübergang handelt, Schranken installiert, um gegebenenfalls den einen oder anderen Zug durchzulassen.


Aber hoppla, was ist das?


Da gibt es noch eine weitere vorgelagerte sogenannte "Schlaf- Ampel" inklusive Haltelinie im rückwärtigem Straßenbereich.

Wenn man genau hinschaut ist diese für die Seiten- bzw. Anliegerstraße gedacht, wo Fahrzeuge mittels eigener Kontaktschleife, ein Grün der Hauptampel erwirken können.

Man möchte dem Verkehr, der aus dieser besagten Straße kommt, auch bei erhöhtem Verkehrsaufkommen die Möglichkeit geben über den Bahnübergang zu gelangen.
In dem Fall würde die Ampel 1 (s. Foto) auf Rot umspringen und man müsste auf der Haltelinie 1 (s. Foto) zum stehen kommen.

Jetzt sind aber viele auswärtige PKW Fahrer der Ansicht, dass man grundsätzlich an der Haltelinie 1 halten muss.
Da es an dieser Haltelinie keine Induktionsschleife wie an Haltelinie 2 gibt, erfolgt auch keine Grünanforderung. Ein Rückstau bis über die Ortsmitte hinaus ist folglich vorprogrammiert.

Der typische Verkehrsteilnehmer entwickelt, geschult durch einen landesweiten Schilderwald und lückenlose Reglementierung, keinerlei Denkprozess, um vielleicht versuchsweise auf die weiter vorne liegende Haltelinie zu fahren. Im Gegenteil. Sollte man es wagen an dieser Stelle den ewig Wartenden zu überholen, wird das mit bösen Blicken, Gesten oder sogar Hupkonzerten quittiert.

Manchmal nehme ich mir die Zeit und spreche die „Dauerparker“ persönlich an.

„Sie müssten schon bis zur 2. Haltelinie vorfahren mein Herr,
sonst stehen Sie hier noch bis zum jüngsten Tag."
"Sind Sie da auch ganz sicher?“
„Ja, ich kenne mich hier aus, ich wohne hier.“
„Und da kann auch wirklich nichts passieren?“
„Doch, die Ampel würde auf Grün umspringen und wir könnten fahren....wohin auch immer wir wollen."


Mittlerweile erhalte ich Gesellschaft und werde angepöbelt, ob ich denn meinen Plausch nicht auch anderweitig fortsetzen könne....ich hielte den Verkehr auf!

Vielleicht sollte man eine Standspur mit Imbissstand und Toilettenhäuschen in Erwägung ziehen und den Ortskundigen eine freie Fahrt auf der "Überholspur" ermöglichen. Sollte sich diese aufwändige Lösung nicht umsetzen lassen, würde es wohl auch ein Hinweisschild tun: Grünanforderung - Bitte vorfahren bis zur vorderen Ampel.

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Update vom November 2014:
Mittlerweile wurde eine Kontaktschleife an der 1. Haltelinie angebracht. (S.Foto)
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3 Kommentare
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Christel Pruessner aus Dersenow | 30.09.2011 | 20:54  
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Georg Schmidt aus Diemelstadt | 01.10.2011 | 22:01  
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Christel Pruessner aus Dersenow | 29.10.2011 | 07:54  
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