Disco „Suite18“ in Deggendorf wird nach Rechtsstreit zu „Crowd“

Die neue Disco „Suite18“ in Deggendorf war noch nicht einmal eröffnet, da kam es auch schon zum Konflikt. Der Regensburger Traditionsclub „Suite15“ bezichtigt die Betreiber des Namenklaus – und will markenrechtlich gegen sie vorgehen.

Der Club solle ein Laden für die erwachsene Ausgehgesellschaft in und um Deggendorf sein, sagt Oliver Stadie laut wochenblatt.de über sein neues Projekt. Mit Suite verbinde er weiterhin einen luxuriösen Ort mit perfektem Wohlfühlklima, erklärt er die Namensgebung des Clubs. Die hat nun schon vor der Eröffnung zum Streit mit der Regensburger Disco „Suite15“ geführt. Die Betreiber führen an, dass ihr Club samt Plattenlabel bereits seit 1999 bestehe, 2001 hätten sie den Namen markenrechtlich schützen lassen. Für den Besitzer des Regensburger Clubs, Sascha Almahmoud, ist klar: Die Deggendorfer sind Trittbrettfahrer, die vom Erfolg seines Clubs profitieren wollen.

Markenrechtsverletzung wegen Verwechslungsgefahr
Laut Almahmoud wurden er und Person Röhl, einer der Betreiber, erst durch Gäste auf „Suite18“ aufmerksam. Sie wurden wohl mehrmals gefragt, ob sie expandieren und einen weiteren Club in Deggendorf eröffnen würden. Laut einem juristischen Schreiben, das dem Wochenblatt vorgelegt wurde, sei bereits ein regionaler Schutz des Unternehmenszeichens durch die erlangte Bekanntheit eingetreten. Dieser Fall wäre eine „Markenrechtsverletzung wegen Verwechslungsgefahr".

"Wer auf uns schießt, auf den schießen wir!"
Laut Oliver Stadie soll der Konflikt allerdings noch ernster gewesen sein. Herr Röhl sei bereits im ersten Telefongespräch sehr aggressiv gewesen, berichtete er. Aufgrund seiner Freisprecheinrichtung würden das auch Zeugen bestätigen können. Röhl sagte dazu bloß gegenüber dem Wochenblatt: „Wer auf uns schießt, auf den schießen wir!“. Problematisch sei auch, dass Deggendorf noch in ihrem Einzugsgebiet läge. Nach einem Gespräch mit einem Patentanwalt ruderte Stadie zurück und nannte seine Disco in „Crowd“ um. Diese Entscheidung begründete er damit, dass er keinen unnützen Krieg, sondern einen Laden zum friedlichen und ausgelassen Feiern kreieren wolle.
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