Tauchsportclub Marburg (TSC) übernimmt taucherische Grundausbildung als einen Schritt zum nautischen Archäologen

Schwimmbadausbildung (Foto: Horst Backes)
Als einzigste Universität in Deutschland lehrt die Philipps-Universität die Nautische Archäologie, die sich mit der antiken und mittelalterlichen Seefahrt beschäftigt. Erforscht werden unter anderem Schiffswracks, deren Erkundung andere Grundlagen erfordert als die Ausgrabung und Vorgehensweise an Land. Ermöglicht wird dies durch den amerikanischen Professor Ralph K. Pedersen. Durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst konnte einer der wenigen Spezialisten auf dem Gebiet der Unterwasser- und Schifffahrtsarchäologie gewonnen werden. Gastgeber Professor Dr. Winfried Held vom Archäologischen Seminar hofft, Nautische Archäologie dauerhaft in Marburg etablieren zu können. Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie unterstützt das ehrgeizige Projekt.
In Kooperation mit dem heimischen Tauchsportclub Marburg e.V. (TSC) kann den Studenten die taucherische Grundausbildung sogar hier in Marburg angeboten werden. Dabei erfolgt eine umfassende Einweisung und individuelle Betreuung durch die qualifizierten Ausbilder nach den Empfehlungen des VDST (Verband deutscher Sporttaucher).
Den ersten Studenten wurden bereits die Grundzüge des Tauchens in der Schwimmbad-Ausbildung im AquaMar vermittelt, bevor die nächsten Anfang Mai beginnen können. Abgeschlossen wird der Kurs bis zum Sommer mit der Freigewässerausbildung dann im Niederweimarer See. Hier erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem befreundeten Tauchclub Delphin Butzbach.
Daran anknüpfend werden die Fähigkeiten der Studenten dann durch Professor Pedersen in unterwasserarchäologischer Praxis und Theorie geschärft.
Zurzeit bereitet er ein Forschungsprojekt zur Lahn vor, in der nach alten Keramiken oder ähnlichem gesucht werden soll. Einige Marburger werden Professor Pedersen im Sommer zu einer Forschungsexpedition in den Libanon begleiten.
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