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11. Seniorentag in Darmstadt

  Darmstadt: Darmstadtium | Bereits zum elften Mal luden der Seniorenrat der Stadt Darmstadt e. V. und die Fachkonferenz Altenhilfe zum Darmstädter Seniorentag ein. Veranstaltungsort, wie jedes Jahr, das Darmstadtium. Seine zentrale Lage in Darmstadt ist der geeignete Veranstaltungsort, zumal die Verbindungen des ÖPNV bestens gegeben sind. Die mittlerweile überregional bekannte und viel beachtete Veranstaltung, ist leider zu unbekannt. In der Nachbargemeinde Bickenbach habe ich nichts davon gelesen und persönlich war ich nur da, weil ich über den ASB Alsbach und der dortigen Tagespflege davon erfuhr. Die ASB hatte einen Stand auf dem Seniorentag und über Tagespflege, Notruf, Betreuung und vieles mehr zu informieren. Zwar ist die Veranstaltung inzwischen ein fester und stets erfolgreicher Termin in der Seniorenarbeit in Darmstadt, aber auch nur dort besser bekannt. Gerade in den Gemeinden, die keine Großstadtstruktur aufweisen, ist eine solche Arbeit und Information wichtiger, als in der etablierten Stadt. Die Vielfalt der Angebote für ältere Menschen in Darmstadt ist erfreulich groß. Aber wie bereits erwähnt, nicht im Umland.
Der Darmstädter Seniorentag, von 11 bis 17 Uhr, versteht sich als Begegnungs- und Informationsmesse. Die Aussteller erwarten die Besucher an den Informationsständen im Kongresssaal, interessante Vorträge und einige Mitmachangebote laden die Besucher in den Konferenzbereich ein. Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren und Ihren Angehörigen konkrete Information, Hilfe und Unterstützung für Ihren Alltag zu geben.
Brücken bauen zwischen Jung und Alt, so lautet das Motto dieses Jahr und hebt sich damit nicht von anderen Veranstaltungen in Deutschland ab. Das Motto erweist sich sicher als gut gemeint, doch war davon wenig zu sehen. In der Zeit, die ich auf dem Seniorentag verbrachte sah ich 90 Prozent Senioren. Von den restlichen Zehn Prozent jungen Leuten waren gut 80 Prozent an den einzelnen Ständen vertreten. Aus dieser Sicht, hat das Motto leider nicht funktioniert.
Mehr Lebensqualität in jedem Alter ist ein guter Ansatz. Doch ist meines Erachtens dies zu wenig. In den kleineren Gemeinden klappt das Familienleben noch, da ist man für einander da. In den Städten mit den vielen Single-Haushalten, den vielen Studenten etc. ist so etwas leider nicht mehr der Fall. Daher ist es tatsächlich wichtig, auf die Menschen zuzugehen. Die Aussage: In einer älter werdenden Gesellschaft spielt gerade der gesellschaftliche Zusammenhalt zwischen den Generationen eine entscheidende Rolle, ist genau das. Die entscheidende Rolle. Da können Angebote noch so gut gemeint sein, aber sie können keine intakte Familie ersetzen. Wenn Hilfsbedürftige auf die Gemeinschaft angewiesen sind, kommen wir zum Problem der Pflege und der Pflegekräfte. Davon gibt es zu wenig. Umso erfreulicher, dass mit den mehr als 70 Ausstellerständen eine große Vielfalt gezeigt wurde. Wie kann Wem mit Welchen Mitteln geholfen werden.
Ich möchte an dieser Stelle nur ein paar Aussteller nennen, in alphabethischer Ordnung und auch nur als Repräsentant, da es viele gleichartige Aussteller gab.

So wäre der ASB zu nennen, der mit den beiden Tagespflegestätten in Alsbach und Erzhausen, der häuslichen Pflege, dem Hausnotruf und seinem Menüservice sich den Besuchern vorstellte. Gerade die Tagespflegestätten werden von den älteren Herrschaften gern angenommen, so ist die erst ein Jahr alte Tagespflegestätte in Alsbach sehr erfolgreich, weil sie auch in der Ortsmitte angesiedelt ist.
Im Bereich des Sports allgemein und dem Altensport im Besonderen empfiehlt sich die TSG, die Darmstädter Turn- und Sport-Gemeinde. Aber auch diese Gemeinschaft ist nur eine von vielen, die auf dem elften Seniorentag anwesend war.
Kattler, das Sanitätshaus imponierte mir, weil sie einen zusammenklappbaren elektrisch betriebenen Rollstuhl anboten.
Erstaunt war ich, weil das Regierungspräsidium Giessen vertreten war, vom Regierungspräsidium Darmstadt aber nichts zu sehen war. Scheinbar ist dort das Interesse nicht so groß, sich zu beteiligen.
Tischlerei Markus Köhres bot unter anderem an, das Umfeld der Senioren Barrierefrei zu gestalten, die entsprechenden Möbel anzubieten etc.
Vivacus Seniorenbetreuung ist eine von vielen Organisationen, die nach hause zu den Menschen fährt. So können diese im gewohnten Umfeld leben und müssen sich nicht neu orientieren. Wie heisst es doch: Alte Bäume verpflanzt man nicht.

Das Gute im Alter ist doch, seine Freizeit aktiv zu gestalten. Dazu zählt unter anderem Lebenslange Bewegung, lebenslanges Lernen und Lachen. Für die Senioren, die gesundheitlich eingeschränkt sind, bietet diese Veranstaltung viele Informationen. Beginnend vom Umbau der Wohnung für eine Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer über betreutes Wohnen bis hin zu Seniorenwohneinrichtungen. Die Herausforderungen an das Wohnen im Alter sind vielfältig. Unter dem Motto: Wenn die Eltern älter werden, finden sich viele Hilfestellungen. Dazu müssten aber die Kinder und Kindeskindergeneration den Weg hierher finden.
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