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Schweinepreisschiessen (leider) mit immer weniger Teilnehmern / Willi Vorlop mit zwei Superschüssen

Wann? 20.11.2010 19:00 Uhr

Wo? Schützenhaus, Heeg, 31303 Burgdorf DEauf Karte anzeigen
Jeder Teilnehmer bekam einen Fleischpreis. Das Buffett war gut gedeckt. Auch die Tombola war mit vielen tollen Preisen bestückt.
 
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Der Gewinner Willi Vorlop (li.) begutachtet seine "Wanne" mit vielen verschiedenen Fleischstücken. Hertha-Vorsitzender Alfred Burgemeister und Organisator Karl-Heinz Dralle stehen mit am Preistisch.
Burgdorf: Schützenhaus | An sechs Schiesstagen im November hat der Schützenverein OTZENIA sein diesjähriges Schweinepreisschießen veranstaltet. Hierzu waren alle Otzer Bürger geladen und konnten im Schützenhaus ihre Schiesskünste unter Beweis stellen. Geschossen wurde mit Luftgewehren auf 10 m Entfernung. Ausgewertet wurde nach geschossenenen Teilern. Je niedriger der Teiler, desto besser war die Wertung. Jeder Teilnehmer konnte soviel Schüsse abgeben wie er wollte. Das Ergebis wurde aus der Summe der zwei besten (niedrigsten) Teiler ermittelt.
Es gab einige Teilnehmer, die mehrmals ihr Können (und Glück) heraus forderten. Die besten Schiessergebnisse (Teiler) kann nur eine Scheibenlesemaschine unterscheiden. Mit blossem Auge sind die Unterschiede kaum zu erkennen.
Doch wie genau Willi Vorlop die Mitte der Scheibe getroffen hatte, und das zwei Mal, das war schon sensationell. Da konnten die Mitglieder des Schützenvereins und die anderen Teilnehmer nur Staunen. Mit Teilern von 4,1 und 11,7 (Gesamtpunktzahl 15,8) war er unbestritten bester Schütze des Schweinepreisschiessen 2010. Am Ende des Wettbewerbs gab es noch einen Schuss mit einem Teiler unter 10. Gisela Dralle erzielte einen Teiler von 9,2.
Schon der zweitplatzierte Helmut Beier, der bis kurz vor Wettbewerbsende als bester Schütze die Rangliste der Schützen anführte, hatte mit zwei fast identischen Schüssen über das doppelte an Teilern (39,0). Somit hatte der “Kartoffelkönig” seinen “Konkurrenten” vom Kartoffelschälen, Friedhelm Döbel, schon wieder besiegt. Doch bei seiner erstmaligen Teilnahme an diesem Wettbewerb hatte der Pressewart von Hertha viel Glück. Aber mit dem 3. Platz (Teiler 40,5) liess er immerhin den Stadtkönig Lutz Dorstewitz hinter sich.
Dass auch Leute, die nicht dem Schützenverein angehören gut schiessen können, bewiesen die Teilnehmer des Sportverein von SV Hertha Otze. Unter anderem belegte der 1. Vorsitzende Alfred Burgemeister immerhin den fünften Platz in der Rangliste.
Bei der Siegerehrung nach dem Wurstessen am 20. November, bekamen alle Teilnehmer einen Fleischpreis, der im Wert weit über dem Startgeld von nur 12,- Euro lag. In diesem Betrag war das Wurstessen bereits enthalten. Weiterhin gab es wie in jedem Jahr auch eine Tombola bei der fast jeder, der Lose kaufte, auch noch auf seine Kosten kam. Sowohl der Ablauf des Schiesswettbewerbs als auch das Wurstessen wurde von den Verantwortlichen des Schützenvereins unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Harl-Heinz Dralle hervorragend organisiert. Nach der Siegerehrung und der Preisverteilung wurde noch bei Bier und Schnaps (natürlich konnte man auch alkoholfreie Getränke zu sich nehmen) gefachsimpelt und der eine oder andere Witz erzählt. Als Resümee ist festzuhalten, dass alle zufrieden waren und der Schützenverein OTZENIA wieder einmal eine tolle Veranstaltung für die Otzer Bürger veranstaltet hatte.
Es gab Teilnehmer an diesem Abend die Mühe hatten, ihre gesamten Preise mit nach Haus zu bekommen.
Leider ist auch zu erwähnen, dass die Teilnehmerzahlen des Schweinepreisschiessen rückläufig ist. Waren es im Jahr noch 2007 noch 80 Teilnehmer, so kamen in diesem Jahr nur noch fast die Hälfte (44 Personen). In den letzten Jahren (2009: 48; 2008: 73) waren es noch mehr Interessierte.
Woran mag es liegen, dass immer weniger Otzer Bürger am Schweinepreisschiessen des Schützenverein OTZENIA teilnehmen? Diese Frage stellen sich nicht nur die Verantwortlichen des Schützenvereins. Auch andere Vereine unseres Dorfes beklagen mangelnde Bereitschaften der Bürger, sich ehrenamtlich für die Vereine einzusetzen und hier Ämter und Arbeiten für die Vereine zu übernehmen. Diese Einstellung erschwert ungemein die Arbeit in den Vereinen. Langfristig gesehen werden hier Lücken entstehen, die die einzelnen Vereine vor große Probleme stellen.
Vielleicht steigt die Teilnehmerzahl an dem Schweinepreisschiessen jedoch wieder dadurch, dass die Verantwortlichen des Schützenvereins im nächsten Jahr rechtzeitig in Aushängen und im Hertha Kurier Werbung für das Schweinepreisschiessen machen.
Nochmals ein Dankeschön an den Schützenverein OTZENIA für die gelungene Veranstaltung.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger | Erschienen am 22.12.2010
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