Hertha-Otze-Chef Alfred Burgemeister: " Erfolge kann man kaufen oder sich erarbeiten - wir sind Arbeiter!"

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Alfred Burgemeister ist die Vorsitzende des SV Hertha Otze, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Im myheimat-Interview zieht er eine erste Bilanz des Jubiläumsjahres und verrät, was Mitglieder und Otzer in diesem Jahr noch erwartet.

Herr Burgemeister, Sie sind der Vorsitzende des SV Hertha Otze. Was zeichnet den Verein aus? Und wo zwickt es?

Der SV Hertha Otze hat sein sportliches Angebot immer den Bedürfnissen der Otzer Bürger angepasst und sich ständig weiterentwickelt. So ist aus einem reinen Fußballverein ein Verein des Breitensports geworden. Zurzeit bieten wir unseren etwa 740 Mitgliedern acht unterschiedliche Sportarten an: Fußball, Gymnastik, Jazzdance, Kinderturnen, Tennis, Triathlon, Volleyball und Wintersport.
Besonders stolz sind wir natürlich auch auf unsere Zusammenarbeit mit der Otzer Grundschule und dem ortsansässigen Kindergarten. In Kooperation bieten wir unseren Kindern drei Arbeitsgemeinschaften (AG) an: Einrad, Tennis und die AG-Kindergarten.
Zurzeit zwickt es in der Bereitschaft des Ehrenamts. Im Augenblick können wir, mangels Bereitschaft, zwei wichtige Positionen im Vorstand nicht wieder besetzen.

In diesem Jahr feiert der SV Hertha Otze sein 100-jähriges Bestehen. Wenn Sie auf die bisherigen Veranstaltungen in diesem Jahr zurückblicken: Wie fällt Ihre Bilanz aus? Was waren die bisherigen Höhepunkte?

Wir hatten uns für das Jubiläumsjahr ein anspruchsvolles Programm auferlegt und haben dieses zum größten Teil bravourös abgearbeitet. Jede einzelne bis heute durchgeführte Jubiläumsveranstaltung war meiner Meinung nach ein Highlight für sich. Trotzdem schwärmen heute noch viele Leute von unserer Kommersveranstaltung, die wir am 28. Mai in Lahmanns Wellblechpalast feierten. Etwa 160 Gäste bekamen eine kurzweilige Show geboten, die letztendlich einen harmonischen und gut aufgestellten Verein präsentierte.

Welche Veranstaltungen erwarten Mitglieder und Otzer in diesem Jahr noch?

Eine engagierte Arbeitsgruppe, unter der Leitung unseres stellvertretenden Vorsitzenden Willi Vorlop, arbeitet zurzeit an unserer Abschlussveranstaltung, die am Sonnabend, 4. September, um 20 Uhr im Saal unseres Vereinswirtes Jürgen Sievers, im Gasthaus ohne Bahnhof, stattfindet. Den musikalischen Part gestaltet der bekannte Musiker Timo aus unserer Nachbargemeinde Hänigsen. Die Karten können im Vorverkauf an den bekannten Orten in Otze für fünf Euro erworben werden. Der Eintrittspreis beinhaltet auch ein Los für einen attraktiven Preis. Die Arbeitsgruppe behält sich vor, noch für weitere Überraschungen zu sorgen.

Wenn Sie an die Vereinsgeschichte denken: Auf welche Errungenschaften sind Sie besonders stolz? Was hätte dem SV Hertha Otze erspart bleiben können?

Ich bin stolz darauf, der Vorsitzende eines intakten, sozial engagierten Vereins zu sein. Wir messen unsere Erfolge nicht an der Höhe der einmal gespielten Liga, sondern an der Zufriedenheit unserer Mitglieder und Bürger der Gemeinde Otze.
Erfolge kann man kaufen – oder sich erarbeiten. Wir sind Arbeiter.
Ein Verein, der fast die Hälfte aller Einwohner der Otzer Gemeinde als Mitglieder zu verzeichnen hat, stellt unter Beweis, dass er erfolgreich ist.

Viele Vereine beklagen das fehlende Engagement des Nachwuchses. Welche Beobachtungen machen Sie beim SV Hertha?

Die angelegte Vereinsstruktur "Breitensport“ und die Kooperation mit der Otzer Grundschule und dem Kindergarten sind Garanten für stetigen Nachwuchs im Jugendbereich.

Wo sehen Sie den SV Hertha Otze in zehn Jahren?

Bei Beibehaltung der Vereinsphilosophie mache ich mir in einem Zeitfenster von zehn Jahren keine großen Sorgen.

Mal abgesehen vom SV Hertha: Was macht Burgdorf lebenswert? Und was sollte besser werden?

Die Ortsteile bekommen durch die Präsens des Stadtbürgermeisters Alfred Baxmann, der es sich nicht nehmen lässt bei besonderen Veranstaltungen persönlich zu erscheinen, das Gefühl der Zugehörigkeit. Ich fühle mich wohl in der Stadt Burgdorf, und natürlich auch in dem Ortsteil Otze. Veränderungen sollte nur der fordern, der selbst auch bereit ist, etwas zu tun.

Seit zwei Jahren schreiben Bürgerreporter auf myheimat.de, dem Mitmachportal des Anzeigers. Was halten Sie davon?

Ich denke, dass das ein Weg ist, sich selbst zu präsentieren. Warum nicht?

myheimat-Team:

Annika Kamissek aus Bad Münder am Deister

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