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Eine Radtour auf dem Mecklenburgischen Seen-Radweg

Im Hafen von Ueckermünde.
 
Logo des Seen-Radwegs, das unterwegs ausgerechnet an entscheidenden Stellen manchmal fehlte.
Abwechslungsreich, voller Naturschönheiten - aber anstrengend

Vom Müritzsee hat sicher jeder schon einmal etwas gehört. Er ist der größte See, der ausschließlich in Deutschland liegt, und bildet das Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Größer ist lediglich der Bodensee, von dem jedoch Teile zu Österreich und der Schweiz gehören. Die Geburtsstunde der Müritz, wie auch der vielen tausend anderen Seen der Mecklenburger Seenplatte, liegt am Ende der Weichsel-Eiszeit vor rund 12.000 Jahren. Eine Radtour von Ueckermünde nach Ludwigslust auf dem Mecklenburgischen See-Radweg erschließt einen großen Teil dieser Region.

Die Bahnfahrt von Burgdorf nach Ueckermünde dauert knapp siebeneinhalb Stunden und erfordert fünfmaliges Umsteigen in Celle, Uelzen, Lüneburg, Büchen und Bützow. Außer in Celle, wo der Fahrstuhl zu Gleis 5 defekt war, klappte das Umsteigen aber problemlos. Langwierig, aber schön, ist die Fahrt von Bützow zum Zielort, weil das „Bähnle“ mit Super-Service - es gibt zu essen und zu trinken - mehrmals längere Pausen einlegt.

Ueckermünde: Hier endete vor zwei Jahren unsere Radtour auf dem Oder-Neiße-Radweg. Bericht hier klicken

Weil damals für mehrere Tage schlechtes Wetter einsetzte, mussten wir die geplante Weiterfahrt auf dem Mecklenburgischen Seen-Radweg nach Lüneburg abblasen. Nun nahm ich die Strecke alleine in Angriff.

Ueckermünde liegt am Stettiner Haff - ein wunderschönes Fleckchen Erde und zudem äußerst preiswert, wenn man sich ein bisschen umschaut. Meine erste Etappe führte in die „Vier-Tore-Stadt“ Neubrandenburg. Weiter ging es in großen Schleifen nach Neustrelitz, das innerhalb einer Kleinseenplatte liegt. Tag drei führte mich dann nach Alt Schloen bei Waren an der Müritz und somit ins Herz der Mecklenburgischen Seenplatte.

Wechselnde Wegequalität
Die Wegequalität war sehr unterschiedlich: von grottenschlechten Sand- und Kopfsteinpflasterwegen bis zu richtigen Asphaltrennbahnen. Manchmal habe ich mich gefragt, ob da nicht jemand hier zu viel und dort zu wenig Asphalt eingesetzt hat. Denn einige Radwege, auf denen ich nicht einen Radler traf, waren fast so breit wie die Autostraße daneben.

Von Waren/Müritz nach Plau am See und am Tollensesee ab Neubrandenburg war es landschaftlich am schönsten. Es ging, wie fast immer auf dieser Tour, auf und ab, aber lange Strecken am Wasser entlang. Auch war an der Müritz, dem touristischen Hauptgebiet der Region, die Versorgungslage perfekt, während es auf den ersten beiden Etappen kaum etwas zu Beißen oder Schlürfen gab.

Beschilderung mit Lücken
Dann kam der Plauer See in Sicht und die Wegweisung setzte aus, so dass ich mich im Wald verfuhr und aus lauter Verzweifelung auf der Bundesstraße nach Plau strampelte (wie andere Radler auch). Plau ist ein winziges Städtchen mit nicht mal 5.700 Einwohnern, aber hübsch gelegen. Der Fisch in einem der Lokale am Hafen war Spitze, aber leider war die Wegweisung aus der Stadt genau so mangelhaft wie die am Uferweg hinein. Dennoch fand ich letztendlich den Weg nach Ludwigslust, von wo ich per Bahn über Wittenberge, Stendal und Wolfsburg nach Arpke-Immensen zurückfuhr. Die letzten par Meter nach Burgdorf waren dann trotz des schlechten Weges bei Lehmanns Teichen auch nicht mehr der Rede wert. Gegenüber manchen Wegen auf dem mecklenburgischen Seen-Radweg sind das lediglich „Peanuts“ …

Natur und Abenteur
Einen ausführlichen Radreisebericht über diese in Sachen Natur wunderschöne, aber hinsichtlich der Streckenbeschilderung und Wegequalität bisweilen recht abenteuerliche 415 km lange Tour, finden Sie hier:
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