Rückblick auf den 25. Jubiläums-Porta-Pokal 2012

Stefan Nehrmann (Mitte) Geschäftsführer von Porta Möbel überreicht den Pokal.
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Der Jubiläums-Porta-Pokal ist geprägt von Kuriositäten.

Seit 25 Jahren wird beim RSE der Porta-Pokal ausgespielt. In 24 Jahren ist er bis auf wenige Ausnahmen ohne größere Pannen abgelaufen. Ausgerechnet zum 25jährigen Jubiläum gab es eine Häufung von Ereignissen, die der Turnierleitung manche Schweißperle auf die Stirn trieb und den Blutdruck steigen ließen.
Die Chronologie der Kuriositäten. Die Spiele litten teilweise unter Wetterbedingungen die man dem Herbst zuschreibt und nicht dem Sommer, an manchen Tagen wünschte man sich einen Glühweinausschank anstatt kaltes Bier, das die Zuschauer noch mehr frösteln lies. Trotzdem war die Zuschauerresonanz sehr zufriedenstellend und nicht viel schlechter als im Vorjahr. Bei über 3000 Zuschauern im Verlauf des Turnieres zeigt es sich, dass der Porta-Pokal einen hohen Stellenwert hat. Leider ist die Heimmannschaft schon in der Vorrunde ohne einen einzigen Sieg ausgeschieden. Auch eine Kuriosität die es in 24 Jahren Porta-Pokal noch nicht gegeben hat.
Weiter geht es damit, dass Hannover 96 U23 im letzten Vorrundenspiel gegen Arminia Hannover nach der Halbzeitpause nicht mehr aus der Kabine kam, das Spiel vom Schiedsrichter abgebrochen und mit 0:5 Toren als verloren für Hannover 96 gewertet wurde, obwohl 96 zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 in Führung lag. Dadurch war 96 ausgeschieden und Arminia Hannover kam ins Halbfinale. Als Grund für ihr Nichtantreten nannten die kleinen Roten, dass sie eine weitere Eskalation im Spiel vermeiden wollten. Zur Erklärung: es gab in der ersten Hälfte einige Nickligkeiten und ein grobes Foulspiel von Ole Wegener an Giacomo Serrone, so dass Serrone nicht mehr weiterspielen konnte. Lars Fuchs von 96 hatte sich ohne gegnerische Beteiligung schon früher verletzt und mußte mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden. Zudem sah Deniz Kadah von Hannover 96 nach einer Tätlichkeit an Ole Wegner, nach dessen grobem Foul, die Rote Karte. Auch Ole Wegner von Arminia Hannover wurde mit der Roten Karte vorzeitig in die Kabine geschickt.
Am folgenden Freitag zu den Halbfinalspielen war es sehr heiss und sehr schwül, so dass mit Gewittern und Wolkenbrüchen gerechnet werden mußte. Im ersten Spiel zwischen Armina Hannover und dem SC Langenhagen war bis zur 75. Minute und einem unentschiedenen Spielstand noch alles regulär. Dann wurde es zunehmend dunkel am Himmel und ein Unwetter mit Blitz, Donner und Wolkenbruch zog auf und der Schiedsrichter unterbrach das Spiel und schickte die Mannschaften in die Kabinen. Nach ca. einer Stunde Wartezeit entschied der Schiedsrichter das Spiel abzubrechen, da immer noch grelle Blitze am Himmel zuckten. Der Schiedsrichter des zweiten Spieles zwischen TSV Havelse und TSV Burgdorf pfiff das zweite Spiel aufgrund der Witterungsbedingungen erst gar nicht an. Wieder eine kuriose Situation vor die die Verantwortlichen des RSE gestellt wurden.
Kurz und gut, das Spiel zwischen Arminia und SC Langenhagen wurde mit Einverständnis der beiden Trainer per Losentscheid entschieden, bei der Arminia Hannover das glücklichere Händchen hatte.
Die Trainer des TSV Burgdorf, Volker Herfort und des TSV Havelse, André Breitenreiter machten den Vorschlag die ausgefallene Halbfinalbegegnung auf Sonntag, eigentlich der Endspielsonntag, zu verlegen und das Endspiel am darauffolgenden Dienstag auszutragen. Auch Arminia war mit dieser Entscheidung einverstanden und somit war die nächste Kuriosität Fakt: der Porta-Pokal geht in eine Verlängerung. Ein weiteres Novum in 24 Jahren Porta-Pokal.
Das Programm für den Sonntag wurde beibehalten. Es gab wie geplant das Vorspiel zwischen der Reserve des RSE gegen TSV Engensen, das nach torreicher Begegnung vom TSV Engensen mit 5:4 gewonnen wurde. Der Luftballon-Weitflugwettbewerb wurde gestartet und alle sind gespannt, wann die erste Karte zurückgeschickt wird und wer mit der weitesten Entfernung einen Einkaufsgutschein für das Porta-Möbelhaus gewinnt.
Spannung kam nach dem Halbfinalspiel, das TSV Havelse für sich entscheiden konnte, bei den Zuschauern auf als die öffentliche Verlosung der Tombola mit Preisen im Wert von über 4000 Euro begann.
Den Hauptpreis, einen TUI-Reisgutschein über 500 Euro gewann Melanie Grube aus Engensen. Fahrräder gewannen Olaf Voltmer und Hildegard Lange aus Ehlershausen und Ramlingen.
Zum Ausklang des Sonntags packte Daniel Fernholz seine Gitarre aus und unterhielt die Gäste mit toller Live-Musik von Rock bis Schlager.
Zum Endspiel am Dienstag zwischen TSV Havelse und Arminia Hannover fanden sich bei hervorragenden äußeren Bedingungen und bei freiem Eintritt über 400 Zuschauer im Waldstadion in Ramlingen ein. Sie mußten ihr Kommen nicht bereuen, denn sie sahen guten und spannenden Fußball bei dem Arminia Hannover, nach Elfmeterschießen, glücklicher Gewinner des 25. Jubiläums-Porta-Pokales wurde. Zur Siegerehrung überreichten Alfred Runge 2. Vorsitzender des RSE und Stefan Nehrmann von Porta-Möbel den Siegerscheck über 1000 Euro und den Pokal.
Der Kuriositäten ist es noch nicht genug, eine weitere ist, dass Arminia Hannover mit nur einem Sieg beim Porta-Pokal, vor dem Endspiel, Pokalsieger wurde, auch das gab es noch nicht in der Pokalgeschichte.
Trotz aller Ereignisse wird der SV Ramlingen/Ehlershausen im nächsten Jahr den 26. Porta-Pokal präsentieren, das Porta-Möbelhaus hat seine Zusage zur Unterstützung durch Stefan Nehrmann gegeben.

Bürgerreporter:in:

Gerhard Grupp aus Burgdorf

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