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Schulspass durch Wissenschaft

So geht das !
Erlangen: Montessorischule | Kinder sind von Natur aus kühne Entdecker und damit vor allem eines: unendlich neugierig! Ob das auch für Physik gilt? Na klar, man muss nur die Sache begreifbar machen, also Physik zum Anfassen.

Die Miniphänomenta an der Erlanger Montessorischule - die während baulicher Erweiterungsarbeiten als Wanderausstellung ihre Kreise zog - ist am 1.12. pünktlich zum ersten Tag der offenen Tür des Neubaus an ihren "Geburtsort" zurückgekehrt. Neues Glanzstück ist derzeit ein "Foucault´sche Pendel ". Einem Franzosen war es mit dieser Methode 1851 gelungen mit einem nur 2 Meter langem Pendel die Erdrotation anschaulich zu belegen.

In Erlangen hängt aktuell ein Pendel von zirka 3 Meter Länge und zeigt ebenfalls sehr beeindruckend die Drehbewegung unseres Planeten. Kleine aufgestellte Spielfiguren werden hier durch das Pendel nach und nach "abgeräumt".

Kinder möchten dabei nicht nur in der Rolle des Zuschauens verbleiben. In unserem Bild erläutert ein angehender "Jungprofessor" älteren "Semestern", was es denn mit dem Pendel auf sich hat: gekonnt ist gekonnt!

Ein Ideengeber ist bei solchen Anlässen aber nicht ganz unwichtig. In diesem Fall ist es der "Hans" aus dem BRK-Seniorenbüro, der für seine Pläne diverse Mitstreiter gewinnen konnte. Einer dieser Mittüftler ist der "Kurt", der ebenfalls beim Seniorenbüro in der Gruppe "Wir für Jung und Alt" dabei ist.

Während Kurt im Flur noch mit dem Pendel beschäftigt ist, gesellt sich Hans zu seinem Schülerexperteam, das für diesen Tag theoretische Physik von Albert Einstein zum Besten gibt. Es geht um nichts Geringeres als die Einsteinsche Relativitätstheorie! Dem unvorbereiteten Besucher wird hier nachvollziehbar erklärt, warum die Uhr eines Flugzeugreisenden gegenüber der Uhr eines zurückgelassenen Gastgebers minimal vor geht. Der Flugreisende macht also nach seiner Landung am Zielort in Summe einen winzigen Zeitsprung in die Zukunft. Wer viel fliegt bleibt also gegenüber Nichtfliegern relativ jung!

Das gilt aber nicht nur für das besagte Gedankenkonstrukt, sondern auch für all jene Senioren und Eltern der Schule, die viele Stunden ihrer Freizeit für die Neugierde junger Wissenschaftler investieren, auch wenn letztere gerade erst am Anfang ihrer schulischen Karriere stehen.
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