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Wo die Brenz wieder Natur sein darf

An der Brenz bei Bergenweiler
 
An der Brenz bei Hermaringen
Noch vor wenigen Jahren bot die Brenz zwischen Hermaringen und Bergenweiler einen eher tristen Anblick. Nach der Renaturierung ist allerdings ein Kleinod für Flora, Fauna und Erholungsuchende entstanden. Beim Brenz-Erlebnistag am 21. Mai wird diese Erfolgsgeschichte einen Schwerpunkt bilden.
Bevor Landschaftsplaner und Bagger ans Werk gingen, eilte die Brenz in diesem Abschnitt wie in einer engen Rinne dahin. Mitte des vergangenen Jahrhunderts war sie begradigt worden, um unter anderem Flächen für die Landwirtschaft zu schaffen. Ein Fehler, wie man heute weiß, denn ohne Flachwasserzonen und anderen Nischen im Gewässer nahm die Artenvielfalt in der Brenz immer mehr ab.
Heute sind die Spuren der schweren Baumaschinen wieder verschwunden, geblieben ist ein Fluss, der zumindest teilweise wieder in seinem ursprünglichen Bett fließen darf – mit deutlichen Effekten für Flora und Fauna. In diesem Flussabschnitt bringt Gewässerführerin Silvia Thran Interessierten regelmäßig die Brenz mit ihren Besonderheiten nahe. Ein tolles Erlebnis sei für viele, dass hier ein ganz neuer Zugang zur Brenz geschaffen wurde, der gerade im Sommer viel Zuspruch findet. Wanderer und Radfahrer erfreuen sich an der Ruhe, die die nun wieder sanft mäandernde Brenz ausstrahlt.

Artenreiche Tierwelt ist zurück
Und wer die Tierwelt ganz in Ruhe beobachten will, findet einige Meter südlich der Hürbemündung mit dem Brenzturm eine neu errichtete Anlaufstelle. Ob gemächlich staksende Graureiher, Wasseramsel oder Eisvogel – Vogelfreunde finden hier ein kleines Paradies vor. Im Zuge der Renaturierung ist im unteren Brenztal in den letzten Jahren ein Brenz-Erlebnisraum entstanden, der nicht nur Vögel, Fischen und seltenen Pflanzen neuen Lebensraum ermöglichte, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet wurde. „Es ist gut, wenn sich Erholungsuchende auf das westliche Brenzufer zwischen Fluss und Bahnlinie konzentrieren“, erklärt Silvia Thran. Das verschaffe den sensiblen Bereichen am östlichen Ufer, wo sich viele Brutstätten befinden, mehr Ruhe.

Die Brenz neu erleben
Beim Brenz-Erlebnistag am Sonntag, 21. Mai, kann die Brenz beispielsweise als „Reich des Eisvogels“ bei einem geführten Morgenspaziergang mit den Gewässerführerinnen Silvia Thran und Erika Wiedmann erlebt werden. Am Brenz-Lernort in Bergenweiler findet um 16 Uhr die offizielle Eröffnung des Erlebnistags statt. Dort lädt die Dorfgemeinschaft Bergenweiler von 13 bis 17 Uhr zu Kaffee, Kuchen und Vesper ein. Die Umweltstation mosseum informiert zudem Groß und Klein zum Thema Wasserkraft. Um 16 Uhr werden Landrat Leo Schrell und sein Heidenheimer Kollege Thomas Reinhardt nach einer Radtour von der Brenzmündung bzw. vom Benzursprung hier zusammentreffen, um die neue Naturattraktion „die brenz.fluss der Zeitt“ offiziell zu eröffnen.

TIPP: Am Sonntag, 21. Mai, präsentieren die Landkreise Dillingen und Heidenheim gemeinsam mit den Brenzgemeinden und vielen weiteren Akteuren ihren „Fluss der Zeit“ beim Brenz-Erlebnistag. Mehr als dreißig Stationen und Programmpunkte entlang des Brenz-Radweges zwischen Königsbronn und Faimingen bieten Wissen, Erleben und Spaß. An etlichen Stationen finden Besucher Gelegenheit zur Einkehr. Freizeittipps rund um die Brenz und das Programm zum Brenz-Erlebnistag sind unter www.die-brenz.de zu finden. Broschüren zur Brenz und dem Programm sind auf den Rathäusern in Lauingen und Gundelfingen erhältlich und können kostenlos beim Team Tourismus von Donautal-Aktiv unter tourismus@donautal-aktiv.de oder 0 73 25-95 19 57 bestellt werden.
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