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Barrierefreie Arztpaxen

Vor einigen Wochen war ein Artikel in der Zeitung mit der Frage: Warum gibt es so wenige Arztpraxen, die für alte und behinderte Menschen erreichbar sind?

Meine Recherchen haben nun ergeben, es liegt gar nicht am Unwissen, nein es hat ganz banale Hintergründe. Das Geld spielt die erste Geige. Ärzte wissen schon, dass behinderte Menschen auch krank werden können, aber Sie wollen diese Klientel gar nicht behandeln.
Sie bekommen eine pauschale Vergütung für Ihre Behandlung, nur ein behinderter Mensch verursacht ja ein mehr an Zeitaufwand (Vor und Nachbereitung so wie die Behandlung an sich). Da ist es doch lukrativer gesunde Kranke zu behandeln. Außerdem brauchen diese Chronisch kranken meist auch mehr an Medikamenten und das belastet das Budget. Also ist es sinnvoll diese Klientel erst gar nicht in die Praxis zu lassen.
Nun kommen diese Behinderten mit der Forderung der Barrierefreiheit, die bereits seit 11 Jahren verbindliches Gesetz ist und stellen Forderungen, die eine größere Praxis erfordern. Es müssen Bewegungsflächen geschaffen werden, eine Toilette nach DIN 18025 muss eingebaut werden, ja wer soll das denn bezahlen. Die Miete erhöht sich für die Praxisräume, wo doch die Ärzte bereits am Hungertuch nagen.
Nun gibt es aber nicht nur das BGG (Behinderten Gleichstellungs- Gesetz) sondern auch noch die HBO (Hessische Bauordnung) in der unter §46 die Barrierefreiheit geregelt wird. Es ist Vorschrift in Hessen, dass alle öffentlichen Räume, die nach 2002 fertig gestellt wurden, Barrierefrei sein müssen. Das ist Gesetz und sollte von den Bau und Ordnungsämtern genau wie der Brandschutz geprüft werden. Jede Pommesbude wird genauer geprüft und es gibt nur eine Konzession, wenn alle Bedingungen erfüllt wurden. Warum blockiert man hier von Seiten der Behörden?
Nun gibt es seit gut 4 Jahren auch noch ein Bundesgesetz, die UN-BRK (UN-Behinderten- Rechts- Konvention) mit 50 Artikeln. Leider setzt diese Bundesregierung diese Artikel nicht um. Die Gerichte entscheiden aber bereits nach diesen Bundesgesetzen. Muss man in Deutschland nur noch klagen um sein Recht zu bekommen???
Klaus-Dieter Dingel

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6 Kommentare

> "Ich habe zwar eine Barrierefreie Wohnung, kann aber weder meine Kinder, Freunde oder Bekannten besuchen, da diese KEINE Barrierefreie Wohnung haben."

Eben. Daran denkt anscheinend auch keiner.

> "Auch in den Bauordnungen ist die Barrierefreiheit klar geregelt, nur die Bauämter kümmern keine Gesetze. Jede Pommesbude wird geprüft und wenn irgend etwas nicht der Bauordnung entsprechend ist, gibt es keine Zulassung."

Leider...

> "NICHTS rein GARNICHTS wird geprüft. Beschwerden und Anzeigen werden nicht beachtet."

Tja, wenn der Öffentlichkeit andere Rechtsansprüche wichtiger sind, und es somit kaum einen interessiert, ist es auch leichter, sowas mal unter den Tisch zu fallen zu lassen...

Stimmt Andreas. Leider, aber selbst unter den Menschen mit Behinderung gibt es unterschiedliche Ansichten, da denkt jeder nur an seine eigenen Nachteile. Eigentlich sollte ich mich gar nicht darüber aufregen, ich komme klar. Habe meine Barrierefreie Wohnung, habe mein umgebautes Auto, bin sehr mobil mit E-Rollstuhl. Aber leider muss ich mich einfach einmischen auch für die, Die nicht in der Lage sind zu kämpfen. Es geht kostbare Lebenszeit verloren durch die Sturheit der Menschen. Eventuell fällt ja bei dem einen oder anderem mal die Scheuklappe. Spätestens nach einer neuen Hüfte , einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ich wünsche es keinem, denn das Leben ist nicht zu Ende, es wird nur erheblich anstrengender.

> "Leider, aber selbst unter den Menschen mit Behinderung gibt es unterschiedliche Ansichten, da denkt jeder nur an seine eigenen Nachteile."

Ja, das ist aber erstmal menschlich, dass man nicht an alles ausserhalb des eigenen Dunstkreises denkt. Allerdings sollte es ein Mitdenken und Mitempfinden geben, wenn man darauf hinweist.

> "Eventuell fällt ja bei dem einen oder anderem mal die Scheuklappe. Spätestens nach einer neuen Hüfte , einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ich wünsche es keinem, denn das Leben ist nicht zu Ende, es wird nur erheblich anstrengender"

Eben. Das kann ruckzuck gehen. Stolpern, auf die Fresse fliegen, Knochen brechen und schon können wenige Stufen, die eben noch knapp zu meistern waren, unüberwindlich werden und einen einsperren.

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