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Zum Deistertag auf Schnitzeljagd im Kurpark Bad Nenndorf

Brunnentempel und Esplanade im Kurpark Bad Nenndorf (Foto: Katja Woidtke)
 
Wasserspiele auf der Kurpromenade in Bad Nenndorf (Foto: Katja Woidtke)
Bad Nenndorf: Kurpark |

Mit dem 6. Deistertag wurde am vergangenen Wochenende die aktuelle Wandersaison in den Kommunen Bad Münder, Bad Nenndorf, Barsinghausen, Rodenberg, Springe und Wennigsen mit einem attraktiven Programm für die ganze Familie eröffnet. Bei geführten Wanderungen, Kutschfahrten, Frühlingskonzerten und Bastelaktionen konnten sich die Besucher Appetit auf weitere Ausflüge in diesem Jahr in den Deister holen. Und solch ein Familienausflug in den Höhenzug vor den Toren Hannovers ist nicht nur für Wanderer und Naturfreunde ein Erlebnis. Wer wie zu Urgroßelternzeiten flanieren möchte, sollte wie wir durch den Kurpark in Bad Nenndorf bummeln. Zum Deistertag konnten die Besucher den Park während einer Schnitzeljagd von seiner schönsten Seite kennenlernen.

Ende des 18. Jahrhunderts rund um die heilenden Schwefelquellen im Stil eines Landschaftsgartens angelegt, hat der Kurpark auch heute nichts von seinem Flair verloren. Fast erwarten wir, Jérôme Bonaparte auf der Kurpromenade oder im Schlammbad zu begegnen. Doch aus diesen vergangenen Tagen könnten uns wohl nur die alten Baumriesen erzählen, die dem Kurpark sein besonderes Gesicht verleihen. Mit Fragebogen und Kugelschreiber bestückt begeben wir uns am Deistertag auf Schnitzeljagd und schnuppern etwas von der guten alten Zeit, die Bad Nenndorf erlebt hat. Gleich bei der ersten Frage ist mathematisches Talent gefragt: Wieviele Laternen stehen auf der Kurpromenade, die seit letztem Jahr in modernem Gewand die Besucher zum Flanieren einlädt? Ob hier nur die großen Laternen gefragt waren? Uns packt gleich zu Beginn das Jagdfieber und wir schlendern anhand des Fragebogens weiter durch den wunderschönen Kurpark. Am Ende der Kurpromenade steht das Landgrafenhaus aus dem Jahr 1791. Es wurde für den hessischen Landgrafen Wilhelm IX. erbaut und lässt uns wieder von vergangenen Zeiten träumen. Wir spazieren unter alten Bäumen entlang zur Quelle, aus der die für Bad Nenndorf bekannte Schwefelsole sprudelt. Trotz ausgiebigen Schnupperns riechen wir nichts vom "Dübelsdreck" und machen uns auf die Suche nach dem großen Baum an der Liegewiese. Wahrhaft riesig und nicht zu übersehen steht der rund 90 Jahre alte Mammutbaum vor uns, nach dem auf dem Fragebogen zur Schnitzeljagd gefragt wurde. Weiter geht es zur Süntelbuchenallee. Hier stehen gleich mehrere Exemplare dieser seltenen Rotbuchenart mit bizarrem Wuchs und lassen uns fast ein bisschen in die Feenwelt eintauchen.

Doch im Kurpark gibt es noch weitere dieser schönen Ecken zu entdecken. Es geht weiter zur Bubikopfallee. Vom Waldrand aus bietet sich eine herrliche Aussicht auf den nahen Deister. Wer den Blick nach unten richtet, wird jetzt im Frühjahr einen weißen Blütenteppich vor sich sehen. Buschwindröschen verwandeln den Wald im oberen Kurpark in ein kleines Blütenmeer. Kurz bevor wir die Allee erreichen, die den Erlengrund mit dem Kurpark verbindet, kommen wir am Podbielski Denkmal vorbei. Am Ende der Bubikopfallee, die eigentlich eine Kugelahornallee ist, wartet während des Deistertages der NABU Bad Nenndorf auf interessierte Besucher. Kinder können Insektenhotels basteln, während die Erwachsenen sich über die Stunde der Gartenvögel und verschiedene Nistmöglichkeiten für Gartenvögel informieren.

Einige Besucher des Deistertages wandern von hier zum Erlengrund und Richtung Deister. Doch für uns geht es zurück in den Kurpark, da noch einige Fragen zur Schnitzeljagd beantwortet werden müssen. Nach einem kurzen Bummel durch das Waldstück am oberen Kurpark kommen wir zum Schlösschen. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ der Landgraf Wilhelm IX. diese im klassizistischen Ziel gehaltene Residenz mitten im Kurpark erbauen. Gewohnt hat er hier laut Flyer zum Kurpark allerdings nie. Besonders zauberhaft ist jetzt im Frühjahr zur Magnolienblüte der Blick zum Schlösschen von der Kurpromenade aus. Dort wird für die Schnitzeljagd noch die Anzahl der Springbrunnendüsen gesucht. Das Wasserspiel ist nicht nur für die Kinder ein Spaß und verführt im Sommer sicher zu Plantschereien. Etwas ruhiger ist es im Sonnengarten. Hier können Sie entspannen, wenn Sie barfuß über den Pfad der Sinne spaziert sind.

Wir beenden unsere Schnitzeljagd und bummeln an dem ehemaligen Schwefelbadehaus "Esplanade" von 1906 und am Brunnentempel vorbei zur Tourist-Information, um die Fragebögen abzugeben. Auch wenn wir sicher nicht alle Fragen richtig beantwortet haben, Spaß hatten wir auf jeden Fall während der Schnitzeljagd.

Qualmen Ihnen nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den wunderschönen Kurpark die Füße, sollten Sie Ihren Ausflug an der Kneippanlage hinter der Landgrafen-Therme beenden. Dort können Sie wie ein Storch im Salat durch das kalte Wasser waten und Ihren Kreislauf wieder in Schwung bringen. Schwungvoll wird es auch auf der traumhaft gelegenen Minigolf-Anlage, wo Sie auf 18 Bahnen den Minigolf-Meister des Tages ausspielen können. Oder möchten Sie lieber den Bewegungspark ausprobieren? Wir werden den Kurpark Bad Nenndorf sicher bald wieder besuchen. Denn hier gibt es nicht nur zur Schnitzeljagd eine Menge zu entdecken.

Weitere Beiträge zu "Parks und Gärten in Niedersachsen" finden Sie hier: http://www.myheimat.de/themen/parks-und-g%E4rten-n...

Katjas Ausflugstipps: http://www.myheimat.de/gruppen/-katjas-ausflugstip...
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4 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 30.04.2013 | 00:36  
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 30.04.2013 | 09:48  
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Kurt Lattmann aus Barsinghausen | 30.04.2013 | 10:48  
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Katja W. aus Langenhagen | 30.04.2013 | 13:06  
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