806. Newsletter Südharzstrecke - Totaler Zusammenbruch des DB Netz-Betriebs in Thüringen und Sachsen-Anhalt

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DB-Netz: Totaler Zusammenbruch des DB Netz-Betriebs in Thüringen und Sachsen-Anhalt

(Stand: 09.08.2022)

Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!


Wer gedacht hat, dass er eigentlich schon alles durch hat mit dem Pleiten-, Pech- und Pannenladen DB Netz AG, der sieht sich seit Tagen eines besseren belehrt, denn rund um den Harz tauchen immer mehr defekte Schwellen auf und zwingen zu ständiger Umdisposition des Betriebes. Zu dieser Umdisposition ist die gerade dem Schutzschirm-Verfahren entronnene Firma Abellio ihrerseits kaum in der Lage - und objektiv betrachtet sind die Vorlaufzeiten von DB Netz mehr als katastrophal. Schade, dass sich aus diesem Saftladen - jede andere Bezeichnung wäre zu positiv! - regelmäßig niemand vor Ort einfindet, um sich wenigstens den aufgebrachten Fahrgästen zu stellen. Das überlässt man dann dem armen Zugpersonal von Abellio (oder ersatzweise auch schon mal der eigenen Konzernschwester DB Regio), welches sich daraufhin vollkommen gefrustet krankmeldet und damit die nächste Spirale nach unten lostritt.

Das alles vor den Augen der 9-Euro-Ticket-Reisenden, die ihre ohnedies große Skepsis gegenüber der Bahn, die vorübergehend durch den Niedrigpreis gedämpft worden ist, in vollem Umfang bestätigt sehen kann.

Am Wochenende wurde - ohne kaputte Schwellen - von DB Netz kurzerhand der Betrieb zwischen Erfurt und Nordhausen schichtenweise unterbrochen, ohne SEV natürlich. Die Fahrdienstleiter diverser Stellwerke verweigerten und verweigern den Dienst. Derzeit gondelt man zwischen Sonders- und Nordhausen hin und her und kann - im Gegensatz zu den Kasseler Zügen - sogar in beiden Richtungen in Wolkramshausen halten. Nur nach Erfurt, da kommt man auch heute nicht.

Das kann man aber locker noch toppen. Heute und morgen wird jeweils von 15.30 bis 21 Uhr der komplette Knoten Sangerhausen gesperrt, da auch dort ein Fahrdienstleiter fehlt. Man stelle sich vor: Der Schnittpunkt zweier RE-Linien wird mal eben außer Betrieb genommen, für jeweils mehr als 5 Stunden. Natürlich gibt es auch hier keinen SEV oder irgendeinen Notverkehr.

Wir erinnern uns: Vor einigen Jahren gab es das an einem Wochenende auch mal zwischen Walkenried und Nordhausen. Aber da fuhren immerhin Busse, wenngleich der bestellende Betrieb in Bremen mangels irgendeiner Ortskenntnis nur einen bestellt hatte und die Leute mehr als eine Stunde ohne Sitzgelegenheit in Walkenried in der Sonne brieten. Nicht einmal das bekommt man nun in Sangerhausen hin. Die Linien RE8 und RE9 fallen, weil es ja auch noch kaputte Schwellen bei Riestedt gibt, mal gleich komplett zwischen Sangerhausen und Halle aus, bis und ab Eisleben kann man noch die S-Bahn nutzen. Zwischen Eisleben und Nordhausen klafft ein Riesenloch, ebenso zwischen Klostermansfeld und Artern.

Ach ja: Auch in Oberröblingen fehlt ein Fahrdienstleiter. Und in Berga-Kelbra stundenweise auch.

Bahn zum Abgewöhnen. Verkehrs- oder Mobilitätswende mit diesem Saftladen DB Netz? Wohl kaum.

Im INSA steht es das ganze Chaos drin. Geht übrigens am 13.08.2022 weiter, erneut 2 Stunden kein Zugverkehr in Sangerhausen.

Michael Reinboth

Viele Grüße

Burkhard Breme

Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz

37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de

Bürgerreporter:in:

Bernd Jackisch aus Bad Lauterberg im Harz

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