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738. Newsletter Südharzstrecke - aktualisierte Fahrpläne zum Download bereit - Linienbus-Offensive bedarf nachhaltiger Unterstützung durch Tarifmaßnahmen

(Foto: Höchste Eisenbahn)
 
(Foto: Höchste Eisenbahn)
 
(Foto: Höchste Eisenbahn)

1. Initiative stellt aktualisierte Fahrpläne zum Download bereit (Stand: 11.06.2019)
2. Südharzer Linienbus-Offensive bedarf nachhaltiger Unterstützung durch Tarifmaßnahmen

(Stand: 12.06.2019)

Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

1. Initiative stellt aktualisierte Fahrpläne zum Download bereit

(Stand: 11.06.2019)

Harzkursbuch Sommer:
http://www.suedharzstrecke.de/downloads/Harzkursbuch_2019_20190608.pdf
2019 (Stand 08.06.2019) 

Der kleine Südharzer:
http://www.suedharzstrecke.de/downloads/Fahrplan_Suedharz_Sommer_2019_20190608.pdf (Stand 08.06.2019) 

Fahrplan Bad Lauterberg:
http://www.suedharzstrecke.de/downloads/Fahrplan_B...
(Stand 08.06.2019) 

2. Südharzer Linienbus-Offensive bedarf nachhaltiger Unterstützung durch Tarifmaßnahmen

(Stand: 12.06.2019)
Seit Anfang April rollen Linienbusse auf der Linie 450 nun auch zwischen Bad Lauterberg und Braunlage, zwar vorerst nur am Wochenende, doch da im 2-Stunden-Takt mit zum Teil ausgezeichneten Anschlüssen. Damit wurde der Fahrplan auf der letzten von 5 in den Oberharz führenden Linien so erweitert, dass Ausflüge, Wanderungen und im Winter Skitouren sehr gut mit öffentlichen Verkehrs-mitteln durchgeführt werden können und somit auch echte Alternativen zum mitunter völlig ausufernden Individualverkehr in unserem kleinen Mittelgebirge darstellen, zumal auch die Anschlüsse unter anderem aus Göttingen, Braunschweig oder Nordhausen passen.

Die verbesserten Fahrpläne kommen gerade noch rechtzeitig, um auch im Harz durch den ÖPNV eine Entlastung der Umwelt herbeizuführen. Jahrelang, zum Teil sogar jahrzehntelang gehegte Wünsche haben sich erfüllt, wenngleich es die nun wieder existierenden Verbindungen vor vielen Jahren schon einmal gegeben hat und sie jetzt quasi wiederbelebt worden sind.

Top-Verbindungen im Juni 2019

Zu den absolut marktfähigen und im Vergleich zum Individualverkehr konkurrenzfähigen Verbindungen in diesem Sommer zählen

Osterode – Buntenbock – Clausthal-Zellerfeld – Goslar
Osterode – Bahnhof Gittelde - Bad Grund – Clausthal-Zellerfeld – Goslar
Herzberg – Bahnhof Herzberg – Bad Lauterberg – St. Andreasberg – Altenau - Clausthal-Zellerfeld
Herzberg – Bahnhof Herzberg – Bad Lauterberg – Braunlage – Schierke – Wernigerode (nur Sa/So)
Herzberg – Bahnhof Herzberg – Bad Lauterberg – Braunlage – Wieda – Bad Sachsa (nur Sa/So)
Bad Sachsa – Bahnhof Bad Sachsa – Wieda – Braunlage – Schierke – Wernigerode (nur Sa/So)
Bad Sachsa – Bahnhof Walkenried – Zorge – Hohegeiß – Braunlage – Torfhaus – Bad Harzburg

Die genannten Verbindungen verkehren mindestens im 2-Stunden-Takt und bieten an den kursiv dargestellten Bahnhöfen Zuganschlüsse von/nach Herzberg, Braunschweig (Gittelde), Göttingen, Braunschweig, Nordhausen (Herzberg), Göttingen (Bad Sachsa) und Göttingen, Nordhausen (Walkenried).
 
Die neuen Busse werden nur weiterrollen, wenn mehr Fahrgäste kommen
Eine Faustregel besagt, dass ein neues Angebot im ÖPNV eine Weile braucht, um sich herumzusprechen, zumal dort, wo 80 bis 90 % der Bevölkerung diesen schon lange nicht mehr genutzt haben und völlig falsche Vorstellungen von der Angebotsqualität hegen („das geht doch gar nicht“, „da kommt man doch nicht hin“). Das weiß man auch beim ZVSN und bei der LNVG, und insoweit wird sicher die notwendige Geduld vorhanden sein. Auch die Marketingmaßnahmen des ZVSN bzw. VSN müssen ja erst einmal greifen. Dennoch: Soll das Angebot nachhaltig beibehalten oder gar noch ausgebaut werden, zum Beispiel mit Fahrten Bad Lauterberg – Braunlage auch in der Woche, müssen möglichst viele Fahrgäste mitfahren.

Ein kleinerer Teil kommt von allein. Das sind die, welche schon jahrelang darauf gewartet haben, mittels solcher Verbindungen besser Ausflüge, Wanderungen und so weiter durchführen zu können. Die kennen auch die Fahrpläne und wissen, wie man am günstigsten reist. Für den größeren Teil braucht es jedoch flankierende Maßnahmen, und zwar in zwei Richtungen
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Die Fahrpläne sind schon da – nun muss HATIX kommen

Im Landkreis Harz nutzen 500.000 Gäste für ihre Fahrten die Linienbusse der HVB, weil sie es dank HATIX kostenlos tun können. Mit Hilfe dieser Fahrgäste und der deswegen per Umlage abgeführten Beitragsanteile der Gästekarten ist es den HVB möglich, einen stabilen, gut merkbaren und an allen Tagen der Woche ausreichend dichten Fahrplan im Harz anbieten zu können. Alle von Wernigerode, Blankenburg oder Quedlinburg ausgehenden wichtigen Linien werden Montag-Freitag im Stundentakt und am Wochenende zumeist im 2-Stunden-Takt bedient, einige wie die nach Schierke auch dann jede Stunde.
Dieses Ziel müssen wir uns auch für den Westharz setzen. Und deswegen ist HATIX ein ganz wesentlicher Faktor, um den Linienverkehr im ansonsten eher ländlich geprägten und nicht sonderlich dicht besiedelten Harz zu stärken. Die wichtigen Linien mit Verknüpfungen zum Ober- und Nordharz müssen wochentags stündlich und am Wochenende wenigstens zweistündlich bedient werden. Für bedarfsgesteuerte Systeme bleiben dann einige Stichstrecken und die Netze im Harzvorland übrig – so jedenfalls läuft es im Landkreis Harz.
Die erweiterten Fahrpläne sind ein Vorschuss auf die mit HATIX zu erwartenden Kunden. HATIX muss daher schnell kommen – am besten noch Anfang 2020!
Anreize für Tagesgäste und Einheimische fehlen noch – der VSN-Tarif muss sie bringen
Neben den Urlaubsgästen sind Tagesgäste aus den benachbarten Ballungs- und Verdichtungsräumen und natürlich wir Einheimische eine wichtige Zielgruppe, für die es aktuell kaum einen tariflichen Anreiz zur Nutzung des ÖPNV gerade für Freizeitzwecke gibt. Einzig sinnvolle Karte für mit dem Zug anreisende Gäste ist aktuell das „Niedersachsen-Ticket“, welches im VSN und im VRB, also im ganzen Westharz, auch in den Bussen anerkannt wird. Wer ein reines VSN-Ticket löst, zum Beispiel eine der auch hier durchaus preiswerteren Gruppen- oder Tageskarten, kommt damit nur bis in den letzten Ort des VSN-Gebiets, also zum Beispiel bis Bad Lauterberg-Odertal, Wieda oder Zorge, denn dahinter beginnt das „Ausland“, sprich es gilt der Tarif des VRB. Umgekehrt ist es nicht besser, wer mit dem Zug von Braunschweig anreist, kommt mit einem VRB-Ticket bis St. Andreasberg oder bis Hohegeiß, aber nicht weiter – es sei denn, er löst im Bus nach. Viel zu umständlich!
Wer am Harzrand in den Bus klettert, löst, mitunter ohne es zu wissen, ein Ticket des „Übergangstarif Harz“, der zwischen den Orten des Kreises Goslar und denen des ehemaligen Kreises Osterode gilt. Der ÜT Harz ist ein gottseidank sehr zähes Fossil, welches alle seitherigen Tarifreformen überlebt hat. Er ist auch nicht unattraktiv. So ist er deutlich preiswerter als der VSN-Tarif. Aber: Er gilt nicht im Zug, weil die Eisenbahn-Verkehrsunternehmen, die im Westharz unterwegs sind, also DB Regio und ErixX, ihn nicht anerkennen. Das ist ein schwerwiegender Mangel, durch den schon mancher ungewollt zum Schwarzfahrer geworden ist.
Die gegenwärtig im VSN-Bereich geführte Diskussion zur Senkung des Fahrpreisniveaus bewegt sich durchaus in die richtige Richtung, scheint aber das Problem „ÜT Harz im Zug“ oder das Thema „billige Karte für den Ausflugsverkehr“ nicht anzugehen. Das wäre ausgesprochen bedauerlich, denn speziell für Ausflüge in den Harz, aber sicher auch in den Solling oder in so schöne Städte wie Einbeck braucht es tarifliche Anreize, um auf den ÖPNV umzusteigen, der bezüglich seiner Fahrpläne heute schon weitaus besser ist als sein Ruf.
HATIX und ein verbessertes Angebot für Tagesgäste und Einheimische müssen kommen, damit das aufgestockte Angebot im Harzer Linienbusverkehr Bestand hat. Die Harzer Umwelt wird es danken. Und wer an schönen Wintertagen seine eigentlich fürs Wandern oder Skilaufen vorgesehene Zeit mit der Suche nach einem Parkplatz verbringt, wird eine Alternative dankbar aufgreifen, wenn sie genügend häufig zur Verfügung steht, leicht zu merken und obendrein auch noch preiswerter als das eigene Auto ist.
Michael Reinboth

Viele Grüße

Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"  
37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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