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731. Newsletter Südharzstrecke - Initiative fordert sofortige Zusteigemöglichkeit - Aktualisierung des SIMPLEX-Fernbusfahrplans - Mehr Busse mit HATIX

    Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

1. Nordhausen/Erfurt: Frühzug ohne Zusteigemöglichkeit - Ministerium für Infrastruktur übernimmt frei erfundene Fahrgastzählungen der NVS - Initiative fordert sofortige Zusteigemöglichkeit

(Stand: 05.05.2019)
Fehlende Zusteigemöglichkeit in den ersten Zug zwischen Nordhausen - Ellrich - Walkenried
Die fehlende Zusteigemöglichkeit in den ersten Zug von Nordhausen nach Göttingen auf dem Gebiet des Freistaates Thüringen soll nach einem Schreiben des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft auch im Fahrplanjahr 2020 Bestand haben.
Den Fahrgastzählungen -bei einem noch nie von montags bis freitags gefahrenen Zug- der NVS Thüringen schließt sich das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ungeprüft an. So heißt es von dort, dass der Freistaat Thüringen diese Verbindung geprüft und sich mit Blick auf die geringen Fahrgastzahlen gegen eine Bestellung entschieden habe. Die Mehraufwendungen stünden in diesem Fall in keinem vertretbaren Verhältnis zu den durchschnittlich nur 1 bis 4 Fahrgästen.
Nach Informationen der NVS entstünden Mehrkosten zwischen der Leerfahrt und der regulären Zugfahrt von > 3.000 € pro Jahr. Das sind nach Berechnungen der Initiative bei 51 Wochen und fünf Fahrten pro Woche 255 Verkehrstage mit ca. 12€ pro Tag. Selbst bei den angegebene 3 Fahrgästen ab Nordhausen würde sich der Zug also rechnen, da diese keineswegs weniger als 4€ pro Fahrt bezahlen. Sollten sich, wie zu erwarten, einige Kunden mehr einfinden, übersteigen die Mehreinnahmen bereits die Mehrkosten.
Ebenso ist es wahrscheinlich, dass einige Reisende auch wieder zurückfahren würden und dadurch insgesamt neue Kunden gewonnen werden könnten. Es ist also auch in diesem Punkt vollkommen unklar, wieso der Zug nicht bestellt werden soll.
Darüber hinaus haben sich die NVS Thüringen und das Ministerium nie mit der Frage auseinandergesetzt, dass zumindest der Halt in Ellrich bestellt wird.
In Ellrich werden die beiden Triebwagen aktuell getrennt. Der Vordere fährt nach Göttingen weiter, der Hintere fährt nach Nordhausen zurück.
"Die sofortige Zusteigemöglichkeit auf Thüringer Seite muss geschaffen werden" fordert der Sprecher der Initiative Burkhard Breme und ergänzt, dass durch die Verantwortlichen
im Ministerium von Birgit Keller (Die Linke) längst vergessene Grenzen wieder in das Gedächtnis gebracht werden.
Azubi-Ticket gilt nicht zwischen Nordhausen und Ellrich oder doch...?
Auch beim Azubi-Ticket Thüringen ist das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft lasch unterwegs.
Es ist unklar auf welchen Strecken das Ticket gilt. Die Südharzstrecke ist nicht eingezeichnet (siehe Screenshot und https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/angebots...), ob wohl das Azubi-Ticket hier gelten müsste.
Richtig ist hingegen, dass das Ticket nicht bei der HSB gilt und folgerichtig nicht als Bahnlinie eingezeichnet ist. Warum bei der HSB eine Ausnahme gemacht wird ist nicht klar.
Das Ticket muss nach Ansicht der Initiative auch bei der HSB gelten.
Die Unklarheiten gehen auch bei der Karte vom Liniennetzplan der NVS weiter: Hier fehlt die RB 81 Nordhausen - Bodenfelde (siehe Screenshot Liniennetzplan Thüringen).

Was ist also los bei der NVS?
In den vergangenen 20 Jahren hat die NVS -aus Sicht der Initiative- sehr gute Arbeit geleistet, jedoch soll in der jetzigen Legislaturperiode des Thüringer Landtags die NVS komplett in das Landesamt für Bau und Verkehr im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft integriert werden. Vor diesem Schritt hat schon ProBahn nach Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2017 gewarnt. Das Thüringer Finanzministerium spricht in ihrem Medienbericht von "schlanken leistungsfähigen und zukunftsfesten Verwaltungsstrukturen".
Der Sprecher der Initiative Burkhard Breme fasst die Vorgänge so zusammen: "Die Verantwortlichen der NVS und im Ministerium haben aufgrund der Umwandlung zu einer Behörde sehr viel mit sich selbst zu tun. 20 Jahre gute Erfahrung der NVS gehen für nichts und wieder nichts den Bach runter. Auf der Strecke bleiben die Kunden, die nicht in die vorbeifahrenden Züge einsteigen dürfen!".

Burkhard Breme

2. Harz / Deutschland Fahrplanhefte: +++ Aktualisierung des SIMPLEX-Fernbusfahrplans mit Fernbussen durch den Harz von SIMPLEX Mobility (Stand: 05.05.2019)

http://www.fernbusliniennetz.de/mediapool/141/1416275/data/Simplex_Fernfahrplan_2019-02.pdf

3. Pressemitteilung des ZVSN: Mehr Busse und HATIX im Südharz „Harz-nah-dran“ - Mit dem ÖPNV den Harz entdecken (Stand: 05.05.2019)


Die Marketingkampagne des Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) für das verbesserte Linien-Busangebot im Südharz ist jetzt auch im Bereich Osterode/Bad Grund nicht mehr zu übersehen.
Wer in der Natur unterwegs ist oder zur Arbeit pendelt, trifft auf Großflächenplakate mit Motiven zur umweltfreundlichen Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der ZVSN möchte unter dem Thema „Harz-nah-dran“ für mehr Fahrten im Linienbus werben und so einen Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs leisten.
Personen, die im Internet unterwegs sind, entdecken zudem freundliche Bannerwerbung auf dem Portal ihrer Heimatzeitung. Ein Radiospot informiert über die Vorteile des ÖPNV für Familien. Plakatwerbung und Wandervorschläge werden in öffentlichen Einrichtungen und bei den touristischen Partnern vorgehalten. Eine Verteilung der Fahrpläne an die Haushalte in Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld komplettiert die Kampagne.
Unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Verkehrsunternehmen und Verbänden hat der ZVSN am 3. Mai in Bad Grund als besonderen Hingucker einen der Kampagne angepassten Linienbus der Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen mbH vorgestellt, der insbesondere in den Bereichen Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld unterwegs ist.
„Unser Beitrag zum Klimaschutz ist eine umweltfreundliche Mobilität, mit der wir auch jene Bürger*innen sensibilisieren möchten, die derzeit noch nicht zu unseren Kunden zählen. Mit der Website www.harz-nah-dran.de zeigen wir, dass der Linienverkehr in der Region bereits deutlich aufgewertet wurde. Nun geht es darum, dass die von vielen Menschen eingeforderten zusätzlichen Fahrten auch genutzt werden“, so Michael Frömming, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer.
Neben den Pendler*innen zählen Gäste der Region zur Zielgruppe der ZVSN-Marketingkampagne. Für den ZVSN spielen die touristischen Verkehre insbesondere auch mit Blick auf die derzeit geführte Diskussion zur Einführung von HATIX in den Kommunen entlang der Buslinien eine wichtige Rolle. „Der ZVSN wird – sofern die Vertragsverhandlungen zwischen der HARZ AG und den Kommunen im Landkreis Göttingen abgeschlossen sind – für das Jahr 2020 eine einmalige Übernahme der HATIX-Gebühren übernehmen. Für den Bereich des Südharzes ist HATIX eine sehr positive Entwicklung, um den Tourismus in unserer Region weiter nach vorne zu bringen“, so Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin und Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung.
„Wir machen nicht Halt am Südharz mit unseren Bemühungen für eine klimafreundliche Mobilität. Auch in anderen Bereichen der Landkreise Göttingen und Northeim informieren Kampagnen über unsere neuen Angebote“, so ZVSN-Geschäftsführer Frömming.
Die ZVSN-Marketingkampagne im Südharz flankiert die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Bahn AG, dem Nationalpark Harz und verschiedener Umweltverbände, die seit vielen Jahren unter dem Motto „Fahrtziel Natur“ den Harz bundesweit als Reiseziel zum „Urlaub ohne Auto“ bewirbt.
Weitere Informationen zu den zusätzlichen Fahrten-Angeboten im ZVSN-Gebiet entnehmen Sie bitte auch unseren Pressemeldungen auf www.zvsn.de.

Mit freundlichen Grüßen i.A.

Ute Reuter-Tonn Marketing Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) Neu: Jutta-Limbach-Str. 3 37073 Göttingen
Tel.: 0551 / 389 48 - 12 Fax: 0551 / 389 48 - 32
E-Mail: zvsn@zvsn.de oder ute.reuter-tonn@zvsn.de
Internet: www.zvsn.de und www.harz-nah-dran.de

Viele Grüße

Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"
 37431 Bad Lauterberg
 
E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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