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691. Newsletter Südharzstrecke - Südharzstrecke - Verspätungen und Schienenersatzverkehr

Schienenersatzverkehr
 
Regionalbahn bei Scharzfeld

Südharzstrecke: Verspätungen und SEV durch Bauarbeiten zwischen Herzberg und Bad Lauterberg - Initiative kritisiert nicht vorhandene Informationspolitik (Stand: 12.11.2017)

Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

In den letzten Tagen wunderten sich Reisende über Verspätungen von ca. 5 Minuten zwischen Herzberg und Walkenried. Bei Ankunft in Walkenried betrug sie jedes Mal 5 und mehr Minuten. Bis Nordhausen wurde die Verspätung dann wieder etwas reduziert. Die Züge der Gegenrichtung trafen in Walkenried mit ebenfalls 5 Minuten Verspätung oder mehr ein, wobei die Züge davon bis Herzberg und Northeim wieder etwas aufholen.
An den Bahnpunkten Nordhausen und Northeim war dies insgesamt nicht besonders tragisch. Jedoch existieren entlang der Südharzstrecke auch Busanschlüsse, die auf pünktliche Bahnverbindungen angewiesen sind und für die die aktuelle Streckensituation wichtig wäre.
Anfragen bei DB Netz und DB Regio ergaben, dass Kabeltrassen zwischen Herzberg und Scharzfeld erstellt werden und die Erneuerung der fast 90 Jahre alten Brücke über den Bremkebach in der Nähe von Scharzfeld in den nächsten Wochen bevorsteht. Dies erfordert bis zum eigentlichen Erneuerungstermin einen Gleiswechsel, der zu den Verspätungen führt.
Dies hat über den gesamten Tag für Umstiegsreisende in Bad Sachsa und Walkenried Konsequenzen, wie folgendes Beispiel vom 08.11.2017 aus den Abendstunden verdeutlicht:
Ankunft in Walkenried aus Richtung Nordhausen nicht um 19.03, sondern um 19.08 Uhr, der Bus nach Zorge und Wieda fährt um 19.07. Er hat gewartet, aber der Fahrer sagte, dass er sich schon den ganzen Tag mit verspäteten Zügen herumplagen müsse ("Ich weiß nicht, was da wieder los ist - den ganzen Tag Verspätungen").
Die Busfahrer der Linie 470, haben momentan die Wahl: Entweder ankommende Reisende aus Richtung Herzberg am Bahnhof Sachsa stehen zu lassen oder, falls er auf diese wartet, nach der Schleife durch Sachsa nicht wieder pünktlich am Bahnhof zurück zu sein (obwohl der zu erreichende Zug ja auch Verspätung hat, aber darauf ist ja nicht unbedingt Verlass).
Wenn mit Gleiswechsel gefahren werden muss, ist das alles der Sache wegen ja nachzuvollziehen.
Die Partner im VSN sind nicht informiert worden, weswegen es bei den Anschlussbussen erhebliche Probleme gab und gibt. Wenn man es kommuniziert hätte, wäre das Abwarten auf zu spät kommende Züge u.a. in Bad Sachsa und Walkenried besser organisierbar gewesen. Hier haben es die Verantwortlichen von DB Netz und DB Regio wieder nicht geschafft eine vernünftige Informationspolitik umzusetzen.
Michael Reinboth von der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" fasst die Vorkommnisse zusammen: "Es wäre ja nicht schlecht gewesen, wenn DB Netz oder DB Regio im Vorfeld der jetzigen Arbeiten auf die Konsequenzen hingewiesen hätten. Es gab und gibt dazu aber keinerlei Hinweise, weder Aushänge noch etwas im Internet. So muss man die Fahrgäste nun wirklich nicht behandeln."
Mittlerweile sind im Internet nähere Informationen über die Bauarbeiten und den SEV am 25.11.2017 + 26.11.2017 und am 02.12.2017 + 03.12.2017 veröffentlicht worden.
Und da ist für die laufende Bauphase nichts zu finden. Aktuell laufen die Züge weiter mit +5 oder mehr Minuten auf Walkenried zu, da muss man ja nur mal die Bahnhofstafel im Internet aufrufen und sieht es. Um keinen Fehler zu machen, hat die Initiative auch die Baustelleninfo der DB aufgerufen: Keine Silbe über die derzeit laufenden - und für die Kunden mit durchaus spürbaren Unsicherheiten belastenden- Arbeiten, wohl aber über die beiden vor uns liegenden Zeiträume, die wieder einmal in der Adventzeit liegen und in der die Reisenden gerne mit den Zügen zu den Weihnachtsmärkten fahren würden.
Hier können wir nur den Tipp geben, nicht am 1. Adventswochenende zu fahren und sicherheitshalber vor den Fahrten aktuelle Informationen im Internet einzuholen

Michael Reinboth, Burkhard Breme

Viele Grüße

Burkhard Breme

Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"

 
E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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