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Wo Gesundheit Tradition hat – Stadt Bad Lauterberg setzt weiterhin Glyphosat ein!

Bad Lauterberg. Auf ihrer Homepage und in Informationsmaterialien präsentiert sich die Stadt Bad Lauterberg als staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und Schroth-Kurort, moderner Urlaubsort in frischer Gebirgsluft und einmaliger Natur, als Einkaufstadt und wirbt zudem mit den renommierten Fachkliniken für Herz-, Kreislauf und Gefäßerkrankungen sowie für Sportmedizin und Physikalische Therapie, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen, Orthopädie und Rheumatologie.
Dass allerdings der Umwelt-und Naturschutz bei der Stadt Bad Lauterberg keinen besonderen Stellenwert hat, mussten die Mitglieder des Stadtrates und die Zuhörer der jüngsten Ratssitzung(25.01.2018) erfahren. Wie Bürgermeister Dr. Thomas Gans aufgrund einer Anfrage der Bürgerinitiative Bad Lauterberg(BI) ausführte, wird die Stadt auch weiterhin Glyphosat auf dafür „zugelassenen Flächen“ zur Bekämpfung von Unkräutern einsetzen. Im Jahr 2017 habe man 2,5 Liter zur Unterdrückung von Unterwuchs unter Gehölzen ausgebracht, wo sonst nur eine manuelle Bekämpfung möglich sei.
Dass es auch anders geht, beweisen jedoch mehr als 140 Kommunen deutschlandweit, die ihre Grünflächen ohne Pestizide, oder mindestens ohne Glyphosat bewirtschaften und dies zum Teil seit rund 20 Jahren. Dazu gehören in Niedersachsen u.a. Hameln, Göttingen und Hannover. Wie der BUND aufzeigt, gibt es sowohl in der Landwirtschaft, als auch in den Kommunen und in Hobbygärten umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat, die Insekten wie Bienen und Wildbienen nicht gefährden. „Blütenreich und ohne Gift“ – dass sollte das Motto aller Städte und Gemeinden sein, so der BUND.
Glyphosat gilt laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen und ist mitverantwortlich für das dramatische Insektensterben und den Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Das Totalherbizid vernichtet alle Wildkräuter und entzieht dadurch Insekten die Nahrungsgrundlage und den Lebensraum.
Das Insektensterben wiederum gefährdet auch andere Tierarten und letztlich die Lebensmittelproduktion für Menschen, denn rund zwei Drittel der Kulturpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen.
Die BI Bad Lauterberg wird sich mit der Antwort der Verwaltungschefs nicht zufriedengeben und zeitnah einen Antrag zur März-Ratssitzung auf einen völligen Verzicht dieses Umweltgiftes stellen, damit auf öffentlichen Flächen wie Kurpark, Sport- und Spielplätzen keine Besucher, insbesondere Kinder, aber auch Haustiere mit diesem gesundheitsgefährdenden Stoffen in Kontakt kommen.

Pressemitteilung der BI Bad Lauterberg vom 04.02. 2018
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