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Kreisdelegiertenversammlung der Bildungsgewerkschaft GEW - Schulschließungen im Mittelpunkt

(Foto: GEW)
Scharzfeld. In der Kreisdelegiertenversammlung der Bildungsgewerkschaft GEW wurde Kerstin Haack zur neuen stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Der langjährigen Kassenwartin Karin Meiß wurde der Dank der Versammlung zuteil, mit einem Präsent wurde sie aus ihrem Vorstandsamt verabschiedet. Ihr Nachfolger ist Wolfgang Hypko.

Beherrschendes Thema sind derzeit Schulschließungs-Szenarien, um die die GEW wahrlich nicht gebettelt hat.
Kerstin Haack berichtete über die Beteiligung der GEW Hattorf am Einsatz für die Oberschule. In einer Entschließung des GEW-Ortsverbands Hattorf hieß es: "Gute Schule muss sich nicht rechnen", jedenfalls sei das Schulwesen nicht vergleichbar mit gewinnorientierter Wirtschaft und unternehmerischen Entscheidungen. Dies sei ein viel zu kurz kommender Aspekt in der vom Landkreis Göttingen und dessen Kreisrat Riethig losgetretenen Debatte um die Auflösung schülerfreundlich überschaubarer Schulen.
Für große Verwunderung und für Sorge um die demokratische Praxis im Großkreis Göttingen sorgte bei GEW-Delegierten, dass weitreichende Entscheidungen neuerdings in einem Geheimgremium, dem Kreisausschuss, abschließend getroffen und dort nicht etwa nur für den Kreistag, das von den Bürgern gewählte Gremium, vorbereitet werden.
"Die Dinge passen nicht zusammen. Vieles wirkt peinlich planlos", befand ein Teilnehmer, "zum Beispiel der Oberschule Bad Sachsa das Ende anzudrohen, während die banachbarte KGS Bad Lauterberg schon jetzt überfüllt und zu Aufnahmebeschränkungen gezwungen ist - und das, nachdem das intakte, bestens ausgestattete Gebäude der ehemaligen Lutterbergschule in Lauterberg sinnlos entwidmet, hergeschenkt und als Schule zerstört worden ist."
Kommunale Planlosigkeiten hätten nach Meinung anderer Diskussionsteilnehmer ihr Vorbild auf Landesebene, dort sei man offenbar über Jahrzehnte nicht in der Lage, den Bedarf an Lehrern vorauszuberechnen und genug Lehrkräfte auszubilden.
Der GEW-Kreisvorsitzende Arne Gruppe berichtete, dass der GEW-Kreisverband einen Großteil der Buskosten zur OBS-Demonstration in Göttingen übernommen hat. In seinem Bericht hatte er zuvor klargemacht, dass der GEW-Kreisverband Osterode nach wie vor lebendig ist.
Für den 8. September wird unter Ulf Brunners Leitung wieder eine GEW-Rocknacht in der Wartbergschule vorbereitet.

Im öffentlichen Teil stellte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Holger Westphal die GEW-Postition zur vielfach ungeklärten Position und zu notwendigen rechtlichen Regelungen für Schulbegleiterinnen dar, es wurden zahlreiche Fälle aus der Schulpraxis eingebracht und lebhafte Diskussionen geführt.


Wahlen zum GEW-Kreisvorstand:

Stellvertretende Vorsitzende: Kerstin Haack, Klaus Fischer-Wedekind
Schatzmeisterin: Karin Meiß
Kassenwart: Wolfgang Hypko
Pressewart: Walter Ziegler
Delegiert für die Bezirksdelegiertenkonferenz: Kerstin Haack, Klaus Fischer-Wedekind, Ulf Brunner, Wolfgang Hypko; Vertretung: Jens Pühn, Jürgen Beyer
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