Probleme in den Schulen
Aus der JHV des GEW-Ortsverbands Bad Lauterberg / Bad Sachsa

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Probleme in den Schulen - Aus der JHV des GEW-Ortsverbands Bad Lauterberg / Bad Sachsa

Bad Lauterberg/Bad Sachsa. Die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Bad Lauterberg / Bad Sachsa der Bildungsgewerkschaft GEW brachte keine personellen Veränderungen im Vorstand.

Der Vorsitzende Frieder Berndt stellte im Vorstandsbericht fest, dass die Mitgliederzahlen in der aktiven Lehrerschaft sich unbefriedigend entwickelten. Auch würden Angebote der GEW auf allen Ebenen nicht zufriedenstellend angenommen, trotz Presseankündigungen, Aushängen und häufig auch persönlicher Ansprache. Weiter berichtete Berndt, dass auch in 2023 zwei weitere Grundschulen, die Grundschulen BadLauterberg und Scharzfeld, mit Zuwendungen der GEW für die Anschaffung von Sprachfördermaterialien bedacht werden konnten.
Horst Schwedhelm berichtete ergänzend von der sehr gelungenen Jubiläums-Veranstaltung der KGS Bad Lauterberg. Er hob zudem anerkennend hervor, dass die Lauterberger Demonstration gegen rechtsextreme Umtriebe durch beachtenswerte Statements von KGS-Schülern eröffnet wurde.

Zwei aktuelle Schul-Themen sorgten in der Versammlung für Diskussionsstoff.

Zum einen habe sich die im Jahr 2014 von der GEW geäußerte vorausschauende Kritik an der Schließung von gleich zwei Bad Lauterberger Grundschulen, vor allem an der Auflösung der zeitgemäß modernen, intakten und barrierefreien Schulräumlichkeiten der ehemaligen Grundschule Barbis, leider als allzu berechtigt erwiesen. Nun herrsche große Raumnot in der Hausberg-Grundschule, weil für durchgängig mit vier Klassen geführte Grundschuljahrgänge der Platz hinten und vorn nicht ausreiche. Eigentlich viel zu kleine Räume würden zu Klassenräumen umgewidmet und die Auflösung von weiteren Fachräumen stehe bevor, wenn nicht eine zündende, realisierbare Neu- oder Anbauidee komme.

Ein weiteres Thema waren bürokratische Hindernisse für Lehrkräfte im Ruhestand, die bereit sind, noch Unterricht zu erteilen und den landesweit beträchtlichen Unterrichtsausfall ein wenig abzumildern. Es sei schon grotesk, als gestandene Lehrkraft für jeden auf ein paar Monate befristeten Vertretungsvertrag neben anderen Papieren immer wieder ein großes polizeiliches Führungszeugnis beibringen zu müssen, merkte eine Teilnehmerin an. Kritikwürdig sei aber vor allem, dass bislang der Wille schwer erkennbar sei, Unterrichtsausfälle wirklich zu verringern. Eine Schule könne nämlich, selbst bei einer nur 80%-igen Unterrichtsversorgung, erst dann eine Vertretungslehrerin bekommen, wenn eine Langzeit-Erkrankung einer Lehrkraft vorliegt. Dazu wurde in der Versammlung vereinbart, dass der Landtagsabgeordnete Alexander Saade sowie die Kultusministerin Briefe des GEW-Ortsverbands zum Thema erhalten. Vom Büro des MdL Saade kam zügig eine Antwort. Es wurde inzwischen zugesagt, dass die Einstellung von Lehrkräften im Ruhestand mit Teilzeitverträgen erleichtert werden solle. Im Ministerium befasse man sich zur Zeit intensiv mit der Angelegenheit, hieß es in der Antwort.

Wahlen:
2. Vorsitzende: Gabriele Vitalis-Berndt
Kassenwart: Horst Schwedhelm
2. Kassenprüferin: Erika Schäfe

Text: GEW - Ortsverband Bad Lauterberg / Bad Sachsa
Walter Ziegler, Pressewart

Bürgerreporter:in:

Bernd Jackisch aus Bad Lauterberg im Harz

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