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ARD-Drama “Homevideo” mit Jonas Nay. Wie war der Film?

Gestern Abend schockierte und begeisterte das Drama “Homevideo” auf ARD die Zuschauer. Begeistert hat die schauspielerische Leistung von Jonas Nay, schockiert hat die realitätsnahe Story des Films. Anhand der Geschichte des schüchternen Jungen Jakob wird das Thema Internet-Mobbing beleuchtet und zeigt, dass ein Mensch daran zerbrechen kann.

Jonas Nay spielt im Film den 15-jährigen Jakob, der alles mit seiner Videokamera festhält. Einmal kommt er auf die Idee, sich beim Onanieren zu filmen. Unglücklicherweise verleiht seine Mutter die Kamera an Schulkameraden, die das kompromittierende Filmmaterial für ihre Zwecke nutzen. Zuerst versuchen sie den verzweifelten Jungen zu erpressen, schließlich stellen sie das Video ins Internet, wo jeder es sehen kann. Jakob wird massiv von seinen Mitschülern gemobbt, und auch wenn die Eltern zu ihm helfen, sieht er keinen Ausweg und nimmt sich das Leben.
Jonas Nay erhielt für seine Rolle als Jakob den Deutschen Förderpreis als Bester junger Schauspieler, und das zurecht! Der 21-Jährige spielt seine Rolle unglaublich gut. Es wirkt weder gestellt, noch gekünstelt, Jonas bringt dem Zuschauer die Aggression, die Verzweiflung, die Schüchternheit, die kurz aufflammende Hoffnung und letztendlich die Ausweglosigkeit eines bloßgestellten Schülers auf beeindruckende Weise nahe.

Dem Regisseur Kilian Riedhof ist es gelungen, mit seinem Film auf die Gefahren, die das Internet und soziale Netzwerke für Jugendliche haben, aufmerksam zu machen. Er verteufelt das Internet nicht, aber er zeigt, dass es sich in einen echten “Horrortrip umkehren kann, dem der Einzelne hilflos ausgeliefert ist“, schreibt die faz.
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